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Energiewende

Genossen setzen auf Projekte der Bürger

Die Altmühl-Jura-Energiegenossenschaft tagt in Paulushofen. Der erzielte Gewinn wird noch nicht ausgeschüttet.
Konrad Leidl

Die Genossenschaft ist bestrebt, die Energieerzeugung noch mehr in die Hände der Bürger zu legen. Symbolfoto: E.ON/E.ON Energie Deutschland GmbH/obs/dpa
Die Genossenschaft ist bestrebt, die Energieerzeugung noch mehr in die Hände der Bürger zu legen. Symbolfoto: E.ON/E.ON Energie Deutschland GmbH/obs/dpa

Beilngries.Obwohl sich Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2018 mehr Projekte vorgestellt hatten, schloss die Altmühl-Jura-Energiegenossenschaft mit einem Gewinn ab. Aufsichtsratvorsitzender Thomas Schmidtner konnte auf der diesjährigen Generalversammlung, neben den erschienenen Mitgliedern, den Beilngrieser Bürgermeister Alexander Anetsberger und stellvertretenden Bürgermeister Josef Pfaller aus Kinding begrüßen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende gab zunächst einen Überblick über die Entwicklung der Genossenschaft. Derzeit gibt es 222 Mitglieder mit 948 Geschäftsanteilen und einem Einlagevermögen von 237 000 Euro.

Schmidtner sprach auch die enge Verbundenheit mit den Gemeinden an und meinte, dass noch nicht alle Gemeinden im Regionalverbund von Altmühl-Jura auch Mitglied in der Genossenschaft sind. „Der notwendige Wille zur Energiewende, hin zu einer regionalen Energieversorgung, bedarf der geschlossenen Mitarbeit aller.“

Auch aus der Versammlung kam die Anregung, weiterhin auf kleinere überschaubare Anlagen, wie Photovoltaik auf kommunalen Dächern mit entsprechender Stromeigennutzung, zu setzen. Dazu werde man die Gemeinden nochmals ansprechen.

Elan der Anfangsjahre verflogen

Vorstand Mike Herbig sprach von einem steinigen Weg, die Energiewende in der Praxis umzusetzen. Der große Elan der Anfangsjahre ist bei vielen Bürgern zwar verflogen, dennoch braucht eine nachhaltige Entwicklung verantwortliche Bürger. Dieser Verantwortung gerecht zu werden, haben sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat stets versucht. Die Genossenschaft ist bestrebt, die Energieerzeugung noch mehr in die Hände der Bürger zu legen. „Bürger-Genossenschaften sind der beste Weg dazu.“

Thomas Merklt stellte die wirtschaftlichen Ergebnisse des Jahres 2018 vor. Die umgesetzten Projekte stellten sich alle als durchaus sehr positiv dar. Die Ertragslage der Photovoltaikanlagen auf dem Wasserwerk in Beilngries und dem Bauhof in Dietfurt waren im Berichtsjahr sehr gut. Es wurden seit der Laufzeit bereits 370 000 kWh Ökostrom erzeugt.

Auch die Beteiligung an den Bürgerwindrädern in Denkendorf und Ernersdorf warf den erwarteten Gewinn ab. Hier ist die Genossenschaft mit jeweils 50 000 Euro beteiligt. Mit der Parkplatz- und Straßenbeleuchtung bei der Bühlerhalle und der Radwegeüberquerung bei Kinding habe man den Gemeinden einen Weg zur Eigennutzung aufgezeigt und einen innovativen Schritt zur Unterstützung der Energieeinsparung gemacht.

Erfreulicher Jahresabschluss

Albert Meier stellte als Mitglied des Aufsichtsrates den Jahresabschluss für 2018 vor. Er schloss mit einer Bilanzsumme von 298 000 Euro, Beteiligungen von 86 000 Euro und einem Jahresüberschuss von 5500 Euro sehr erfreulich ab. Meier stellte fest, dass noch etwa 110 000 Euro zur Investition zur Verfügung stehen.

Dem Vorschlag, den Gewinn in der Genossenschaft zu belassen und in diesem Jahr noch nicht auszuschütten, wurde einstimmig zugestimmt. Vorstand und Aufsichtsrat streben jedoch für das nächste Jahr die erstmalige Gewinnausschüttung an. In den vergangen sechs Jahren wurde ein Gewinn von 37 000 Euro erwirtschaftet. (uld)

Kurz & knapp

Gründung: Am 30. Januar .2013 fand die Gründungsveranstaltung der Altmühl-Jura-Energiegenossenschaft (AJE)statt.

Aufgaben: Der erklärte Sinn der AJE ist es, sich an regionalen Projekten zu beteiligen, die regenerative Energie erzeugen und somit an der Energiewende beteiligt sind.

Mitglieder: Derzeit verzeichnet die Genossenschaft 222 Mitglieder.

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