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Natur

Spaziergängerin findet einen Python

Bei Berching (Lkr. Neumarkt) erschnüffelte ein Hund eine zwei Meter lange Schlange. Nun wird nach dem Besitzer gesucht.
Von Barbara Blaser

Gut getarnt lag die Schlange im Laub – dank einer aufmerksamen Spaziergängerin und deren Hund wurde sie von der Feuerwehr eingefangen.
Gut getarnt lag die Schlange im Laub – dank einer aufmerksamen Spaziergängerin und deren Hund wurde sie von der Feuerwehr eingefangen. Foto: Blaser

Berching.Eine aufmerksame Spaziergängerin mit Hund machte auf dem Trimm-dich-Pfad bei Berching eine seltsame Entdeckung. Erst dachte sie es handelt sich um einen alten Reifen, aber als der Hund den Gegenstand beschnüffelte bewegte sich das Objekt plötzlich. Dann erst stellte die Spaziergängerin fest, dass es sich um eine außergewöhnliche Schlange handelt, die etwa zwei Meter lang war. Sofort alarmierte sie die Feuerwehr, die mit Greifzange und Tierbox angerückt kamen.

Zwei-Meter-Schlange ist eine Teppichpython

Das ruhige, aber sichtlich schwache und offenkundig nicht heimische Tier ließ sich bereitwillig einfangen. Nach telefonischer Rücksprache mit der integrierten Leitstelle Regensburg wurde die Schlange nach München in eine Reptileinauffangstation gebracht. Dort wurde festgestellt, dass es sich um eine Teppichpython handelt und das Tier in einem desolaten Zustand sei. Es müsse bereits längere Zeit der für das Tier unnatürlichen Umgebung ausgesetzt sein.

Hier finden Sie Informationen zur Schlangenart der Tigerpython:

Tigerpython

  • Tigerpython (Python molurus)

    : Es ist eine Schlangenart aus der Familie der Pythons (Pythonidae). Die dunkle Unterart gehört mit gesicherten Längen über fünf Meter zu den größten Schlangen der Welt. Das Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile der Tropen und Subtropen Süd- und Südostasiens. Die Nahrung besteht je nach Größe der Pythons aus kleinen bis mittelgroßen, sehr selten auch großen Wirbeltieren.

  • Gefährdete Art:

    Tigerpythons sind wie alle Arten der Gattung Python eierlegend (ovipar) und gehören zu den Arten, bei denen die Weibchen die Bebrütungstemperatur durch Muskelzittern deutlich erhöhen können. Der Tigerpython wird aufgrund seiner Gefährdung durch direkte Verfolgung und Habitatzerstörung von der IUCN als Art der Vorwarnliste geführt. (ubb)

Die Reptileinauffangstation startete einen Suchaufruf via Facebook, ob jemand besagtes Tier in der Umgebung vermisse. Solche Schlangen stehen unter Artenschutz und müssen vom Halter beim Landratsamt gemeldet werden.

Tigerpythons sind schlank und kräftig gebaut. Das große Tier ist ein ausgezeichneter Kletterer. Das Terrarium muss dementsprechend Möglichkeiten wie Äste bieten uns sehr stabil sein. Nachdem es sich um ein tropisches Reptil handelt waren die Temperaturen der vergangen Tage und Nächte in freier Natur viel zu kalt für das Tier. Markus Ameismeier, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, bedankte sich bei seinen Kameraden, für den schnellen und reibungslosen Ablauf der Bergung der Schlange. Er findet es eine Frechheit, so ein geschütztes Tier einfach auszusetzen. Zum Glück hat die Spaziergängerin den Fund gemeldet. Markus Ameismeier wird in der Reptileinauffangstation der LMU München telefonisch nochmals nachfragen, wie es der Schlange geht.

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