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Schifffahrt

Hotelschiff hängt in Berching fest

Wegen der beschädigten Schleuse in Riedenburg liegt das 110 Meter lange Schiff mehrere Tage in Berching an.
Von Franz Guttenberger

So wie Kapitän Peter Vesely mit dem Hotelschiff Excellence baroness geht es vielen Unternehmen entlang der Wasserstraße. Foto: ugu
So wie Kapitän Peter Vesely mit dem Hotelschiff Excellence baroness geht es vielen Unternehmen entlang der Wasserstraße. Foto: ugu

Berching.Ein Fahrgastlinienschiff hat am 5. Juni das Schleusentor in Riedenburg beschädigt. Das sorgt bei vielen Kapitänen und Schifffahrtsunternehmen für Kopfzerbrechen. Denn die Schiffe können seitdem die Schleuse nicht mehr befahren. Zwischen Nürnberg und Riedenburg liegen die Schiffe an Anlegestellen und können nicht weiter. Umplanen, Umgestalten und Flexibilität sind daher für alle Kapitäne und Unternehmen angesagt.

Beim Straßenverkehr gibt es Umleitungen, bei der Schifffahrt jedoch nicht. Von Bachhausen bis Dietfurt ist jeder Liegeplatz belegt. Und erstmals nach 15 Jahren liegt notgedrungen wieder ein Schiff an der Anlegestelle Berching. Durch den Unfall in Riedenburg musste das Luxus-Hotelschiff Excellence baroness aus Basel, das unter der Deutschen Flagge fährt, in Berching für mehrere Tage Halt machen. Das Hotelschiff hat eine Länge von 110 Metern.

In Berching hängt ein Hotelschiff fest


Schiff wollte nach Passau

Als die Schifffahrt so richtig boomte, wurde 1993 der Verein MDK- Schifffahrt Altmühtal mit dem Ziel gegründet, die Personenschifffahrt entlang des Main-Donau-Kanals attraktiv zu gestalten und zu organisieren. Die Städte Berching, Beilngries und Dietfurt sind Mitglied bei der MDK. Die Anlegestelle Berching gehört der Stadt und sie ist auch zuständig, wer anlegen darf oder nicht. Bis vor 15 Jahren war die Anlegestelle ständig mit Schiffen besetzt.

Die Liegeplätze oberhalb und unterhalb der Schleusen von Berching bis Riedenburg werden von der Leitzentrale der Schleuse Dietfurt vergeben. Kapitän Peter Vesely – ein echter Wiener – war mit der Excellence baroness von Basel aus über den Rhein zum Main unterwegs und wollte von Bamberg aus die Stadt Passau ansteuern. Und von dort aus sollte es entlang der Donau bis ans Schwarze Meer gehen. Das Unglück in Riedenburg sprach sich schnell herum und so kam der Kapitän mit seinen 142 Gästen an Bord an Pfingsten in Berching an. Es gab keine Weiterfahrt mehr. An der Anlegestelle Maria-Hilf legte er sein Schiff an und die Gäste wurden mit den Bussen nach Passau weiterbefördert.

Kapitän Vesely fuhrt mit dem Fahrrad von Maria-Hilf zur Anlegestelle Berching und nahm Kontakt mit verschiedenen Stellen auf. Das Personal der Schleuse Dietfurt unterstützte ihn dabei kräftig, es zeigte sich sehr aufgeschlossen für die Sorgen des Kapitäns. Das Schiff passt genau in die Anlegestelle. Und so liegt es nun in Berching – mit dem Bordpersonal, 39 Menschen aus verschiedenen Nationen. Vesely hofft, dass er in einigen Tagen wieder weiterfahren kann. Das gleiche Schicksal teilen auch zahlreiche Schubverbände, die von Nürnberg bis Riedenburg anliegen. (ugu)

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