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Berching
Donnerstag, 16. August 2018 27° 2

Schifffahrt

Die Zukunft hängt an einer Anlegestelle

Die Verhandlungen für die Haltestelle in Plankstetten sind bereits angelaufen. Heuer wird das Schiff am 1. Mai starten.
Von Dagmar Fuhrmann

Die Walhalla wird auf jeden Fall ab Mai wieder zwischen Berching und Beilngries fahren.
Die Walhalla wird auf jeden Fall ab Mai wieder zwischen Berching und Beilngries fahren. Foto: Blaser

Berching. Sommer ist, wenn die „Walhalla“ an der Schiffsanlegestelle liegt und Touristen ein- und aussteigen. Das gilt für Beilngries und Berching gleichermaßen. Zum Glück wird das in ein paar Wochen wieder soweit sein. Wie berichtet, bleibt die Linie Beilngries-Berching und zurück aufrechterhalten, und das Schiff wird weiter zwischen Beilngries und Berching verkehren. Denn die Schifffahrtsgesellschaft Steibl hat ihre Entscheidung revidiert, ursprünglich sollte die Linie heuer eingestellt werden.

So wird die Walhalla zumindest heuer nochmal definitiv zwischen Beilngries und Berching verkehren. Ob dies auch längerfristig so bleibt, hängt im Wesentlichen davon ab, ob es künftig in Plankstetten eine Anglegestelle geben wird, an der die „Walhalla“ einen Zwischenstopp einlegen kann. Das Entstehen dieser Anlegestelle hatte die Schifffahrtsgesellschaft Steibl mehr oder weniger zur Bedingung für den Fortbestand der Linie gemacht.

Der Berchinger Bürgermeister Ludwig Eisenreich sagt unserer Zeitung, dass die Planung hierfür bereits angelaufen sei und es Anfang April einen Termin mit den Fachstellen und mit dem Beilngrieser Bürgermeister Alexander Anetsberger gebe. Es seien noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen: So gestalte sich der Grunderwerb schwierig, sagt Eisenreich.

Plankstetten mit Potenzial

Geschäftsführerin Karin Steibl sagt, sie sehe in der Möglichkeit, in Plankstetten Halt zu machen, viel Potenzial. Sie ist davon überzeugt, dass es hierfür viel mediale Aufmerksamkeit geben werde, das sei vergleichbar mit der Situation am Kloster Weltenburg. Auch der ökologische Gedanke, der im Kloster gelebt wird, könnte auf der „Walhalla“ eine Rolle spielen. „Die Kombination überschaubare Strecke sowie Rad- und Wandertourismus funktioniert in Kelheim und Weltenburg bestens, warum soll dies nicht auch in Plankstetten so sein?“, sagt Steibl. Auch die großen Hotelschiffe hätten einen Bedarf an Ausflugsfahrten mit kleinen Schiffen – auch das habe sich in Kelheim gezeigt.

Die gelegentlich geäußerte Sorge, dass Berching durch eine Haltestelle in Plankstetten abgehängt werde, nennt Steibl „grundlos“. Die Fahrt von Beilngries nach Berching auf dem Main-Donau-Kanal dauere eine Stunde, in Plankstetten könnte es einen Zwischenstopp von etwa 15 Minuten geben. Das komme immer auf die Situation bei der Schleusung an, die sich nicht zuverlässig planen lasse.

Von der Existenz der Haltestelle hängen auch die weiteren Planungen ab, denn die „Walhalla“ ist sozusagen die Oma der Weißen Flotte. Sie lief 1953 vom Stapel und wird früher oder später abgewrackt werden müssen. „Wenn die Anlegestelle in Plankstetten verwirklicht wird, werden wir an eine Investition denken“, sagt Steibl. Aber das wird sich vermutlich erst 2017 entscheiden, denn heuer kann der Anleger nicht mehr verwirklicht werden. Sehr dankbar ist sie den beiden Städten Beilngries und Berching. Die beiden Bürgermeister täten alles, um sie zu unterstützen. Über diese Zusammenarbeit freue sie sich sehr. Es sei zu erkennen, dass alle an einem Strang ziehen Dazu gehöre auch der Abt Dr. Beda Sonnenberg.

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