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Wettbewerb:

Lukas-Anwesen: Sieger in Berngau gekürt

Das Preisgericht hatte die nicht einfache Aufgabe, aus 18 Vorschlägen zum Lukas-Anwesen die drei Preisträger zu ermitteln.
von Michael Schrafl

Die drei Preisträger mit ihrem Modell (v. l.): Alexander Baumann, Jochen Sturm und Dorothea Voitländer, rechts Bürgermeister Wolfgang Wild. Foto: Schrafl
Die drei Preisträger mit ihrem Modell (v. l.): Alexander Baumann, Jochen Sturm und Dorothea Voitländer, rechts Bürgermeister Wolfgang Wild. Foto: Schrafl

BERNGAU.Die drei ersten Preisträger des Architektenwettbewerbs „Sanierung des ehemaligen Lukas-Anwesens“ trafen sich im Pfarrheim, um ihre Arbeiten vorzustellen und mit Bürgermeister Wolfgang Wild und den Preisrichtern mit einem Gläschen Sekt auf ihren Erfolg anzustoßen. Alle drei Preisträger zeigten sich geehrt: die sturm + schmidt architekten aus Seligenporten (1. Platz), das Architektenbüro Alexander Braun aus Neumarkt (2.) und die Architekten Voitländer und Deffner aus Dachau (3.).

Michael Hetterich, Vorsitzender des Preisgerichts, gratulierte der Gemeinde zur Idee, einen Architektenwettbewerb für das kleine Bauprojekt durchzuführen und zum anderen für das Raumprogramm. „Dadurch ist es möglich, ein attraktives Zentrum im Dorf zu schaffen. Das Haus am Plan bekommt jetzt seine Qualität zurück, die es es einmal hatte.“ Näher ging er auf die Arbeiten der drei Preisträger ein und stellte jeweils heraus, inwieweit es ihnen gelungen war, das von der Gemeinde und von den Nutzern (Gemeinde, Bücherei, Mutter-Kind-Gruppen, Lebenshilfe Neumarkt) gewünschte Raumprogramm umzusetzen. Im Vorfeld hatte man alle 18 Arbeiten entsprechend gewürdigt. „Die Teilnehmer hatten doch alle viel Zeit in ihre Arbeit investiert.“

Die drei Preisträger

Jochen Sturm (1. Preisträger) aus Seligenporten: „Ich freue mich, das historische Gebäude in seiner Struktur denkmalschutzgerecht wiederherzustellen und dazu ein neues freistehendes Gebäude zu bauen“.

In der ehemaligen Gaststube wird das Bürgermeisterzimmer sein, dahinter das Besprechungszimmer und das von außen zugängliche öffentliche WC. Auf der anderen Seite (ehemaliger Getränkemarkt) wird die Bücherei mit einem großen Lesefenster zum „Plan“ hin ihr Domizil haben. Dahinter befinden sich eine kleine Teeküche und ein Lagerraum. Im Erdgeschoss des neu erbauten Gebäudes erhalten die Mutter-Kind-Gruppen einen lichtdurchfluteten Raum und eine kleine Freifläche zum Innenhof.

In den Obergeschoßen entstehen insgesamt sechs Wohngruppen: Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen, unter anderem auch für Menschen mit Handicap der Lebenshilfe Neumarkt. Im Verbindungsstück zwischen Alt- und Neubau sind auf allen Ebenen ein Treffpunkt und eine überdachte Freifläche angeordnet. Bewohner und Besucher sollten ja miteinander kommunizieren, erklärte Jochen Sturm.

Zweiter Preisträger Alexander Baumann aus Neumarkt/Helena war voller Freude: „Dies war der erste Wettbewerb, an dem ich als selbstständiger Architekt teilgenommen habe – und dann gleich der zweite Platz. Das ist ein großer Erfolg für mich.“ Stolz ist er auf seinen Mutter-Kind Raum, ein echter Multifunktionsraum, der sich auf den Plan hin öffnete. Die Fassade sei schlicht und historisch, so wie sie früher einmal war. Den Anbau hatte er in Holzbauweise geplant.

Bohlendecke erhalten

Dorothea Voitländer vom Architektenbüro Voitländer und Deffner (3. Preisträger) aus Dachau erklärte: „Es war eine interessante Aufgabe, das historische Gebäude am Platz zu erhalten und mit neuem Leben zu füllen. Für Sifonios Angelos war auch wichtig, das Raumprogramm kompakt zu halten, die Freiräume zu aktivieren und die Balken-Bohlendecke zu erhalten.

Wie Bürgermeister Wolfgang Wild sagte, war der Architektenwettbewerb bis zuletzt eine spannende Geschichte. Im Gemeinderat und in der Bevölkerung hatte es im Vorfeld unterschiedliche Meinungen gegeben. Sein Fazit nach dem Architektenwettbewerb: „Das Ergebnis zeigt, die Entscheidung für die Sanierung war richtig und ist zukunftsweisend“. Im Gespräch verwies der Bürgermeister immer wieder auf die hohe staatliche Bezuschussung von 60 Prozent. Eine Zahl, wie viel das Vorhaben einmal kosten und wie hoch der Anteil (in Euro) für die Gemeinde sein werde, gab es an diesem Nachmittag nicht.

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