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Stimmung

Starke Sprüche und humorvolle Lieder

Das Starkbierfest des Männergesangvereins Beilngries war ein voller Erfolg. Die Sänger wussten über die Begebenheiten sehr gut Bescheid.
von Markus Grillenbeck

Die „Sternenwirte“ boten ein lustiges Finale. Foto: Grillenbeck
Die „Sternenwirte“ boten ein lustiges Finale. Foto: Grillenbeck

Beilngries.Die Bühlerhalle bot nur noch wenige freie Plätze, als Vorsitzender Peter Röll die zahlreichen Politiker und sonstigen Gäste begrüßte. Wie immer sorgten er und sein Team für einen unterhaltsamen Abend, bei dem nicht nur die kommunalen Politiker ihr Fett wegbekamen.

Fast wäre der Spatenkampf des Vizebürgermeisters Anton Grad bei den vielen anderen wichtigen Themen untergegangen, nur nicht an diesem Abend. So wurde ihm ein Spaten überreicht, damit er sich bei einer der nächsten Eröffnungszeremonien nicht wieder einem Spatenkampf ausgeliefert sieht. Sein Weg zur Verdienstmedaille wurde in einer besonderen Hommage vom „scharfen Mann aus Oberndorf“ in einer Little-Drummer-Boy-Version durch den Gesamtchor vertont. Dies war aber nur eines der musikalischen Themen, dem sich der Gesamtchor des MGV 1861 Beilngries gesanglich widmete. Neben einer neuen Bierhymne sang man aus aktuellem Anlass ein „Loblied den Bienen“. Zudem offenbarte der in der „Geisterreiter-Version“ vorgetragene Beichtstuhlbrand von 2013 im Nachhinein so manches Geheimnis.

Mit Ausblick auf die Wahlen besang man das „schwere Amt des Bürgermeisters“ und bewarb in einer RAP-Version den „Stadtrat als geilen Job“, auch wenn die Utzmühlstraße zum sozialen Brennpunkt werde, mit dem Charme eines Kasernenviertels. In der Parkplatzserenade sei sie Ursprung für das Zubauen von Beilngries und die größer werdende Parkplatznot, bei der man auch noch gerne Frauenparkplätze möchte. Ein pinkes Schild wie die in Eichstätt hatten die Sänger gleich mitgebracht.

Dies alles erkannte auch der „Beilngrieser Beobachter“ (Chorleiter Alois Vieracker), der vom neuen Kindergarten ausgehend, dem „Alcatraz von Beilngries“, sogar Freitagsdemonstrationen erwartet: Kindergartenkinder auf der Straße wegen hohem Verkehrsaufkommen vorm Riesenbau. Und obwohl die Beilngrieser so sportlich sind und nach dem Beinamen „Triathlonstadt“ schielen, fahren die Mütter am liebsten gleich ins Gebäude hinein. Die wenigen Parkmöglichkeiten seien halt zu weit weg und dann auch noch besetzt, weil ja der neue Stadtname „Fässerstadt“ schon erfolgreich beworben wird. Fässer – soweit das Auge reicht.

Dies unterstreichen die lustigen Reime von Volker Hampl, der seit Jahren fester Bestandteil des Abendprogramms ist. So gilt es nach den Versen von Else Isenberg als erwiesen, dass „der Hund als Partner fürs Leben“ einfacher ist als eine Frau. Die Kindinger Dorfmusikanten rundeten den gelungenen Abend mit süffigem Josefibock aus Lengenfeld ab.

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