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WLAN- Hotspots für Berngaus „neue Mitte“

Der Gemeinderat will kostenloses Surfen auf dem Dorfplatz „Am Plan“ – und später auch im Lukas-Gebäude möglich machen.
von Michael Schrafl

So könnte sich das Planungsteam nonconform den Dorfplatz „Am Plan“ mit dem Lukas-Anwesen vorstellen.
So könnte sich das Planungsteam nonconform den Dorfplatz „Am Plan“ mit dem Lukas-Anwesen vorstellen. Foto: Schrafl/nonconform Ideenwerkstatt

Berngau.Bei der Sitzung am Dienstag hat sich der Gemeinderat von Berngau mit 8:7 Stimmen für die Einrichtung eines WLAN-Hotspots am Dorfplatz „Am Plan“ ausgesprochen. Damit ist es möglich, dort mit Smartphone, Tablet oder Notebook schnell im Internet zu surfen. Geplant sei, zwei Accesspoints zu installieren. Die Reichweite liege jeweils bei 150 bis 200 Meter, hieß es. Der Staat fördere das Projekt mit 2500 Euro, sagte Bürgermeister Wolfgang Wild. Monatlich müsste die Gemeinde 75 bis 80 Euro bezahlen. Die Nutzer müssten nichts bezahlen. Der Vertrag würde sieben Jahre gelten, könnte jedoch zu jederzeit gekündigt werden.

Im Gemeinderat gab es Befürworter wie Gegner der Hotspots. Während einige Räte wie Markus Pröpster dafür keine Notwendigkeit und keinen Bedarf sahen, meinten andere, diese Einrichtung sei sehr wohl für die Bürger interessant. Günter Müller sagte, es sei ein Dienstleistungsangebot für die Bürger. Thomas Großhauser meinte, dass WLAN-Hotspots gut zum Generationennetzwerk passten. Stefan Meier war der Meinung, dass sich die Gemeinde ein WLAN-Hotspot schon leisten sollte. Die Freien Wähler hatten im vergangenen Oktober die Einrichtung von WLAN-Hotspots angeregt.

Neue Geräte für die Spielplätze

In Röckersbühl sollen auf beiden Spielplätzen beschädigte Geräte ersetzt werden. Geplant seien unter anderem eine Doppelschaukel, eine Turm- und Kletterkombination sowie eine Seilbahn. Das würde 10 000 Euro kosten. Laut Wild spendet der Raahnerclub dafür 1000 Euro. Der OGV will den Erlös des Dorffests dafür zur Verfügung stellen. Außerdem wolle die Dorfgemeinschaft die neuen Geräte selbst aufstellen. Bekannt gegeben wurde auch: Der Gemeinderat lässt einen Kanalkataster vom Planungsbüro Petter erstellen. Dies koste 21 000 Euro. Dazu kommen noch für das Befahren des Kanalnetzes mit der Kamera fünf Euro pro laufendem Meter.

Richard Heinloth aus Röckersbühl baut am Dorfrand eine Mehrzweckhalle mit Hausmeisterwohnung. Im Erdgeschoss des 15,5 Meter langen Hallenanbaus sollen Büro, Heizung und sanitäre Anlagen entstehen, im Obergeschoss eine Wohnung. Der Gemeinderat lasse es nicht zu, dass die Baugrenze überschritten wird. Eine Ausnahmegenehmigung erteilte das Gremium für das Wohnen im Lager- und Bürogebäude. Ein Freiflächengestaltungsplan müsse aber noch erbracht werden. Einstimmig sprach sich das Gremium für den Anschluss der Mehrzweckhalle an die öffentliche Abwasseranlage aus.

Die dreitägige Ideenwerkstatt war für Bürgermeister und Gemeinderäte eine gelungene Veranstaltung. Die Ergebnisse hätten viele überrascht. Insgesamt seien 500 Ideen (viele gleich) eingebracht worden. Die Bürgerbeteiligung am ersten Tag hätte besser sein können, hieß es. Gelobt wurde die grundsätzliche Kooperationsbereitschaft von Pfarrei und der Familie Sendner. Der stellvertretende Bürgermeister Thomas Großhauser sagte: „Nun heißt es, an dem Thema dranzubleiben! Priorität dürfte das ehemalige Lukas-Anwesen haben.“

Lob gab es für die Arbeit des nonconform-Teams, wenngleich die Kosten von 60 000 Euro nicht gerade gering seien. Bemängelt wurde, dass das Team keine Lösungsansätze für das große Parkplatzproblem aufgezeigt habe. Kreative Ideen hätte man sich auch zur Gestaltung der Dorfplätze erhofft.

Rathaus nicht vorschnell aufgeben

Stefan Meier meinte, dass manche Ideen kritisch zu betrachten seien. Seiner Meinung nach sollte man zum Beispiel das Rathaus nicht vorschnell aufgeben. Überlegt werden sollte, ob es nicht besser wäre, das alte Lukas-Anwesen abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Wild: „Für eine Sanierung gibt es staatliche Fördermittel, für einen Neubau aber nicht.“

Markus Pröpster sagte, ihm sei wichtig, dass mit der Umsetzung der Ideen ein kreativer Architekt beauftragt werde. Interessant wäre hier sicher auch ein Architektenwettbewerb, so ein Vorschlag. Ganz wichtig sei aber, auch bei den Feinplanungen die Bürger aktiv mit einzubeziehen.

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Weitere Themen

  • Kriminalstatistik:

    Im vergangenen Jahr wurden im Gemeindebereich 34 Straftaten verübt, davon n 16 Diebstähle (neun Einbrüche), fünf Vermögens-/Fälschungsdelikte, vier Rohheitsdelikte, drei Sachbeschädigungen und zwei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Aufgeklärt wurden 20 Delikte.

  • Verkehrsstatistik:

    2015 ereigneten sich im Gemeindebereich 70 Verkehrsunfälle, davon 54 Kleinunfälle. Eine Person wurde bei einem Unfall getötet. Unfallschwerpunkt war die Staatsstraße.

  • Grüngutcontainer:

    Nicht länger tolerieren will das Landratsamt die vielen Falschbefüllungen bei den Grüngutcontainern in den Gemeinden. Darin seien immer wieder Sperrmüll, Bauschutt und Metallschrott. Das Landratsamt rät den Gemeinden, die Container in einem abschließbaren Bereich aufzustellen. Sollte sich die Situation nicht bessern, droht der Landkreis mit Zusatzkosten für die Gemeinden oder mit dem Abzug der Container.

  • Termine:

    25. April Treffen AK Energie, 26. April Ferienprogrammbesprechung, 29. April „Heavy Quetschn“ (nsf)

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