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Versammlung

Breitenbrunner Verein steht vor dem Aus

In spätestens acht Wochen stimmt der Fremdenverkehrsverein über sein Ende ab – doch es gibt auch Rettungsvorschläge.
von Ines Greiner

Seit 1951 gibt es den Fremdenverkehrsverein in Breitenbrunn – nun könnte die Vereinsgeschichte bald enden. Foto: Greiner
Seit 1951 gibt es den Fremdenverkehrsverein in Breitenbrunn – nun könnte die Vereinsgeschichte bald enden. Foto: Greiner

Breitenbrunn.Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Fremdenverkehrsvereins Breitenbrunn fand im Sportheim statt. Vorsitzender Bernd Heyn konnte noch fünf weitere Mitglieder von insgesamt 20 begrüßen. Heyn erinnerte zunächst an die Vereinsgeschichte: Gegründet wurde der Fremdenverkehrsverein und Verschönerungsverein einst von Anton Wendl im Jahre 1951. Bernd Heyn übernahm im Jahre 2014 von Erika Martens den Vorsitz.

Heyn ging auch auf die aktuelle Situation des Vereins ein: Er sagte, er entschuldige sich, soweit man sich entschuldigen könne, in diesem Verein nichts zu Wege gebracht zu haben. Zwei Versammlungen hätten stattgefunden. In einer sei beschlossen worden, die Broschüre von Kurt Martens „Historische Gebäude und Denkmäler in Breitenbrunn“ mit 500 Euro zu bezuschussen. In der zweiten habe man beschloss, 1000 Euro zum Tilly-Denkmal dazuzahlen. Heyn sagte, es hätte jedes Jahr eine Jahresversammlung geben sollen, aber dies habe sich bei ihm beruflich nicht ergeben.

Nicht beschlussfähig

Außerdem stellte Heyn fest, dass der Verein mit fünf Mitgliedern nicht beschlussfähig sei. Es müssten zwei Drittel der Anwesenden da sein und für die Auflösung stimme. Somit müsse man in vier Wochen wieder eine außerordentliche Versammlung anberaumen mit dem Punkt „Auflösung oder nicht?“. Sollten sich dann weniger als zwei Drittel der Mitglieder einfinden, müsse die nächste ausordentliche Sitzung wieder vier Wochen später stattfinden. Dann sei die Versammlung beschlussfähig, egal wie viele oder wenige Mitglieder kommen würden. Die Zwei-Drittel-Regelung sei bei einer dritten Versammlung ausgehebelt, erklärte Heyn.

Vorgeschlagen wurde, sich in einen anderen Verein mit einer anderen Aufgabenstellung und einer anderen Satzung umzuwandeln, etwa in einen Verein für Ortsentwicklung und Kultur. Das Vermögen von 8500 Euro in der Kasse würde bei Auflösung an die Gemeinde gehen. Man müsse den Verein verjüngen, war zu hören.

Angesprochen wurde auch, dass die Fremdenverkehrsvereine in anderen Orten in der gleichen Lage seien. In Breitenbrunn müsse aber ein Vorsitzender her, der Interesse an einem Fremdenverkehrsverein habe und sich auskenne. Einige Vermieter hätten noch Stammgäste, doch es würden weniger. Heute würden aber die meisten Buchungen über das Internet stattfinden.

Erinnerungen an früher

Früher habe es Aktionstage gegeben und es sei viel gemacht worden. Als gelungenes Beispiel wurden der Weihnachtsmarkt und der Weihnachtskaffee früher genannt. 2011 habe es schon angefangen, dass die Aktivitäten des Vereins zurückgegangen seien. Der Sinn und Zweck ist weggefallen, denn das Vermieten gehe nun übers Internet. Ortsverschönerungen könne man dagegen weiterhin machen. Früher hätten viele Breitenbrunner Gastgeber den Fremdenverkehr als Zuverdienst gesehen – heute sei die Lage oft anders. Auch das war bei der Versammlung zu hören.

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