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Tiere

Alle freuen sich, wenn die Hunde da sind

Wenn die BRK-Rettungshundestaffel das Seniorenheim von Breitenbrunn besucht, erzählen die Bewohner noch Wochen danach davon.
von Ines Greiner

Die Bewohner des Seniorenheims freuten sich über den Besuch sehr.
Die Bewohner des Seniorenheims freuten sich über den Besuch sehr. Foto: pgi

Breitenbrunn.Die Senioren im Breitenbrunner Seniorenheim haben schon sehnsüchtig auf die ehrenamtliche Rettungshundestaffel des BRK Neumarkt gewartet. Acht Hunde und sechs Hundeführer hatten sich angekündigt. Pflegedienstleiterin Andrea Grad und die Leiterin der sozialen Betreuung, Christine Glaser, freuten sich ebenso wie die 20 Bewohner des Seniorenheims auf die Vorführung.

Unterstützt von der Bürgerstiftung

Als Ehrengäste waren Dr. Heinz Sperber und Eva Diepenseifen gekommen – als Vertreter der Bürgerstiftung Neumarkt, die das Projekt „Hilfe auf vier Pfoten“ jedes Jahr mit 2500 Euro unterstützt. Das Geld wird für wichtige Ausrüstungsgegenstände verwendet, wurde erklärt. Unter anderem werden damit Gitterboxen für Hunde im Einsatzfahrzeug gekauft, Helme, Abseilgeschirr und GPS-Geräte.

Andrea Grad erzählte, dass das Seniorenheim selbst zwei Hauskatzen, drei Hasen und einen Wellensittich für die Bewohner hat. Und ab und zu dürfe auch ein Mitarbeiter seinen eigenen Hund mit zum Dienst bringen.

Doch wenn es im Seniorenheim heißt, dass die Hundestaffel kommt, würden sich alle freuen – auch die Senioren, die an Demenz erkrankt sind. So ist es auch dieses Mal. Ein Bewohner, der sehr selten spricht, erzählt plötzlich, dass er auch einmal einen Golden Retriever gehabt habe.

Die Bewohner des Seniorenheims waren besonders begeistert, als die Tricks vorgeführt wurden. Zum Beispiel konnten die Hunde Pfote geben, eine Rolle machen, die Leine auf dem Schoß eines Bewohners suchen, einen Achter durch die Beine der Senioren laufen – und natürlich ließen sich die Hunde auch gerne streicheln.

Übung zwei Mal pro Woche nötig

Staffelleiterin Christine Schuster berichtete, dass die Hundeführer zwei Mal pro Woche mit ihren Hunden trainieren. Das sei auch wichtig, denn alle 18 Monate müsse auch die Prüfung erneuert werden. Einsatzort sei Oberpfalz und Niederbayern. Man würde zum Beispiel vermisste Personen suchen. Derzeit seien 13 Hundeführer mit 15 Hunden dabei – manche noch in der Ausbildung. 2014 sei die Hundestaffel 16 Mal im Einsatz gewesen. 2015 seien es bis heute schon elf Einsätze.

Christine Glaser erzählte, dass sich der Besuch bei den Bewohnern immer erst setzen müsse. Sogar Wochen später würden einige Senioren immer noch davon erzählen. Und so versprach die Rettungshundestaffel, auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder zu Besuch zu kommen.

Die Hundeführer und ihre Hunde

  • Christine Schuster:

    Staffelleiterin mit Biene, Maja (Dalmatiner) und Whoopi (Großpudel)

  • Hans Inzenhofer:

    mit Mia (Mischling)

  • Chris Siewert:

    mit Stella (weißer Schäferhund)

  • Waltraud Seger:

    mit Luna (Mischling)

  • Laura Hofmann:

    mit Lotte (Golden Retriever)

  • Gabi Semmler:

    stellvertretende Staffelleiterin mit Emma (Berner Sennenhund) (pgi)

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