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Bürger

Berchings „Herzstück“ soll wieder leben

Bei einem politischen Frühstück wurde die Zukunft des leerstehenden Hotel Post diskutiert. Ein Ankauf wird befürwortet.

  • Das Hotel Post steht seit mehr als zehn Jahren leer – so sieht es innen aus.
  • Auch die ehemalige Küche ist weg.

Berching. Die Zukunft des leerstehenden Hotels „Post“ in der Bahnhofsstraße stand im Mittelpunkt eines politischen Frühschoppens des CSU-Ortsverbandes und der Frauenunion. Über 60 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zur Hausbesichtigung. Architekt Michael Kühnlein führte durch das im Barockstil 1736 errichtete Gebäude. Dabei wurde der prägende Charakter des Hauses im Stadtensemble erkannt und das Hotel als „Herzstück von Berching“ bezeichnet.

In der anschließenden Diskussion im Cafe Mittelbach sprach sich eine deutliche Mehrheit für den Ankauf des Gebäudekomplexes durch die Stadt aus. Favoriten zur künftigen Nutzung sind der Umbau zu einem Jugend- und Familienhotel oder zu einer Seniorenresidenz.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Wohin gehst du, Hotel Post?“. Vor dem Hotel begrüßten Regina Bauer von der Frauenunion und Thomas Frölich, frisch gewählter Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes, die Interessenten. Sie erhielten im anschließenden politischen Frühschoppen die Gelegenheit, Vorschläge zur künftigen Nutzung des Hotels einzubringen. Eher belächelt wurden Gedanken zur Nutzung als Außenstelle eines Ministeriums oder als Ersatz für Wildbad Kreuth den künftigen Sitz der Hanns-Seidel-Stiftung.

Eher zu verwirklichen sind die Umwandlung zu einem Jugend- und Familienhotel (Jufa) oder die Verwendung als Seniorenresidenz oder Tagungshotel. Mehrere Teilnehmer plädierten für den künftigen Sitz der Kulturfabrik oder für eine Nutzung als Mehr-Generationen-Haus, ausgestattet mit einem Bistro und mehreren Geschäftsräumen. Empfohlen wurde auch, das Thema „Hotel Post“ in den Mittelpunkt einer Bürgerversammlung zu stellen.

Eine große Mehrheit sprach sich für den sofortigen Ankauf durch die Stadt aus. Bekanntlich ist der derzeitige Besitzer, ein Geschäftsmann aus Kuwait, bereit, den Komplex zum Einstandspreis von 700.000 Euro an die Stadt zu verkaufen. Für diese Lösung sprachen sich auch mehrere Stadträte der CSU und der Freien Wähler aus.

Nach Aussage der 2. Bürgermeisterin Gerlinde Delacroix ist die Meinung der Stadträte gespalten. In Fraktionssitzungen und Klausurtagung gebe es auch die Aussage, das Hotel nicht ohne Konzept zu erwerben.

Eine Machbarkeits-Studie zur Umwandlung in ein Jugend- und Familienhotel liegt vor und soll demnächst mit den Vertretern der Jufa diskutiert werden. Die Jufa beabsichtigt, im Naturpark Altmühltal drei neue Häuser zu errichten. Nach Aussage von Delacroix gibt es aber mehrere Gemeinden aus dem Naturpark, die Jufa-Hotels haben wollen.

Allgemeiner Tenor des politischen Frühschoppens war die Befürwortung des sofortiger Ankauf des Hotels „Post“. Nur dadurch könnten mehrere Varianten praxisnah diskutiert werden. In der Stadtverwaltung sollte einem Mitarbeiter die Verantwortung für künftige Verhandlungen übertragen werden. Nur so sei zu vermeiden, dass sich die Diskussion jahrelang im Kreis drehe.

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