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Lebensmittel

Obst und Gemüse für den Nachwuchs

Bei der Gartenzwergerl-Aktion lernen Kinder den Umgang mit Gemüse. Der Breitenbrunner Kindergarten „St. Marien“ profitiert.
Von Markus Rath

Nach getaner Arbeit freuen sich die Kinder zusammen mit dem Zeitungsküken Zinni, Radiomoderator Armin Wolf, Michael Zinner (Marketingleiter VR Bank Niederbayern eG), Gartenpädagogin Marion Zlamal, Antonia Bauer (Mittelbayerische) und dem Kindergartenteam um Leiterin Birgit Neuner auf eine reiche Ernte.  Foto: Markus Rath
Nach getaner Arbeit freuen sich die Kinder zusammen mit dem Zeitungsküken Zinni, Radiomoderator Armin Wolf, Michael Zinner (Marketingleiter VR Bank Niederbayern eG), Gartenpädagogin Marion Zlamal, Antonia Bauer (Mittelbayerische) und dem Kindergartenteam um Leiterin Birgit Neuner auf eine reiche Ernte. Foto: Markus Rath

Breitenbrunn.60 kleine Hände tauchen in die dunkle Erde ein. Sie kneten, wühlen und graben. Die Kinder bereiten so den Boden für Paprika, Salat, Zuckererbsen, Schlangengurken, Sauerampfer, Petersilie, Karotten, Erdbeeren und Schnittlauch. Radiomoderator Armin Wolf beobachtet ihren Fleiß und Einsatz mit Begeisterung. Er ist Pate des Projekts „Gartenzwergerl – Gemüse für den Kindergarten“, bei dem die VR-Bank Niederbayern-Oberpfalz eG zusammen mit der Mittelbayerischen Zeitung Kindergärten und Kindertagesstätten unterstützt.

Insgesamt durften sich zehn Einrichtungen, unter ihnen auch der Katholische Kindergarten St. Marien, über drei kindgerechte Hochbeete und die passenden Bepflanzung freuen. „Diese Aktion liegt voll auf meiner Linie und auch auf der meiner Frau“, kommentierte die „Sportstimme Ostbayerns“ das Geschehen. „Wir engagieren uns schon seit Jahren in verschiedenen Projekten, die Kinder und Jugendliche unterstützen. Kindern etwas Gutes zu tun ist toll. Nach so einem Termin fahren wir alle glücklich nach Hause.“

Unterricht am Hochbeet

Jeder Setzling braucht den richtigen Platz, damit alle genügend Licht bekommen, gut gedeihen und reiche Ernte bringen. Foto: Rath
Jeder Setzling braucht den richtigen Platz, damit alle genügend Licht bekommen, gut gedeihen und reiche Ernte bringen. Foto: Rath

Glücklich und mit Spaß bei der Sache sind auch Korbinian (sechs Jahre) und Nicola (fünf Jahre). Sie haben ihre blauen Kindergarten-Cappis aufgesetzt, die sie vor der prallen Sonne schützen, und sich um die drei nagelneuen Hochbeete versammelt. Gebannt schauen sie auf Gartenpädagogin Marion Zlamal, die Pettersson und Findus mit in den Kindergarten gebracht hat, um Wissen über die Gartenarbeit zu vermitteln.

Pettersson, der unheimlich gerne Kartoffel isst, erklärt seinem Kater Findus, dass er eine Kartoffel in die Erde legen muss, damit er später viele Kartoffeln ernten kann. Findus, der mehr auf Fleischpflanzerl steht als auf Gemüse, sagt daher keck: „Gut, dann lege ich die Fleischpflanzerl auch in die Erde, dann kann ich bald ganz viele Fleischpflanzerl ernten!“ Klar, dass die schlauen Kinder damit nicht einverstanden sind. Sie wissen auch längst, dass die braunen Wurzeln in die Erde gehören und die grünen Blätter der Pflanzen herausschauen müssen.

„Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass Kinder wissen und erfahren, wo Gemüse und Obst herkommen.“

Michael Zinner, Marketingleiter der VR-Bank Niederbayern-Oberpfalz eG

„Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass Kinder wissen und erfahren, wo Gemüse und Obst herkommen“, sagt Michael Zinner, Marketingleiter der VR-Bank Niederbayern-Oberpfalz eG, der auch nach Breitenbrunn gekommen ist, um beim Bepflanzen der Hochbeete dabei zu sein. Für die Kinder seien sie auch deshalb ideal, weil sie genau die richtige Höhe haben um gepflegt zu werden. Zinner erzählt, dass sich für die seit 2013 laufende Aktion jährlich rund 150 Kinderbetreuungseinrichtungen aus dem gesamten Erscheinungsgebiet der Mittelbayer Zeitung bewerben.

Korbinian setzt in der Zwischenzeit seine Lieblingspflanze in den Boden: ein grünes Bündel mit dünnen, hohlen Halmen. Richtig Schnittlauch: „Er schmeckt so lecker scharf. Aber wir haben im Garten fast keinen mehr, weil wir den jeden Tag essen“, berichtet der Sechsjährige.

Die „Natur-Pur-Kinder“ werden die Hochbeete pflegen und die Pflanzen vor allem regelmäßig mit Wasser versorgen. Foto: Rath
Die „Natur-Pur-Kinder“ werden die Hochbeete pflegen und die Pflanzen vor allem regelmäßig mit Wasser versorgen. Foto: Rath

Nicola dagegen freut sich schon auf die frischen Erdbeeren, die bald im Kindergarten wachsen. Zusammen mit ihren Freunden schnappt sie sich nun eine der bunten Gießkannen. Denn bei so heißem Wetter brauchen die Pflanzen natürlich eine Extraportion Wasser, damit sie gut anwachsen. Vor allem die Erdbeeren sind sehr durstig. Das gehört nun auch in den nächsten Wochen zu ihren Aufgaben im Kindergarten.

Denn Nicola besucht das Nachmittagsprogramm „Natur-Pur“, in dem die Hochbeete künftig gepflegt werden. Auch das Sammeln von Müll in der Natur oder das Basteln mit natürlichen Materialien gehört zu den Inhalten.

Vorgeschmack auf die Ernte

Im Puppenspiel mit Petterson und Findus erklärt Gartenpädagogin Marion Zlama den Kinder viel über den Gemüsegarten. Foto: Rath
Im Puppenspiel mit Petterson und Findus erklärt Gartenpädagogin Marion Zlama den Kinder viel über den Gemüsegarten. Foto: Rath

„Auch deshalb haben wir uns sehr gefreut, dass wir zu den glücklichen Gewinnern zählen“, sagt die Einrichtungsleiterin Birgit Neuner. Das frühere Beet der Kinder sei dem Neubau zum Opfer gefallen. Jetzt werde der komplette Garten neu gestaltet. Mit den Hochbeeten solle im Außenbereich des Kinderhauses auch eine natürliche, räumliche Trennung zwischen Kindergarten und Kinderkrippe erzielt werden.

In den Beeten ist die Arbeit inzwischen abgeschlossen. Alle Pflanzen sind in der Erde, die Samen von Karotten und Radieschen wurden noch in freien Zwischenräume gedrückt. Schilder zeigen genau, wo welches Gemüse wächst.

Als Zeitungsmaskottchen Zinni um die Ecke watschelt, sind die 60 Hände längst gründlich gewaschen. Und weil Gartenarbeit an der frischen Luft besonders hungrig macht, haben Findus und Petterson den Kindern frisches Gemüse und einen Schnittlauch-Dip mitgebracht. Damit bekommen die kleinen Gärtner gleich einen Vorgeschmack auf die Ernte.

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