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Vereinsleben

Neues Fahrzeug für Feuerwehr

33 Jahre alt, zu klein und kein Insassenschutz: Ein altes Breitenbrunner Feuerwehrauto darf bald in Rente gehen.
Von Markus Rath

  • 33 Jahre hat das Breitenbrunner Tragkraftspritzenfahrzeug auf dem Buckel. Nun wird es durch ein neues, wasserführendes Auto ersetzt. Fotos: Rath
  • Direkt vor dem Eingang zum Friseurgeschäft soll eine Garage gebaut werden.

Breitenbrunn.Eine zukunftsweisende Entscheidung für die Freiwillige Feuerwehr hat der Marktrat von Breitenbrunn einstimmig getroffen. Das inzwischen in die Jahren gekommene Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) wird durch ein wasserführendes TSF (TSF-W) ersetzt. Kosten wird diese Investition zwischen 100 000 und 120 000 Euro. Fördermittel werden in Höhe von 41 500 Euro, 37 000 Euro für das Fahrzeug und 4 500 Euro für die Spritze, erwartet.

In seinem Sachvortrag ging Bürgermeister Johann Lanzhammer auf die Gründe des am 6. Januar gestellten Antrags der Feuerwehr ein. Als Argumente führe die Wehr unter anderem das Alter des Fahrzeuges (33 Jahre) sowie die Ausfallquote aufgrund technischer Schäden auf.

Sogar Sicherheitsgurte fehlen

Zudem, und das sei für ihn entscheidend, besitzt das TSF keine Sicherheitseinrichtungen: Sicherheitsgurte, Airbags, Servolenkung oder ABS sucht man bei dem Fahrzeug vergebens. Auch das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen werde überschritten, weil inzwischen die erforderliche Normladung für den Einsatz erweitert worden ist. Die wasserführende Variante sei auch deshalb sinnvoll, da das TSF-W häufig als erstes am Brandort eintrifft und im Erstangriff viel mehr erreichen kann, wenn das Wasser an Bord ist.

Dieser Argumentation schlossen sich die Markträte an. Einhellig vertraten sie die Meinung, dass keiner der Anwesenden angesichts der fehlenden Sicherheitsausstattung bei einem Unfall gerne im alten TSF sitzen wolle. Der Marktgemeinderat Breitenbrunn stimmt daher der Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges vom Typ TSF-W, sowie einer dazu passenden Tragkraftspritze grundsätzlich zu. Die Verwaltung wurde beauftragt, die möglichen Förderanträge bei der Regierung zu stellen und die notwendige Ausschreibung für die Ersatzbeschaffung zu veranlassen.

Der geplante Neubau einer Doppelgarage in Kemnathen sorgt für Ärger in der Nachbarschaft. Nachdem der geplante Neubau bereits am 4. September im Marktgemeinderat behandelt und mit dem gemeindlichen Einvernehmen an das Landratsamt Neumarkt zur Genehmigung vorgelegt wurde, änderte der Bauherr im Laufe des Genehmigungsverfahrens die Pläne so stark ab, dass das Bauvorhaben nach Bauordnung verfahrensfrei und damit nicht genehmigungspflichtig wäre. Da die Doppelgarage in Form und Platzierung auf der Grenze des Nachbarn am tiefsten Punkt des Grundstücks nicht den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Kemnathen West“ entspricht, bedarf dies einer isolierten Befreiungsentscheidung. Aus diesem Grund revidierten die Markträte den Beschluss vom 4. September und versagten zudem die Befreiung vom Bebauungsplan.

