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Kultur

Holnstein bietet viele Möglichkeiten

Die Landpartie der Berchinger Gluck-Freundem führt zu einem neuen Ort und hat einen neuen künstlerischen Leiter.
Von Dagmar Fuhrmann

Der schweizer Regisseur und Intendant Beat Wyrsch.
Der schweizer Regisseur und Intendant Beat Wyrsch.Foto: Guttenberger

Berching.Auch zu Glucks 301. Geburtstag wird es eine Landpartie geben, die die Besucher dem in Berching geborenen Komponisten näher bringt. Und die wird unter der Leitung des Schweizer Regisseurs Beat Wyrsch stehen. Ein neuer Regisseur bedeutet neue Akzente, das hat sich spätestens im vergangenen Jahr gezeigt, als die Inszenierung der Landpartie durch Joseph Berlinger ein ganz neues Erleben des Themas mit sich brachte.

Beat Wyrsch ist dem Thema „Gluck“ in Berching bereits begegnet. Und zwar beim Vertikalballett im vergangenen Jahr. Er hat den Schauspieler künstlerisch begleitet und in das Stück eingefügt.

Wie berichtet, geht die nächste Landpartie in den Raum Holnstein. Wyrsch hat sich bereits mit einigen Gluck-Freunden ein Bild von den Schauplätzen vor Ort gemacht. „Holnstein ist herrlich, hier gibt es faszinierende Möglichkeiten. Wir haben bereits mit den Gesprächen angefangen“, erklärt Wyrsch.

Die Landpartie habe eine besondere Qualtät: „Es kann sehr faszinierend sein, in der freien Natur Musik zu hören“, findet der künstlerische Leiter der Landpartie. Wenn man aus dem Konzertsaal herauskomme, seien die Menschen ganz anders bereit, mit der Musik Glucks konfrontiert zu werden. Da dies innerhalb der Landpartie möglich sei, habe er sofort „Ja“ gesagt, als das Angebot kam.

Für die Teilnehmer aus der näheren Umgebung sei dies eine Möglichkeit, die eigene Gegend viel besser kennen zu lernen.

Der schweizer Regisseur sieht insbesondere das volkstümliche Element in der artifiziellen Musik Glucks. „Er hat versucht, eine Wahrhaftigkeit hineinzubringen.“ Am Anfang seiner Komponistenkarriere standen die lustigen Werke, diese könnte man unter Umständen wieder aufleben lassen.

Beat Wyrsch ist in Nürnberg mit den Gluck-Festspielen beschäftigt, daher hat er sich intensiv mit dem Leben und den Werken des Komponisten, der den Beinamen Opernreformer trägt, auseinander gesetzt. „Ich finde Gluck ist ein wichtiger Komponist für die Operngeschichte.“ So wie Wagners Werk einen Wendepunkt darstelle, so tue dies auch Glucks Werk.

Was die Besucher der Landpartie im Einzelnen erwartet, behält Wyrsch noch für sich, denn es sei noch nicht ausgegoren, sagt er. Es gebe aber Überlegungen, mit örtlichen Gruppen zusammenzuspielen. Es sei gerade das Konzept fertig geworden und der Freundeskreis Christoph Willibald Gluck werde sich mit der Umsetzung beschäftigen.

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