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Blaulichttag wirbt für Jubiläum

Am verkaufsoffenen Sonntag stellte sich die Feuerwehr Beilngries mit vielen Aktionen vor. Sie feiert 150-jähriges Bestehen.
Von Johann Grad

Eine verunglückte Person muss bei einer Übung gerettet werden. Dazu wird das Autodach an den Holmen abgeschnitten und entfernt. Fotos: Johann Grad
Eine verunglückte Person muss bei einer Übung gerettet werden. Dazu wird das Autodach an den Holmen abgeschnitten und entfernt. Fotos: Johann Grad

Beilngries.Viele Leute hielten sich am verkaufsoffenen Familiensonntag in der Stadt auf. Aber wahrscheinlich viele nicht wegen der Geschäfte, sondern weil die Feuerwehr Beilngries einen Blaulicht-Tag veranstaltete. Die Wehr feiert heuer ihr 150-jähriges Bestehen und machte mit vielen Aktionen und ihrer Ausrüstung auf sich aufmerksam. Zu Recht, denn sie ist eine der wichtigsten Institutionen der Stadt und alle Mitarbeiter sind ehrenamtliche Kräfte.

Auch andere „helfende Hände“ und deren Gerätschaften zeigten ihre Einsatzfähigkeit, wenn sie gebraucht werden. Im riesengroßen Löschfahrzeug der Bundeswehr drängten sich förmlich die Neugierigen, es gab dort reichlich Technik zu sehen. Stationiert ist der Koloss auf dem Flughafen im Manching. Wahrscheinlich noch nie im Einsatz waren die Gerätschaften für eine Ölsperre, die für den Landkreis Eichstätt in Kipfenberg stationiert sind, wie junge Einsatzkräfte berichteten. Ein armdickes, fransiges Seil, das auf dem Wasser schwimmt, saugt sich mit Öl voll, wird in einer Maschine „ausgewrungen“ und kommt wieder zum Einsatz.

Viele Leute waren in der Stadt. Fotos: Johann Grad
Viele Leute waren in der Stadt. Fotos: Johann Grad

Plötzlich ein lautes „Tatütata“, ein Feuerwehrauto mit Blaulicht fährt heran. Es ist alarmiert worden wegen eines „Verkehrsunfalls“. Ein Auto ist in ein anderes auf der Fahrerseite „gekracht“, dessen Fahrerin ist eingeklemmt. Der Unfallverursacherin ist nichts passiert und mit vereinten Kräften wird ihr Auto weggeschoben.

Feuerwehr setzt Drohnen ein

Inzwischen hat der Hilfetrupp der Feuerwehr Schneide- und Spreizwerkzeug und andere Instrumente bereitgelegt. Auch der Rettungswagen mit den Sanitätern und Notarzt ist eingetroffen, die „Verletzte“ wird versorgt und gegen Splitter und Scherben geschützt. Denn werden die Fenster des Autos eingeschlagen und die Frontscheibe herausgeschnitten. Das Schneidegerät wird angesetzt und durchtrennt alle Dachholme. Die Drohne der Feuerwehr schaut von oben zu, wie auch der Mann auf der langen Drehleiter. Der Einsatzkräfte heben das Dach ab, bringen eine Bahre, schieben sie vorsichtig unter die „Verletzte“, holen sie so aus dem Auto und transportieren sei in den Rettungswagen.

Da entsteht große Unruhe bei einigen Zuschauern, die Sanitäter werden zu einem echten Einsatz gerufen, weil ein Junge einen Schwächeanfall erlitten hatte. Schnelle Hilfeleistung, dann ist der Bub wieder wohlauf! Infos über die Tätigkeiten bei der Feuerwehr gibt es auf einer Fotowand und die zukünftigen Feuerwehrler dürfen schon mal ein „brennendes Haus“ per Pumpspritze löschen. Was bei Einsätzen alles an Geräten gebraucht wird, ist beim „Gerätewagen“ zu sehen.

Weitere Aktionen

  • Fettbrand:

    Die Feuerwehr zeigte, dass man brennendes Fett nicht mit Wasser löschen darf, sondern ihm durch Zudecken den Sauerstoff entziehen muss.
    Die Feuerwehr lässt eine Drohne steigen. Auf einem Bildschirm ist so das Geschehen von oben zu sehen.

  • Stempelaktion:

    Zum Gewinner kommt beim Kindergeburtstag die Feuerwehr mit der weit ausfahrbaren Drehleiter.

Mehr Interesse findet das Tanklöschfahrzeug der Beilngrieser Feuerwehr. 240 PS schleppen neben acht Mann und Ausrüstung 2400 Liter Wasser zum Einsatzort. Dort kann dann sofort gelöscht werden, allerdings ist der Wassertank nach zwei Minuten leer. Dann sind jedoch andere Wasserquellen zum Löschen angezapft.

13 Mann im Feuerwehrboot

Manche Leute klettern auf das Mehrzweckboot der Feuerwehr, der mit 13 Mann besetzt ist und mit 205 PS Motorleistung eine Geschwindigkeit von fast 65 km/h erreicht. Bei der Suche im Freien nach vermissten Personen kann eine Hundestaffel angefordert werden. Das Technische Hilfswerk aus Eichstätt stellte seine Gerätschaft vor wie den Räumer, der für die Feuerwehr den Weg zum Löschen frei macht.

Zwischendurch konnten sich Kinder in einer Hüpfburg austoben oder Kinder-Bungee-Jumping ihren Mut zeigen. Natürlich konnte man aufkommenden Hunger und Durst stillen und an der Eisdiele leckeres Eis ordern. Dermaßen gestärkt stand einem Einkauf nichts mehr im Weg. Bis aus Hagenhill war eine Feuerwehr angerückt und zeigte ihr großes Fahrzeug. Große, stark motorisierte Autos konnte man am Kirchplatz bewundern.

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