Einwände der Grundstücksnachbarn

Der Marktrat folgte damit auch den Einwänden des Grundstücksnachbarn, der sich durch die Grenzbebauung an dieser Stelle beeinträchtigt sieht. In einer vom Architekturbüro Kühnlein erstellten Stellungnahme taten sie ihren Unmut kund. Kühnlein schreibt: „Aus ortsplanerischer Sicht und aus topographischen Überlegungen heraus scheint die Platzierung der Doppelgarage am tiefsten Punkt des Grundstücks als nicht sinnvoll.“ Die Höhenunterschiede von der Straße bis zu diesem Punkt seinen beträchtlich, die Länge der Zufahrt mit 27 Metern zudem völlig unpraktisch und nicht nachvollziehbar. Da das Nachbaranwesen an der Ostseite dem Geländeverlauf angepasst ist und der Garagenstandort direkt vor dem Eingang zu einem Friseursalon läge, sei die Planung städtebaulich problematisch. Kühnlein: „Die Garage wäre quasi von Auffüllungen umgeben und vermittle den Eindruck eines dem Gelände aufgepfropften Baukörpers.“ Besser sei aus seiner Sicht eine Platzierung der Garage wie im Bebauungsplan vorgesehen an der nordöstlichen Grenze des Grundstückes mit einer Aufstellfläche von rund fünf bis sechs Metern davor. Kühnlein: „Damit könnte auch das Wohnhaus besser platziert werden.“

Marktrat Anton Auer erwartete, dass sich die Nachbarn zusammensetzen und den Streit beilegen. „Durch solche Streitereien wird die Nachbarschaft auf Dauer beerdigt und das gesamte Dorfleben beeinträchtigt. Erwachsene mit gesundem Menschenverstand müssen sowas verhindern.“

Umstellung auf LED-Leuchten

Die Marktgemeinde Breitenbrunn will Energie einsparen und stellt deshalb in den kommenden drei Jahren alle Straßenlaternen auf LED-Leuchtmittel um. Die Umstellung erfolgt mit der turnusgemäßen Wartung. 2019 sind 152 Brennstellen in Breitenbrunn, Breitenegg und Franklmühle mit Kosten von 71 000 Euro geplant und 2020 117 Brennstellen in Buch, Erbmühle, Erggertshofen, Gimpertshausen, Höhenberg, Rasch und Siegertshofen mit Kosten von 51 000 Euro. 2021 folgen noch 99 Brennstellen in den Ortsteilen Allersfelden, Aumühle, Bachhaupt, Dürn, Eckerding, Geishof, Hamberg, Kemnathen, Langenried, Langenthonhausen, Leiterzhofen, Matzlsberg, Ödenhaid, Premerzhofen, Schmidhof, Schöndorf, Wenigkemnathen und Wolfertshofen mit Kosten von 52 000 Euro.

Durch die Umrüstungen wird eine Stromeinsparung von rund 41 Prozent erreicht. Das entspricht laut Marktverwaltung einer jährlichen Kosteneinsparung von rund 6500 Euro. Außerdem werden jährlich 16 000 Kilogramm Kohlendioxid weniger verbraucht als zuvor. Auch die Wartungskosten pro Jahr sinken um rund 1100 Euro.

Aus der Marktratssitzung

  • Finanzen: Der Marktrat hat die Jahresrechnung 2018 genehmigt. Erwirtschaftet wurde ein Überschuss von rund 780 000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank auf 529,88 Euro.
  • Kreisverkehr: Kein Gehör findet der Wunsch vieler Bürger aus Kemnathen nach einen Kreisverkehr an der NM 2. Das Landratsamt bietet aber an, die Böschung im östlichen Bereich der Straße abzuflachen, um so die Sichtverhältnisse zu verbessern.
  • Datenschutz: Die Marktgemeinde führt ein Informationssicherheitsmanagement nach ISIS 12 ein. Zudem werden ein externer Datenschutz- sowie ein Informationssicherheitsbeauftragter benötigt.
  • Bürgerversammlungen: Termine im Februar sind am 7. Kemnathen, 13. Erggertshofen, 14. Buch, 18. Hamberg, 20. Rasch, 21. Dürn, 22. Langenthonhausen, 25. Breitenbrunn, 26. Gimpertshausen und 27. Premerzhofen.

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