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Theater

„Der Watzmann ruft“ in der Kulturfabrik

Die in Berching beheimatete Theatergruppe stellt ab dem 18. April das Kult-Rustical von Wolfgang Ambros auf die Bühne.
Von Barbara Blaser

Regisseurin Berni Haas-Sörgel (l.) mit der Schauspieler-Truppe, die das Kult-Stück ab 18. April auf die Berchinger Bühne bringt.
Regisseurin Berni Haas-Sörgel (l.) mit der Schauspieler-Truppe, die das Kult-Stück ab 18. April auf die Berchinger Bühne bringt.Foto: Blaser

Berching.In ein ganz neues Metier wagen sich die Schauspieler der Kulturfabrik, Am Sportplatz 2, unter der Regie von Bernie Haas-Sörgel. Das bekannte „Kult-Rustical“ von Wolfgang Ambros „Der Watzmann ruft“ begeistert seit vielen Jahrzehnten Musikfreunde. Wer Wolfgang Ambros kennt, weiß, dass alle seine Lieder in Dialekt sind. Das ist eine große Herausforderung für die Darsteller, denn sie tanzen und singen dazu. Thea Zech begleitet das Stück auf ihrer Quetsch’n.

Das Bühnenbild wird ähnlich dem Original mit dem Watzmann im Hintergrund und im Vordergrund eine Bauernstube sein. Eine nicht einfache Aufgabe, die sich die Theatergruppe mit diesem Musical zum Ziel gesetzt hat. „Wir versuchen auf der kleinen Bühne das „Große“ von Wolfgang Ambros umzusetzen: Es wird alles etwas schnuckeliger, so Beate Christ, die noch immer mit der bayerischen Umgangssprache ihre Probleme hat. „Aber mittlerweile verstehe ich den Text“, schmunzelt die Regieassistentin.

Auch Bernie Haas-Sörgel freut sich schon auf die Premiere, denn das Vorbild vom Original ist doch sehr bekannt. „Wir versuchen aber das Ganze eins zu eins umzusetzen und trotzdem hat jeder Darsteller seine individuelle Note. Manche Schauspieler haben sich ihre Rollen am Anfang wesentlich leichter vorgestellt, denn vom Text her ist es etwas weniger. Aber den Charakter der Personen zu erfassen war dann doch ganz schön heftig. Viele kennen dieses Stück und die Erwartungshaltung ist dann an uns ziemlich hoch, so Haas-Sörgel weiter.

Und doch sind die „Macher“ begeistert – sowohl vom Stück als auch vom Probenverlauf. Alle Fans vom Watzmann werden wiederfinden, was Wolfgang Ambros ausmacht. Das Stück ist eine Persiflage auf eine trullige Alm mit toller Musik. Das Team ist mit den Proben schon ziemlich weit und stellt bereits die letzte Szene. Dann kann schon mit der Feinarbeit begonnen werden freuen sich alle. Bestimmt wird das nicht schwierig, weil lauter erfahrene Darsteller wie Julian Sörgel, Franz König, Benny Frank, Guido Rind, Stephan Zander, Gitti Götz, Isabella Blamberger, Janina Christ, Lena Wölki und Thea Zech mitwirken.

Der Berg und seine Gespielin

Zum Inhalt: Der Berg und der Mensch – ein ewiger Kampf. Finster und bedrohlich, gepeitscht von heftigen Stürmen, ziehen schwarze Wolken über den Nachthimmel des Dorfes am Fuße des Watzmanns. Die Knechte des kleinen Bergbauernhofes wissen sofort, dass es sich nicht um ein normales Gewitter handelt. Es ist das Rufen des Bergs. Der verfluchte Watzmann geht um und sucht ein neues Opfer. Wer den alten Bauern und seinen vorlauten Sohn am Mittagstisch streiten sieht, der ahnt schon, auf wen es der Watzmann diesmal abgesehen hat. Der Bub ist es, dem das Grollen des Donners gilt. Aber noch hat er ihn nicht in den Fängen, noch ist die Kraft des Bauern und das Beten der Weibersleut am Hof stärker als der Watzmann.

Doch die Gehilfin des finsteren Berggeists geben nicht auf: Gerade als beim Dorffest die Musikanten aufspielen, erscheint sie mitten auf dem Dorfplatz – die Gailtalerin. Wie von Geisterhand geführt verbreitet dieses schamlose Weibsstück Laster und Wollust unter den Dorfbewohnern. Wie es weitergeht, wissen sicher eh die meisten.

Die parodierten Trachtenkostüme, der bayerische Zungenschlag der Schauspieler, die absichtlich auf amateurhaft getrimmten Requisiten und der spritzige Musikmix aus Rock und alpiner Folklore haben bis zum heutigen Tage nichts von ihrem Witz eingebüßt. Das musikalische Theaterstück erheitert mit Einfällen, ohne allzu flachen Humor zu bieten.

„Bitte in Tracht zuschauen!“

Zu den Aufführungen sollen die Gäste gerne in Dirndl und Lederhose erscheinen, so würde das Gesamtbild sehr stimmig wirken. Karten zu den Veranstaltungen gibt es schon jetzt im Vorverkauf bei Hörakustik Ölscher, Telefon (0 84 62) 94 24 32; in Neumarkt im Ticketshop der Sparkasse (0 91 81) 23 80 sowie an der Abendkasse. Weitere Infos: www.kulturfabrik-berching.de.

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