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Geschichte

Kirche wurde vor 250 Jahren erbaut

Die Einwohner Simbachs helfen zusammen, damit ihr Gotteshaus ein Schmuckstück bleibt. Am Samstag wird gefeiert.

Die Kirche ist ein Schmuckstück im Labertal.
Die Kirche ist ein Schmuckstück im Labertal. Foto: Guttenberger

Simbach.Am Samstag, 15. August, feiert Simbach das Patrozinium Maria Himmelfahrt. In diesem Jahr kann der Ort ein großes Jubiläum begehen: Die Kirche wurde vor 250 Jahren erbaut.

Simbach gehört zur Gemeinde Berching und zur Pfarrei Waldkirchen. In den vergangenen Jahren hatten die Simbacher und die Matzenhofer in einer beispielhaften Gemeinschaftsleistung ihr schmuckes Gotteshaus renoviert. Die Kirche ist ein echtes Juwel im Labertal. Obwohl der Ort nur elf Häuser und 48 Einwohner zählt, hilft man hier zusammen, damit die Ortskirche ein Aushängeschild bleibt. Die letzten große Sanierungen gehen auf die Jahre 1976 und 1980 sowie 2010 bis 2012 zurück.

1988 wurde die 850-Jahrfeier abgehalten. Dazu wurde eine umfassende Festschrift erstellt. Darin hat der Heimatforscher und langjährige Stadtpfarrer von Neumarkt, Herbert Lang, folgende Sätze niedergeschrieben: „Wer die Filialkirche Maria Himmelfahrt in Simbach besucht, wird sie als ein besonderes Kleinod in Erinnerung behalten. Nicht nur ihre malerische Lage im landschaftlich reizvollen Labertal, sondern auch ihre barocke Außenarchitektur und ihre im Stil des Rokoko ausgeführte Innendekoration machen einen Besuch in Simbach lohnenswert“. Die Kirche ist von ihrem Grundriss und ihrer Gesamtarchitektur gesehen ein barocker Zentralbau, dem ein nach Osten gerichteter Chor angefügt ist. Die Pläne für den Turm und das Gotteshaus stammen von dem Eichstätter Hofbildhauer und Stuckateur Johann Jakob Berg (1727 - 1787). Das Chronogramm über dem Westeingang nennt 1765 als Baujahr. Im Mai 1767 wurde das Gotteshaus eingeweiht. Das Kircheninnere ist ein heller Raum. Der Rundbau des Kirchenschiffes ist durch Doppelpilaster mit Rocaillemotiven gegliedert. Das Hochaltarbild stellt die Aufnahme Mariens in den Himmel dar. Über dem Altargemälde befinden sich ein kleiner Baldachin, darüber ein Strahlenkranz, der von dem Namen Maria ausgeht.

Zu beiden Seiten hat der Hauptaltar Durchgänge, über denen die Figuren des heiligen Wendelin und der heiligen Anna stehen. Den Altar mit vier Säulen und sechs Engelsfiguren schuf 1797 der Schreiner und Bildhauer Andreas Wexler aus Berching.

Zur 850-Jahrfeier wurde bei der Restaurierung im Chorraum ein Deckenfresko freigelegt, das Maria als Immaculata darstellt. Das Fresko, das der ehemalige Pfarrer Schödl gestiftet hatte, zeigt im oberen Teil die Krönung Mariens durch die Heiligste Dreifaltigkeit mit der triumphierenden Kirche. In der Mitte ist die noch auf Erden pilgernde und im untersten Teil die im Fegfeuer leidende Kirche dargestellt.

Die Bewohner von Simbach mit Ortssprecher Georg Simon freuen sich auf den Festtag. Zum Jubiläum zelebriert Pfarrer Deogratias am Samstag um 10 Uhr einen Gottesdienst, der vom Pfadfinderchor musikalisch umrahmt wird. Nach dem Gottesdienst finden ein Frühschoppen und danach ein Mittagessen statt. Der Erlös kommt der Kirche zugute. (ugu)

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