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Jubiläum

Der FSV feiert das 70-Jährige

Der Sportverein in Kottingwörth blickt auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurück. Gefeiert wird im Treffer-Stadel.
Von Konrad Leidl

  • Szene aus den 50er Jahren mit dem noch einzig lebenden Gründungsmitglied Franz Wittl als Torwart Foto: Konrad Leidl
  • Die Gründungsmannschaft von 1949 Foto: Konrad Leidl

Beilngries.Der FSV Kottingwörth feiert am heutigen Samstag sein 70-jähriges Gründungsjubiläum. Der Vorsitzende Erwin Eibner, der seit 2010 an der Spitze des Traditionsvereins steht, hat zusammen mit der Vereinsführung und Vorstandschaft beschlossen, das Jubiläum in einem bescheidenen Rahmen zu feiern.

Zu zwei freundschaftlichen Jubiläumsspielen am Samstagnachmittag hat die Vereinsführung den Nachbarverein SV Töging eingeladen. Die AH-Mannschaften stehen sich ab 15 Uhr auf dem Sportplatz gegenüber. Um 16.30 Uhr beginnt dann das Freundschaftsspiel der SG Kottingwörth/Paulushofen gegen die 1. Mannschaft des SV Töging. Zu den Spielen am Sportplatz bietet der FSV neben den üblichen Getränken auch Kaffee und Kuchen an. In den Pausen tritt die Mädchengruppe „Outsider“ auf und zeigt ihre Tanzkünste.

Eine Niederschrift vom 28. Januar 1951 besagt, dass der Dorfverein am 29. Juni 1949 aus der Taufe gehoben worden ist. So wäre der offizielle Geburtstag der 29. Juni gewesen. Darin werden 26 aktive und passive Gründungsmitglieder genannt, von denen nur noch Franz Wittl lebt. Heute zählt der FSV 240 Mitglieder.

Pachtvertrag für das Spielfeld

Vitus Legl stand als Vorsitzender an der Spitze des FSV, bevor er 1951/1952 von Alois Legl abgelöst wurde. Von 1952 bis 1974 drückte dann Hauptlehrer Andreas Ach dem Verein als Vorsitzender seinen Stempel auf. Vereinslokal war von Beginn an das Gasthaus Forster. Mit der Gemeinde wurde 1949 ein Pachtvertrag geschlossen, der den heute sogenannten „alten Fußballplatz“ bis 1977 zum Spielfeld und Trainingsplatz werden ließ.

Vor zehn Jahren, beim 60-jährigen Jubiläum, war der FSV auf dem Papier sportlich stärker als je zuvor. Unter Spieletrainer Giuseppe Mele hatten die Fußballer in den letzten beiden Spielrunden den Doppelaufstieg von der A-Klasse in die Kreisklasse und sofort in die Kreisliga geschafft. Heuer musste Vorsitzender Erwin Eibner bei der Saisonabschlussfeier resümieren, dass man nicht mehr in der Lage sei, alleine eine Mannschaft zu stellen. Bereits vor zehn Jahren betonte Vorsitzender Johann Rieger in seiner Festansprache, dass die sportlichen Erfolge ohne auswärtige Spieler niemals zu schaffen gewesen wären.

Schließlich blieb der Vereinsführung unter Erwin Eibner nur die Wahl, zunächst ab dem Jahr 2014 auf eine Reservemannschaft zu verzichten und sportlich mit einem Nachbarverein zusammenzuarbeiten. Ab 2015 wurde zunächst mit den überzähligen Spielern des TSV Dietfurt eine Sonderspielgemeinschaft installiert, bis diese von Dietfurter Seite aufgekündigt wurde. Da das Phänomen Spielermangel nicht nur den FSV betraf, fand sich ein anderer Partner und zwar seit der Saison 2017/2018 der Nachbarverein FC Paulushofen. Berg und Tal hatten zusammengefunden. Am letzten Spieltag konnte kürzlich der Verbleib in der A-Klasse Regensburg gesichert werden. Ein schöner Erfolg.

Schwierige Nachwuchsarbeit

Diese Entwicklung war seit Jahren abzusehen. So war man schon 1985 gezwungen, sich im Jugendbereich mit dem SV Töging zusammenzuschließen. Schließlich haben die beiden Vereine 2009 mit dem TSV Dietfurt die Jugendfördergemeinschaft „JFG Region Dietfurt“ gegründet. Ob vermeidbar oder nicht, festzustellen bleibt auch, dass sich der FSV seit Jahrzehnten schwertut, Mitglieder zu finden, die sich aktiv in der Nachwuchsarbeit engagieren. Die große Ausnahme bildet hier Günter Eibner, der seit 1984 das Amt des Jugendleiters engagiert bekleidet – und auch noch seit Jahrzehnten bis als Schiedsrichter tätig ist.

Obwohl nicht immer eitel Sonnenschein geherrscht hat, darf der FSV stolz sein auf seine Geschichte und das Jubiläum ausgelassen feiern.

Kurz & knapp

Termin: Der Heimat- und Ehrenabend mit Barbetrieb findet am heutigen Samstag im Treffer-Stadel statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Musik: Für die Stimmung sorgen werden die dafür bestens gerüsteten Rascher Buam.

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