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Musik

Mundharmonika-Weltmeisterin spielte auf

Susan Sauter begeisterte beim Konzert auf Schloss Hirschberg.Auch die Beredas aus der Schweiz überzeugten beim Festival.
Von Johann Grad

Weltmeisterin Susan Sauter begeisterte bei ihrem Konzert auf Schloss Hirschberg. Foto: Grad
Weltmeisterin Susan Sauter begeisterte bei ihrem Konzert auf Schloss Hirschberg. Foto: Grad

Beilngries.Exzellente Musik gab es auf dem Mundharmonika-Festival zu hören, das mit einem starken Blues-Abend begann. Das klassische Konzert mit Susan Sauter auf Schloss Hirschberg im Rittersaal setzte einen grandiosen Schlusspunkt. Die Weltmeisterin aus Trossingen, die 2009 diesen Titel gewonnen hatte, spielte exzellent auf ihrer Mundharmonika Werke von Johann Sebastian Bach, Volkslieder aus Rumänien, Tangos und ungarische Tänze. Am Flügel begleitete sie souverän Cedric Biamont.

Ein flottes Czardas Intermezzo eröffnete das Konzert, dem sich eine Siciliano von Bach anschloss. Gefühlvolle Töne charakterisierten das Stück in Moll, das schön verklang. Virtuoses Können zeigte sich bei den Rumänischen Tänzen von Bela Bartók. Rasante Läufe, glasklare Töne, dann mehr traurige und melancholische Passagen, dann wieder fast wütend und exzessiv, sehr rhythmisch, ein überraschend abrupter Schluss, all das riss die Zuhörenden mit.

Viel Beifall und stehende Ovationen

Pianist und Mundharmonika-Spielern bildeten ein perfektes Team, kurze Blickkontakte genügten für eine rasche Verständigung. „Kaum zu glauben, was man aus dem kleinen Instrument herausholen kann“, schwärmte eine Zuhörerin und eine andere Besucherin meinte: „Sie spielt ganz souverän, mit gefällt sie sehr gut.“ Sauter berichtete von ihren Konzertreisen, sie war oft in den USA oder in Fernost. In Japan hörte sie ein Volkslied, sie fand es sehr schön und nahm es in das Programm auf. Und tatsächlich, man hörte eine eingängige und gefällige Melodie mit vielen romantischen Passagen. Nach mehreren gelungenen Tangos spielte Cedric Biamont als Solist flüssig und gekonnt ein Präludium von Bach. Alles Können verlangte eine starke Toccata und Sauter spielte sie weltmeisterlich. Dafür gab es sehr viel Beifall und nach einer spritzigen und fröhlichen Polka auch stehende Ovationen.

Weitere Ensembles

  • Die „Saitlichen“:

    Die Gruppe aus München spielt auf Mundharmonikas, Gitarre und Kontrabass. Zum Repertoire gehören Polkas aus aller Welt und Schlager wie „A wonderful world“.

  • Gsucht und gfunden:

    Die Formation aus Wörth Isar spielt mit Mundharmonika, Gitarre und Bongos oder Cajon. Filmmelodien wie „Old Shatterhand“, Wiener Lieder oder böhmische Musik werden gespielt.

Schweizer Gentelmen brachten bekannte Melodien mit

Am Abend zuvor hatten die Beredas im Haus des Gastes ein Konzert gegeben. Die vier Gentlemen aus der Schweiz spielten als Quartett mit zwei chromatischen Instrumenten, einer langen Mundharmonika, auf der die Begleitakkorde lagen und einem Bass, der das Fundament bildete. Flott und leicht strömten edle Töne aus den Instrumenten und unwillkürlich wippten viele mit den Füßen und bewegten Oberkörper und Kopf. Beim „River Kwai Marsch“ durfte man mitklatschen und nach dem Schlussakkord gab es Bravo-Rufe. „Das sind wunderbare Profis, spielen fantastisch und alles auswendig“, staunte eine Besucherin. Eine andere bewunderte das sehr gute Zusammenspiel und besonders der Bass gefiel ihr. In der Pause tauschten die Herrn ihrer weißen Hemden gegen schwarze, setzten Schiebermützen auf und spielten ein tolles Medley mit bekannten Melodien. Das Publikum bedankte sich mit viel Klatschen und Bravo-Rufen.

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