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Bürgerinitiative

Rettungsaktion „Kino“ ist gestartet

Weil die Betreiber des Berchinger Ber-Li am Jahresende aufhören, will ein Verein das Lichtspielhaus weiter betreiben,
Von Dagmar Fuhrmann

Berching.Dem Berchinger Kino steht eine Zukunft bevor, die eine von drei Varianten sein wird. Die erste wäre: es findet sich ein Nachfolger für den derzeitigen Betreiber Franz Bäumel und er übernimmt das Kino. Dann würde alles so weiterlaufen wie bisher. Sollte das aber nicht der Fall sein, dann gäbe es die Möglichkeit, einen Kinoverein zu gründen. Sollte dies auch nicht verwirklicht werden, dann bliebe noch die Möglichkeit, die Immobilie in der Schmiedstraße zu verkaufen und Wohnungen daraus zu machen. „Einen Leerstand wird es nicht geben“, sagte der Projektmanager des Stadtentwicklungsvereins, Christian Eisner, vor etwa 30 Personen, die sich unter dem Motto „Rettet das Ber-Li“ verversammelt hatten.

Besitzer Franz Bäumel berichtete, dass sich etwa acht bis neun Bewerber gemeldet hätten. Weitere Gespräche mit ihnen seien daran gescheitert, dass der Arbeitsaufwand den Interessenten zuviel gewesen sei. Besonders der am Wochenende.

Ausführlich Rede und Antwort

Bäumel stand ausführlich Rede und Antwort. Mit dem Ber-Li lasse sich durchaus der Lebensunterhalt verdienen, sagte er. Sein Kino sei das zweitstärkste in ganz Bayern in dieser Größenordnung. „Es laufen immerhin jeden Monat etwa 1000 Leute durch das Kino“, sagte er. Pro Tag seien dies zwei Vorstellungen.

Von jeder Eintrittskarte bekommt der Verleiher die Hälfte, die Stromkosten betragen etwa 312 Euro im Monat. Auch ein eventuell entstehender Kino-Verein müsste das Haus kaufen. Den Verkaufspreis mitsamt der Technik bezifferte Bäumel mit weit unter 200 000 Euro, geschätzt sei die Immobilie auf 235 000 Euro.

Sollte sich ein Verein gründen, so gibt es Vieles zu klären. Unter anderem die Frage, ob er Gewinn machen will oder ein Programmkino anbieten. Letzteres könnte wechselnde Schwerpunkte berücksichtigen wie beispielsweise Heimatfilme oder alte Filme. Auch über Finanzierung und Refinanzierung muss gesprochen werden, denn eine Mitgliedschaft im Kinoverein solle nicht automatisch mit einer finanziellen Verpflichtung einhergehen. Auch die Rechtsform, unter der sich die Kinoretter zusammentun wollen, muss beschlossen werden. Denn auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten.

20 Personen bekunden Interesse

20 Personen bekundeten an diesem Abend bereits ihr – unverbindliches– Interesse an einem Kinoverein. Um bis zum Jahresende eine eventuelle Vereinsgründung vorzubereiten, findet am 11. August um 19 Uhr ein weiteres Treffen statt, für jeden, der am Thema Interesse hat. Es findet im Soifererhaus statt.

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