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Trotz Bedenken Parkplatz in Beilngries

Obwohl es offenbar grundsätzliche Bedenken gibt, wird der Parkplatz Mittelmühle gebaut. Die Mittelschule wird erweitert.
von Johann Grad

Auf einem Teilstück des Mittelmühl Ackers entsteht ein großer Parkplatz, davon wird zunächst nur die Hälfte der geplanten Stellplätze realisiert. Foto: Grad
Auf einem Teilstück des Mittelmühl Ackers entsteht ein großer Parkplatz, davon wird zunächst nur die Hälfte der geplanten Stellplätze realisiert. Foto: Grad

Beilngries.Für manche Stadträte ist der Acker am Mittelmühlweg das „Filetstück“ für eine Wohnbebauung, aber keinesfalls für einen Großparkplatz, auch wenn der nur ein kleineres Teilstück einnimmt. Bei vier Gegenstimmen votierte der Stadtrat für die Planung. Die bei der Anliegerversammlung vorgebrachten Einwendungen konnten bei der abschließenden Planung teilweise berücksichtigt werden.

Es entstehen jetzt 142 von 270 Stellplätzen, drei sind behindertengerecht, zwei Ladestationen für E-Autos, zwölf abschließbare Fahrradgaragen, vier auch mit Lademöglichkeit, der Platz ist beleuchtet. Fahrbahnen werden asphaltiert, die anderen Bereiche geschottert. Die Eingrünung schirmt den Platz optisch ab, zur Wohnbebauung hin werden höhere Pflanzen verwendet. Ein Wall bringt Nachteile für die Nutzbarkeit. Die Zufahrt über den Mittelmühlweg wird für 160 000 Euro auf eine Breite von 4,20 bis 4,50 Metern ausgebaut. Bei der bestehenden Wohnbebauung sollen Regelungen für Verkehrssicherheit sorgen.

Auf Frage von Manfred Thoma (BL-PB/FW) gab Bürgermeister Alexander Anetsberger bekannt, dass der für 25 Jahre gepachtete Platz vom Besitzer nach zehn Jahren gekündigt werden kann. Man wird die Verkehrsentwicklung bei Zu- und Abfahrt beobachten, die Geschwindigkeit kontrollieren und bei Problemen rasch reagieren.

Die Irrungen und Wirrungen bei der Sanierung der Mittelschule sind beseitigt, die beiden letzten Bauabschnitte werden ab August anlaufen. Bei Gesprächen mit Rektor Ewald Schiebel wurde deutlich, dass auch eine Erweiterung nötig ist. Die Verwaltung ist beengt, das Lehrerzimmer zu klein und Fachräume werden als Klassenzimmer benutzt.

Schulanbau wird erstellt

Es ist geplant, in Richtung Hallenbad einen Anbau mit ca. 100 Quadratmetern zu erstellen. Im Untergeschoss gibt es dann ein Lehrerzimmer, in dem auch alle Lehrkräfte einen Platz finden, im Obergeschoss entsteht ein neues Klassenzimmer mit Nebenraum. Auch die Pausenhöfe sind zu sanieren und in die Aula ist mehr Tageslicht zu bringen. Für den Zeitraum der Bauarbeiten müssen zwei Klassen und die Schulverwaltung in einer Containeranlage untergebracht werden, eine Klasse über der Mensa und eine eventuell in der Realschule. Es erhob sich die Frage, ob angesichts steigender Kinderzahlen die Räumlichkeiten der Mittelschule ausreichen. Bürgermeiste Anetsberger nannte den Puffer über der Mensa und Räume der Realschule. Das Gesamtpaket beläuft sich auf 5,5 Millionen Euro, auf den Haushalt kommen zwei Millionen Euro Belastung zu, da die Förderung nicht allzu üppig ist. Einstimmig genehmigte der Stadtrat die Pläne.

Die Sanierung der Gassen wird mit der Schneider-Peterle-Gasse, vulgo „Gamsgassl“, fortgesetzt. Bei der Wasserleitung werden Schieber und Hydranten ausgetauscht. Das kostet 22 000 Euro und wurde einstimmig beschlossen. Die Abwasserleitungen bleiben bestehen. Da der alte Schmutzwasserkanal unten ist, der fürs Oberflächenwasser oben, ist ein Austausch nur äußerst schwer möglich. Er zeigt auch keinerlei Schäden, wie das Befahren mit einer Kamera ergeben hat. Die Mittelrinne muss aus technischen Gründen bleiben, der Platz beim Stadtturm wird wie die Gasse mit gesägtem Granitpflaster belegt, wie 2017 vom Stadtrat beschlossen. Die Erneuerung der vier Abwasserschächte kostet an die 127 000 Euro.

Nahwärmenetz ist gestorben

Zwei Stadträte wollten den Austausch der Schmutzwasserrohre. 2020 wird die Buchbindergasse saniert, das Jahr darauf die Brunnenbäckergasse und 2022 der Innere Graben ab Hauptstraße bis zur Poststraße.

Beim Ausbau der Bräuhausstraße müssen keine Leerrohre für einen Glasfaserausbau verlegt werden. Auch Rohre für ein Nahwärmenetz als Rückgrat für Hausanschlüsse werden nicht eingebaut und damit stirbt auch das Nahwärmeprojekt. „Die Wirtschaftlichkeit wird sich in der nächsten Zeit nicht einstellen“, erklärte Johannes Regnath (CSU).

Kurz & knapp

  • Kommandanten: Einstimmig bestätigte der Stadtrat mit Thomas Braun und Stellvertreter Markus Götz die neu gewählten Kommandanten der FF Wolfsbuch.
  • Betonmischanlage: Dem Antrag der Sengenthaler Firma Max Bögl auf unbefristete Nutzungsdauer einer neuen Betonmischanlage bei Wiesenhofen wurde nicht stattgegeben. Der Bebauungsplan Utzmühle wurde genehmigt.

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