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Fest

Berching zum Leuchten gebracht

Die mittelalterliche Stadt feiert die Berchinale. Eine ganz besondere Ausstellung stellt eine zusätzliche Attraktion dar.
Von Dagmar Fuhrmann

Roman Jörg Mayer stellte das Projekt „Relocating Arkadia“ in der Hubstraße vor.
Roman Jörg Mayer stellte das Projekt „Relocating Arkadia“ in der Hubstraße vor.Foto: Fuhrmann

Berching. Lichtkunst und Feuerzauber setzen Berching seit Jahren Ende Juli in Szene. Und auch der Künstlermarkt gehört seit einiger Zeit dazu. Heuer haben die Künstler aus der Hubstraße Gesellschaft bekommen. 20 junge Künstler aus Nürnberg und Regensburg präsentieren in der Hubstraße 20 und im Ziegelturm ihre Kunst. In der Hubstraße 8 wurde Freitagabend die Berchinale eröffnet. „Wir sind ganz happy, dass wir das in diesen Gebäuden machen dürfen“, sagte Roman Mayer. Er selber ist mit abstrahierender Pop-Art in der Hubstraße vertreten und Mitinitiator des Projekts. Seine Bilder und Skulpturen zeigen unter anderem Berchinger Motive, so wie er sie sieht. Die Künstler hätten sich zum Teil erst hier in Berching kennen gelernt. Es sei beschlossen worden, aus der Idee ein Projekt werden zu lassen, das alle zwei Jahre zur Berchinale wiederholt werden soll.

Die Verbindung von junger Kunst in Gebäuden, die scheinbar aus der Zeit gefallen sind, ist überaus faszinierend und setzt die Objekte ganz eigenartig in Szene. Da gibt es beispielsweise den Künstler, der mit alten Lamellen arbeitet. Am Anfang sei die Installation gewesen, er entwickele sich immer mehr zum Objekthaften. Sein derzeitiges spezielles Interesse gelte Objekten, in denen Tauben eine Rolle spielen. Tauben seien in der Wahrnehmung der Menschen sehr zwiespältig. Sie hätten zum einem die Rolle des Heilsbringer und zum anderen die des Dreckmachers. In einem anderen Werk kann jeder sein eigenes Arkadien finden, er muss es nur lange genug betrachten, darum gibt es Bänke in diesem Zimmer.

Bei der offiziellen Eröffnung der Berchinale in der Hubstraße sagte Bügermeister Ludwig Eisenreich, heuer könne die Berchinale zusätzlich mit einer Attraktion aufwarten, auf die er sehr stolz sei: das Kunstprojekt „Relocating Arcadia“ von Studenten der Nürnberger Kunstakademie. Zum Titel Relocating Arcadia ließen sich sicherlich ungeahnte Parallelen aufdecken. „Ich sehe uns jetzt zwar nicht mehr als raues und glückliches Hirtenvolk. Aber es gibt bei uns in Berching auch heute noch sehr eigenwillige Charaktere, wie sie sich sicherlich auch im abgeschiedenen Arkadien ausprägen konnten.“

Der Manager des Stadtentwicklungsverein, Christian Eisner, er wurde von Eisenreich mit den Worten „gut, dass wir dich haben“, begrüßt, stellte den Bezug der Berchinale zu den alten Gebäuden her. Der Stadtentwicklungsverein sehe seine Aufgabe darin, vorhandene und leerstehende Gebäude zu nutzen.

Gemeinsam mit der Berchinale organisiert der Vereine die Aktionswoche „Neues Leben in alten Mauern“. Ziel ist neue Nutzung und Zwischennutzung, wie es in der Hubstraße mit der Ausstellungseröffnung geschieht. Eisner nannte die nächsten Termine: Am Mittwoch gibt es eine Informationsveranstaltung und am Donnerstag eine Abend zum Kino.

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