MyMz
Anzeige

Fasching

Breitenbrunner Gruppe baut Handwagen

Die Faschingsfreunde organisieren wieder den traditionellen Faschingszug am Faschingssonntag. Die Vorbereitungen laufen.
Von Ines Greiner

Die Geistreichen bauen fleißig an ihrem Handwagen und haben viel Spaß miteinander. Foto: Greiner
Die Geistreichen bauen fleißig an ihrem Handwagen und haben viel Spaß miteinander. Foto: Greiner

Breitenbrunn.Die Geistreichen – das sind 16 junge Leute, je zur Hälfte Frauen und Männer, die meisten sind aus Breitenbrunn. Gebaut wird bei der Familie Stephan. Das Neumarkter Tagblatt hat beim Bau des Handwagens hinter die Kulissen geschaut.

Im Dezember traf sich die Gruppe zum ersten Mal, sagte Karin Reichel, um das Thema zu besprechen. Das Motto wird demokratisch ermittelt. Über eine Liste voller Vorschläge wird abgestimmt. Schließlich stand das Motto der Geistreichen fest: Charleston der 1920er Jahre.

Nach dem Themenabschluss werden Vorschläge gemacht, wie der Handwagen aussehen soll. Man holt sich Anregungen im Internet zum Thema Charleston zu den passenden Gegenständen und fand das Grammophon. Es gibt schon eine große Skizze, sagte Tom Wittmann. Meistens wird viel nach Gefühl gebaut, sagte Markus Koller. Während der Bauvorgänge werden dann immer die letzten Feinheiten besprochen. Ein handwerkliches Geschick ist allerdings schon erforderlich.

Immer in der zweiten oder dritten Woche im Januar wird mit dem großen Handwagenbau gestartet. Erstens besorgt man sich das Material, das von der Gemeinde gestellt wird. Das Holz kommt von der Firma Sägewerk Ehrl, die Pappe von Familie Wolfsteiner aus Bachhaupt und die Farben von Simon Peter.

Mit der Grundplatte gestartet

Am Samstag, 19. Januar, wurde gestartet mit dem Bauen mit der Grundplatte. Der Aufbau ist aus Holz und wird draufgeschraubt und mit Pappe verkleidet. Und Josef Konrad berichtete, dass in den Grundkasten das Stromaggregat und die Mischanlage kommt und noch etwas Platz für die Bonbons sei. Deren Beschaffung wird von der Gruppe organisiert Das Grundgerüst ist das Grammophon, auf das ein Trichter kommt, es handelt sich um eine Konstruktion aus Latten. Die Grundidee ist da. Es wird spontan und improvisiert gearbeitet.

Die Verkleidung vom Trichter ist ein flexibles Drahtgeflecht, das mit der silbernen Seite einer Rettungsdecke verkleidet wird, sagte Markus Koller. Und Christoph Stephan berichtete, dass als nächstes die Konstruktion für die Schallplatte gebaut wird. Der Tonarmträger mit kompletter Nadel wird daraufgesetzt und mit dem Trichter verbunden. Abschließend werden die Stoßkanten der Pappe noch mit Malerkrepp abgeklebt und verziert.

Gearbeitet wurde nur samstags von 10 Uhr bis 17 Uhr. Die Gruppenmitglieder wechselten sich dabei ab, je nachdem wer Zeit hatte.

Die Männer sind für handwerkliche und schwierige Sachen zuständig. Die Frauen machen kleine handwerkliche Tätigkeiten mit Pappe oder malern und sind für die Feinheiten zuständig.

Bis der Handwagen fertig ist, verbringen die Mitglieder der Gruppe viel Zeit miteinander, sie bilden eine spaßige Runde ohne Stress.

Von der Kleidung her kaufen sich die Frauen ihre Paillettenkleider selbst und dazu einen passenden Haarschmuck sowie eine Federboa. Und hier ist die Wasserwelle als Frisur angesagt. Bei den Herren gibt es sportliche sowie auch elegante 20er-Jahre-Outfits. Mit Zweireiher und Panamahut oder Weste, Knickerbocker und Schiebermütze und schmalzigen Haare.

Seit 2006 beim Fasching dabei

Die Gruppe ist schon seit dem Jahr 2006 beim Faschingszug Breitenbrunn dabei. Und ihr erstes Motto 2006 war „Cowboys“ und auch da nahmen sie mit einem großem Handwagen teil. Gründungsmitglieder der Geistreichen waren hier Tom Wittmann, Markus Koller, Josef Konrad und Christoph Stephan. Es wurde mit acht Mitgliedern gestartet. Und es gesellten sich bis heute einige dazu. Weitere Motti waren „Super Mario“, „Star Wars“ und „Wikinger. Im letzten Jahr waren sie als dunkle Magier unterwegs. Der Handwagenbau fand heuer zum dritten Mal bei Christoph Stephan statt.

Fasching: Gut zu wissen

  • Zug: Der Faschingszug findet am 3. März, dem Faschingssonntag statt, es nehmen sowohl Fußgruppen als auch Wagen teil.
  • Charleston: Der Charleston (auch: 20s Charleston) ist ein US-amerikanischer Gesellschaftstanz des 20. Jahrhunderts. Er wurde nach der Hafenstadt Charleston in South Carolina benannt. Zuerst war die Melodie im Broadway-Musical Running Wild zu hören.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht