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Sonntag, 17. Juni 2018 22° 6

Advent

Vorhersehbar und auch überraschend

Zum Auftakt des Weihnachtsmarkts wurde die Krippenausstellung in der Schranne eröffnet, anschließend gab es Lesungen.
Von Dagmar Fuhrmann

  • Christkind Jessica Beutler mit Franz Brandl (links) und Bürgermeister Ludwig Eisenreich, mit Gerlinde Delacroix und den drei Engelchen. Foto: Fuhrmann
  • Carola Kupfer
  • Siegfried Schüller
  • Julia Kathrin Knoll

Berching.Flora, Lisa und Paula wollten ganz genau wissen, was in Josef Fechners Buch stand. Doch dieser ließ sich von den neugierigen Engelchen nicht beeindrucken und las seine Weihnachtsgeschichte, die zur Zeit der Sulzfreilegung spielte und gab so der Eröffnung der Krippenausstellung den literarischen Rahmen. Für den musikalischen war der Blanka-Chor angetreten.

Alljährlich gelingt es Franz Brandl, die Menschen zu überzeugen, dass sie ein Wochenende lang zum Weihnachtsmarkt ihre Krippen zur Verfügung stellen. Dafür bedankte er sich bei allen Ja-Sagern. Er sei froh, dass die Schranne auch heuer wieder gut gefüllt sei: Mit Krippen in großer Vielfalt und Besuchern. Das Weihnachtsmarkt-Kommitee sorge alljährlich für weihnachtlichen Glanz.

Bürgermeister Ludwig Eisenreich beleuchtet den theologisch-christlichen Aspekt der Weihnachtsgeschichte. Er berief sich auf das Lukas-Evangelium und sagte, Maria mit dem Kind sei die früheste Form der Darstellung. Erst durch Franz von Assisi seien Ochs und Esel dazugekommen. Pfarrer Heinrich Schmid forderte die Besucher auf, offen für die Weihnachtsbotschaft zu sein, auch nach 2000 Jahren. Nachdem das Christkind sein Gedicht gesagt hatte, war die Ausstellung eröffnet.

Während die Krippenausstellung vorhersehbar weihnachtlich ist, so gab es heuer eine zweiten Teil mit dem schönen Titel: überraschend weihnachtlich. Er fand im Untergeschoss der Schranne statt und auch hier stand Weihnachten im Mittelpunkt der Geschichten. Hier zeigte das Fest ganz andere Seiten: verrückte, bissige und lustige.

Gerlinde Delacroix hatte Autoren des Schriftstellerverbandes Ostbayern in die Schranne eingeladen, die davon erzählten, wie der Vater einer Familie eigentlich gar keinen Weihnachtsbaum wollte, aber dem Omili zuliebe doch einen besorgte oder besser gesagt drei. Oder wie sich im Schutt des abgebrannten Weihnachtsbaum ein schwarzer Kinderpo findet: „Es war die Puppe, nicht das Kind“, dichtete der Mühlhausener Siegfried Schüller, der bekannte, ein gespaltenes Verhältnis zu Weihnachten zu haben. Passend dazu spielte der Blockflöten- und Fagott-Virtuose Benedikt Dreher klassische Stück. Nur einmal überholte er sich ein wenig selber. Auch das passte irgenwie gut zur Vorweihnachtszeit.

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