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Geschichte

Blaskapelle Breitenbrunn feiert Jubiläum

Die Breitenbrunner Musiker blicken auf einhundert Jahre zurück. Ein Sextett bildete den Anfang der Kapelle.
Von Ines Greiner

Die Gründungsmitglieder der Blaskapelle Breitenbrunn: Das Sextett mit Josef Pöllinger, Hans Bruckmeier (beide Flügelhorn) Hans Prock, Wendelin Schüttlohr (beide Basstrompete) sowie Hans Kratzer (Bass) und Wolfgang Süß (Althorn) Foto: Archiv der Blaskapelle Breitenbrunn
Die Gründungsmitglieder der Blaskapelle Breitenbrunn: Das Sextett mit Josef Pöllinger, Hans Bruckmeier (beide Flügelhorn) Hans Prock, Wendelin Schüttlohr (beide Basstrompete) sowie Hans Kratzer (Bass) und Wolfgang Süß (Althorn) Foto: Archiv der Blaskapelle Breitenbrunn

Breitenbrunn.Die Blaskapelle Breitenbrunn feiert ihr 100-jähriges Jubiläum, dementsprechend viele Termine stehen im Kalender. Pressesprecher Albert Braun verweist besonders auf das Jubiläumswochenende am 29. und 30. Juni. Am Samstag wird dabei ein „Bayerischer Abend“ veranstaltet, am Sonntag steht der Festgottesdienst mit anschließendem Frühschoppen an.

In der Vereinschronik der Blaskapelle Breitenbrunn e.V. steht ein ehemaliger Militärmusiker Josef Pöllinger als Gründer. Durch seine Initiative wurde die Blaskapelle im Jahr 1919 ins Leben gerufen. Bereits nach vierwöchiger Probenarbeit trat ein Sextett mit Josef Pöllinger, Hans Bruckmeier (beide Flügelhorn) Hans Prock, Wendelin Schüttlohr (beide Basstrompete) sowie Hans Kratzer (Bass) und Wolfgang Süß (Althorn) an die Öffentlichkeit. Der erfahrene Kapellmeister Pöllinger komponierte viele Stücke selbst. Das Repertoire der Kapelle umfasste damals schon 54 Märsche, darunter einige, die auch heute noch gespielt werden. Seinerzeit waren die Auftritte in die Bereiche Konzertmusik, Ballmusik und Bauernmusik gegliedert.

Bereits in der Gründerzeit wurde das heute zur festen Tradition gehörende Neujahrsanspielen eingeführt. Der Zweite Weltkrieg brachte das musikalische Vereinsleben zum Erliegen. Erst 1949 gab Albert Braun den Anstoß zur Wiederbelebung des Orchesters, das er in der Folge zusammen mit Josef Pöllinger dirigierte und dem weitere 15 Musiker angehörten. In Erinnerung geblieben sind aus jener Zeit beispielsweise Namen wie Hans Lanzhammer, Josef Domes und Josef Edenharter, Ludwig Gleißl, Josef Gmelch und Alfons Schmid.

Blaskapelle feiert Jubiläum

  • Kirchenkonzert:

    M 31. März um 17 Uhr in der Pfarrkirche Breitenbrunn

  • Jubiläumswochenende:

    Samstag 29. Juni „Bayerischer Abend“; 30. Juni Festgottesdienst mit Frühschoppen.

  • Liederabend:

    21. Juli, 19 Uhr Musik- und Liederabend in der Turnhalle Breitenbrunn

  • Kirchweih:

    14./15. August; die Blaskapelle ist Ausrichter.

„Mein schönes Breitenbrunn“

1952 schloss sich der ausgebildete Musiker Rudolf Singer der Kapelle an und schrieb den Marsch „Mein schönes Breitenbrunn“ als musikalische Liebeserklärung und weitere Lieder und Potpourris. 1960 vollzog sich ein Stabwechsel. Dirigent Albert Braun wurde Bürgermeister und seine Nachfolge bei der Blaskapelle trat Konrad Ehrl an. Ihm folgten zehn Jahre später Wendelin Weidinger, dann Ernst Schmidt, Franz Kraus und ab 1987 bis 1992 Gerhard Burkhardt, ein sehr erfahrener Musiker und kompetenter Ausbilder.

1975 erfolgte die Weihe der von Ehrenmitglied Bruno Grundau gestifteten Vereinsstandarte. Besonders markante Ereignisse aus der Chronik sind die Primizen von Georg Schmid, Dürn und Wendelin Mehringer, Langenthonhausen und Alois Ehrl in den 70er Jahren, die 1100-Jahr-Feier des Markts oder die 600-Jahr-Feier der Wallfahrtskirche St. Sebastian sowie Auftritte in Berlin und Dortmund. Regelmäßig fanden Heimatabende, der Musikerball, das Schlossfest und der Musik- und Liederabend statt. Zahlreiche Konzerte wie das Weihnachtskonzert, das Kirwaspielen in den Ortsteilen, diverse Vereinsjubiläen und viele weitere kirchliche und weltliche Anlässe wären ohne die Blaskapelle nicht denkbar gewesen. Bürgermeister Josef Kellermeier stellte einmal fest: „Ohne die Blaskapelle wären wir alle ein Stück ärmer.“

Jugendblaskapelle gegründet

1978 gründete der musikbegeisterte Pfarrer Rainer Klameth eine Jugendblaskapelle. Sie zählte bereits zwei Jahre später 40 Mitglieder und wurde von Gerhard Burkhardt sowie von Alois Engelhardt, ab 1987 von Josef Fanderl geleitet. 1989 wurde die Jugendkapelle in das Ensemble der Erwachsenen eingegliedert.

So konnten kontinuierlich Jugendmusiker in die Hauptkapelle integriert werden. Karin Riel (Eglmeier), Peter Braun, Marina Braun, Tobias Reichel und Otto Wittmann haben sich diesbezüglich als Betreuer große Verdienste erworben. Die musikalische Leitung des Orchesters hatte seit dem Jahr 2011 Peter Braun als Nachfolger von Gerald Lang übernommen. Zuvor hatten die Dirigentenrolle nach Burkhardt, Karin Riel und Günter Vogt inne. Im Jahr 2018 übernahm Matthias Dietz die Leitung der Kapelle.

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