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Kulinarischer Frühling

Gastronomie im Sinne der Vorfahren

Die 15. Generation betreibt den „Millipp“.
Von Hans Gleisenberg

Stephanie Walthierer-Zeller mit ihrem Gatte in der Hauskapelle
              Foto: Gleisenberg
Stephanie Walthierer-Zeller mit ihrem Gatte in der Hauskapelle Foto: Gleisenberg

Beilngries.Wenn der Miller Phillip, der damals im Stadtgraben 19 wohnte, wüsste, was aus seinem Anwesen geworden ist, wäre er mit Sicherheit stolz. Leicht abgewandelt heißt nämlich der Gasthof, den seine Nachfolger 1458 gründeten, „der Millipp.

Schon seit 14 Generationen ist er in Besitz der Familie Walthierer und in der 15. Generation haben hier nun Tochter Stephanie und Schwiegersohn Ulrich Celler das Romantik Hotel mit Gasthof und Metzgerei übernommen und führen es im Sinne ihrer Vorfahren weiter. Und ihr Ziel ist es, genau den Weg zu gehen, den das Motto der Genusswochen dieses Jahr begleitet: Historie und Moderne Hand in Hand.

Dies setzen sie zum einen um mit den Zimmern, die von vielen Gästen als großzügig und bestens ausgestattet gelobt werden. Es gibt Tagungsräume und einen Wellnessbereich mit einem Angebot von 280 Plätzen. „Eigentlich sind es ja 282 Plätze, zwei sind aber seit 2016, für Maria mit dem Jesuskind, in der Hauskapelle, auf der westlichen Hausseite, reserviert“, so die Hausherren. In der Küche „regiert“ Küchenchef Christian Adam, der nicht nur zum kulinarischen Frühlingserwachen den Anspruch hat, erlesene Speisen in enger Abstimmung mit der Chefin, die ebenfalls den Beruf des Kochs erlernt hat, zu servieren. Dabei kommt das Fleisch aus der eigenen Hausmetzgerei. Hier wird die Bodenständigkeit im Hause Millipp deutlich, denn Ulrich Celler ist als Metzgermeister tätig.

Eigentlich ist er ja Quereinsteiger und war vorher bei der Luftwaffe tätig, aber der Liebe wegen schulte er um und hat mittlerweile den Meisterbrief in der Tasche und ist auch Gastronom mit Leib und Seele.

Ein Besuch in der Metzgerei zeigt, dass auch die Chefin genauso denkt: „Ich schmeiße den Laden alleine und verkaufe die Wurst und Fleischspezialitäten mir mein Mann täglich liefert.“ Und so wird die obligatorische „Scheibe Gelbwurst“ für den Nachwuchs von der Chefin selbst überreicht.

Hieran haben nicht zuletzt auch Christa und Franz Walthierer ihren Anteil, die mit Augenmaß das Lokal über drei Jahrzehnte führten und der Tochter das Rüstzeug mitgaben. Apropos Nachwuchs: Die Söhne Vincent und Severin sorgen für Leben im Gasthof – vielleicht bringt sich ja die 16. Generation hier schon in Stellung. Vergangenheit und Zukunft sind vereint, gepaart mit Gastlichkeit. Das Tagblatt verlost einen Gutschein im Wert von 25 Euro. Rufen Sie dazu heute unter der (0 13 79) 88 58 14 (0,50€/Festnetzanruf; Mobilfunk ggf. abweichend) an.

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