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Fest

Simbach feiert Jubiläum der Kirche

Vor 250 Jahren wurde das Gotteshaus gebaut. Erst vor kurzem hatten die Bürger gemeinsam an der Renovierung gearbeitet.

  • Im Rahmen des Jubiläums wurden auch verdiente Ministrantinnen ausgezeichnet. Foto: Guttenberger
  • 42 katholische Pfadfinder waren in Simbach zu Gast. Foto: Guttenberger

Simbach.Zum 250-jährigen Kirchenjubiläum der Kirche Maria Himmelfahrt hatte sich hoher Besuch angesagt: Erzbischof Simon Ntamwana von Gritega in Burundi kam nach Simbach und zelebrierte mit Pfarrer Deogratias den Festgottesdienst. Auch Landrat Willibald Gailler und Bürgermeister Ludwig Eisenreich gratulierten zum Jubiläum. Die Kirche in Simbach sei ein Glanzstück im Labertal, sagten beide. Der Pfadfinderchor sorgte für die Musik. Zu Beginn des Gottesdienstes hielt Eisenreich einen Festvortrag über die Kirche und streifte auch kurz die Ortsgeschichte.

In den vergangenen Jahren hätten Simbacher und die Matzenhofer in einer beispielhaften Gemeinschaftsleistung ihr schmuckes Gotteshaus renoviert, erinnerte Eisenreich. Die letzte große Sanierungen gehe auf die Jahre 1976 und 1980 sowie 2010 bis 2012 zurück. Die Kirche ist von ihrem Grundriss und ihrer Gesamtarchitektur gesehen ein barocker Zentralbau, dem ein nach Osten gerichteter Chor angefügt ist. Das Hochaltarbild stellt die Aufnahme Mariens in den Himmel dar. Über dem Altargemälde befinden sich ein kleiner Baldachin und darüber ein Strahlenkranz, der von dem Namen Maria ausgeht. Zu beiden Seiten hat der Hauptaltar Durchgänge, über denen die Figuren des heiligen Wendelin und der heiligen Anna stehen. Zur 850-Jahr-Feier wurde bei der Restaurierung des Gotteshauses im Chorraum ein Deckenfresko freigelegt, das Maria als Immaculata darstellt.

Gritega, die Diözese von Erzbischof Simon Ntamwan, ist die Partnerdiözese von Eichstätt. Als liturgischen Gruß brachte der Bischof mit nach Simbach: „Unser Herr Jesus Christus, der Maria als seine Mutter auserwählt hat, sei mit euch.“ Im Himmel sei die Mutter Gottes Königin und aller Welt eine Trösterin.

Simbach wurde 1138 als „Sinnebach“ in einer Urkunde des Klosters Weihenstephan erstmals urkundlich erwähnt. Gebaut wurde die Kirche 1765. Sie wurde zum Symbol für eine lebende Glaubenstradition.

Die Menschen hätten es damals verstanden, dass nichts den Menschen größer mache, als dass er Gottes Größe anerkenne, sagte Erzbischof Simon Ntamwan: „Wir erleben leider eine Zeit, in der Kirchen verkauft werden, weil keiner mehr hingeht oder weil man die Renovierungskosten nicht mehr aufbringen kann.“ Das möge in Simbach niemals passieren, wünschte sich der Bischof: „Wir brauchen einen Menschen, der uns mit seinen eigenen Erfahrungen sagen kann, wie und was wirkliches Leben ist, und uns nicht einredet, dass der materielle Überfluss glücklich und zufrieden macht. Maria, die Frau aus dem Volke, sie kennt die Arbeit und Sorge ums tägliche Brot, die Mühsal des Lebens in der Armut und alle körperlichen und seelischen Nöte.“

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