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Stellplätze

Anlieger sehen Großparkplatz kritisch

Am Mittelmühlweg in Beilngries soll ein großer Parkplatz entstehen. Bei der Info-Veranstaltung kochten die Emotionen hoch.
Von Johann Grad

Bürgermeister Alexander Anetsberger stellte Details zur Planung des Großparkplatzes „Mittelmühle“ in Beilngries vor und nahm zu den Einwänden Stellung. Foto: Grad
Bürgermeister Alexander Anetsberger stellte Details zur Planung des Großparkplatzes „Mittelmühle“ in Beilngries vor und nahm zu den Einwänden Stellung. Foto: Grad

Beilngries.Sehr gut in Anspruch genommen haben die Anlieger am Mittelmühlweg den angebotenen Infoabend zum geplanten Großparkplatz. Dieser soll am Mittelmühlweg entstehen. Bürgermeister Alexander Anetsberger begründete das Vorhaben zunächst mit dem Fehlen von Dauerparkplätzen in der Stadt. Bei der neuen Norma gingen 70 Parkplätze verloren. Als kleinen Ausgleich schaffte man an der Kelheimer Straße 24 Stellplätze. Weitere Dauerparkplätze für die Innenstadt und in ihrem Umfeld seien für Kunden und Geschäfte nötig.

Außerdem machten weitere Vorhaben im Wohnungsbau in der Altstadt Parkplätze für die Bewohner nötig, denn die geforderten Stellplätze seien oft nicht realisierbar und müssten abgelöst werden. Die 3000 Euro pro Stellplatz würden zur Schaffung weitere Plätze an anderer Stelle verwendet, informierte Anetsberger.

Auf dem vorgesehenen Areal am Mittelmühlweg sei Wohnbebauung schwer umsetzbar, aber eine Nutzung als Parkplatz möglich. Die Fläche ist nahe der Altstadt. Über Brücken und den Zugang durch die Kupferbäckergasse ist diese leicht erreichbar, was die Akzeptanz erhöht. Die Stadt konnte das ein Hektar große Areal für 25 Jahre pachten, das Vorhaben wird mit 60 Prozent gefördert.

Bedenken wegen Partys und Müll

270 Stellplätze könnten geschaffen werden, Die Fläche werde eingegrünt, liege zur Stadtseite hin etwas tiefer und falle weniger auf, erläuterte Anetsberger. Eine Kurzparkzone, drei Ladestationen und Fahrradgaragen würden eingerichtet, außerdem werde er beleuchtet. Zufahrtsmöglichkeiten bestehen über die Maria-Hilf-Straße und den Mittelmühlweg.

Autos der Anwohner

Hier gab es erste Widersprüche. Der Zufahrtsweg sei keineswegs durchgehend 4,20 Meter breit, Begegnungsverkehr nur schwer möglich, vielleicht wäre eine Einbahnregelung zu überlegen. Auch die Einfahrt von der anderen Seite sei nicht ganz einfach, denn dort stünden viele Autos der Anwohner und behinderten den Verkehr. Bürgermeister Anetsberger will das mit Parkraumüberwachung oder Geschwindigkeitskontrollen eindämmen. „Man muss die Regelungen durchsetzen, soll eine Verbesserung erzielt werden“, stellte er klar. Es wurde angeregt, gegen den Lärm einen Wall zur Wohnbebauung hin aufzuschütten, was Stadtbaumeister Thomas Seitz notierte. Durch mehr Bäume könne die Beschattung besser sein, auch wenn ein paar Stellplätze verloren gingen.

„Die Idylle bleibt nicht! Wir sind für die weitere Entwicklung verantwortlich. Parkplätze für Tagungsgäste werden gebraucht, Firmen fragen an, ob Stellplätze für die Angestellten vorhanden sind.“

Bürgermeister Alexander Anetsberger

Bedenken der Anlieger

Die Anwesenden erfuhren, dass die Fahrbahnen asphaltiert und die Stellplätze geschottert werden. Manche Anlieger befürchten Partys und Müll. Auch wegen der Abfahrt durch den Mittelmühlenweg wurden Bedenken geäußert. Man befürchtet bei der Kevenhüller Straße Rückstaus bis zur B299. „Den möglichen Schleichweg durch die Gartenstraße müssen wir unterbinden“, stellte Anetsberger klar. Ein anderes Problem sah ein Zuhörer nach der Wohnbebauung bei der spitzen Einfahrt links zum Parkplatz. Dürfe bei der Ausfahrt nur der Mittelmühlweg benutzt werden? Dann steige die Staugefahr am Ende der Kevenhüller Straße noch mehr. Ein Zuhörer hob den schlechten Zustand des Weges hervor und Anetsberger gab ihm recht. Die Straße sei dafür nicht gebaut worden. Man müsse die Entwicklung abwarten und auf Missstände entsprechend reagieren.

Stellflächen bei Bühlerhalle

Emotional wurde die Diskussion durch Aussagen wie, dort sei die „Sonnenstraße“ oder „die Schokoladenseite“ von Beilngries, wofür es viel Beifall gab. Die Dame sah die Notwendigkeit des Großparkplatzes nicht, die Geschäfte in der Innenstadt würden immer weniger, bei der Bühlerhalle seien viele Dauerparkplätze und die zehn Minuten Fußweg können man auf sich nehmen.

Bürgermeister Anetsberger sah das anders: „Die Idylle bleibt nicht! Wir sind für die weitere Entwicklung verantwortlich. Parkplätze für Tagungsgäste werden gebraucht, Firmen fragen an, ob Stellplätze für die Angestellten vorhanden sind.“ Er sagte zu, dass Vorschläge aus der Versammlung noch in die Planung einfließen können.

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