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Geschichte

Die Feuerwehr Beilngries feiert Jubiläum

Vor 150 Jahren gründete sich die Freiwillige Feuerwehr Beilngries. Diese Nachricht drang damals bis nach Augsburg durch.
Von Johann Grad

Die verschiedenen Gruppen der Freiweilligen Feuerwehr Beilngries präsentieren sich zum 150-jährigen Bestehen der Wehr. Foto: Feuerwehr Beilngries
Die verschiedenen Gruppen der Freiweilligen Feuerwehr Beilngries präsentieren sich zum 150-jährigen Bestehen der Wehr. Foto: Feuerwehr Beilngries

Beilngries.Vor 150 Jahren gründete sich die Freiwillige Feuerwehr Beilngries. Anscheinend war das bis nach Augsburg durchgedrungen, denn die dortige Postzeitung meldete am Samstag, 17. Juli 1869: In Beilngries hat sich eine Feuerwehr mit bereits 100 Mitgliedern gebildet. Es gab aber schon viel Jahre vorher Aktivitäten einer Feuerwehr und der Stadt. 1823 richtete sie die frühere Remise beim Frauenkloster als Haus für die Feuerwehr-Requisiten. Darunter befanden sich auch zwei Spritzen oder Löschmaschinen.

Eine Leiter mit elf Metern

Ab 1870 gründeten sich noch mehr Feuerwehren. Die Fränkische Zeitung berichtete von einem großen Fest mit 14 Feuerwehrvereinen am 22. Juni 1873. „Die auswärtigen Vereine wurden vor dem Stadttor von den Beilngrieser Wehr begrüßt und mit Musik in die Stadt zum Gasthaus zur Mauth geleitet. Dort hielt die Beilngrieser Feuerwehr eine Probeübung ab. Danach gab es gesellige Unterhaltung im Freien mit Vorträgen, abwechselnd mit klingendem Spiel und Männergesang.“ 1879 wurde die Feuerwehr mit einer Schiebleiter ausgerüstet, mit der die Höhe von elf Metern erreicht wurde. 1922 feierte die Wehr das 50-jährige Bestehen. Wegen der hohen Ausgaben richtete der Festausschuss an den „sehr verehrlichen Stadtrat die Bitte um eine Unterstützung und um den Erlass der Lustbarkeits-Steuer“. Die Stadt zeigte sich spendabel mit 2 700 Mark.

Ein neuer Feuerwehrstützpunkt

Nach der Auflösung das alten und kleinen Feuerwehrhauses errichtete die Stadt neben dem Deutschen Hof entlang der Ingolstädter Straße einen neuen Feuerwehrstützpunkt. Ein Plan von August 1950 befasst sich mit dem Einbau eines neuen Tores in das alte Feuerwehrhaus. 1961 hinterlegte die Stadt bei der Firma Prinstner für den Brandschutz sieben Längen Hochdruck-Feuerwehrschläuche. Der Betrieb war einfach zu weit vom Stadtkern entfernt.

Festzug beim Feuerwehrfest 1931 Foto: Feuerwehr Beilngries
Festzug beim Feuerwehrfest 1931 Foto: Feuerwehr Beilngries

Ende Januar 1962 brachte eine Begehung der Altstadt mit dem Verantwortlichen der Stadt, dem Kommandanten und dem Wasserwart folgendes Ergebnis: Bedingt durch die alten Fachwerkbauten, Feuerbrücken, Scheunen und zu geringen Brandschneisen ergeben sich ungenügende Voraussetzungen für einen Löscherfolg. Eine Verbesserung wird nur erreicht, wenn statt zwei jetzt vier Löschgruppen aufgestellt werden.

Die Stadt war immer auf gute Ausrüstung der Feuerwehr bedacht und nach dem Bau des Feuerwehrzentrums beim Wiesenweg an der Ingolstädter Straße konnte sich die Wehr richtig entfalten. Neben dem Löschen von Bränden wird sie oft zu Verkehrsunfällen gerufen wird oder muss technische Hilfe leisten. Dafür stehen verschiedene Fahrzeuge mit moderner Ausrüstung zur Verfügung, mit denen die Trupps ausrücken. Der Mannschafts-Transportwagen ist mit acht Mann besetzt. Das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug rückt mit neun Mann aus und hat neben dem technischen Gerät auch 1600 Liter Wasser dabei. Ein Tanklöschfahrzeug kommt mit acht Männern zum Brandherd, hat 2400 Liter Wasser dabei und kann sofort mit der Brandbekämpfung beginnen.

Gottesdienst und Festakt

Dreißig Meter hoch kann die Drehleiter steigen, im Korb können drei Leute von oben mit Wasser löschen. Zum Einsatz auf Wasser steht ein Boot bereit mit 13 Feuerwehrlern. Kommandant Wolfgang Petschl und Stellvertreter Thomas Netter sorgen für reibungslosen Einsatz an den Brandherden. Sie beraten auch in Sachen Brandschutz.

Der Feuerwehrverein mit Vorsitzendem Martin Tomenendal unterstützt die Aktiven zum Beispiel mit der Anschaffung einer Wärmbildkamera. Nach dem Blaulichttag folgt am Samstag eine weiterer Höhepunkt 2019. Am Abend findet in der Stadtpfarrkirche ein Gottesdienst statt, danach gibt es in der Bühlerhalle einen Festakt.

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