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Aktion

28 kleine Deininger Gärtner am Werk

In der Kita dürfen sich die Kinder um drei Hochbeete kümmern. Die VR Bank und die Mittelbayerische Zeitung machen es möglich.
Von Andreas Friedl

Die zukünftigen Gärtner mit ihren Gästen. Fotos: Andreas Friedl
Die zukünftigen Gärtner mit ihren Gästen. Fotos: Andreas Friedl

Deining.Man hatte den Eindruck, dass die drei bis fünf Jahre alten Kinder, die in der Kindertagesstätte (Kita) St.- Josef in Deining betreut werden, noch nie etwas anderes gemacht haben, als Gemüse zu pflanzen. Und dazu hatten sie bei „Gartenzwergerl“-Aktion der VR-Bank Niederbayern/Oberpfalz und der Mittelbayerischen Zeitung reichlich Gelegenheit.

„Die Kinder sollen ein Gefühl und das Wissen dafür bekommen, wie Gemüse gepflanzt, gepflegt, geerntet und dann in den verschiedensten Arten verspeist werden kann.“

Melanie Dotterweich

So bestückten am Donnerstag 29 Kinder die von den beiden Sponsoren der Aktion gespendeten Hochbeete mit Gemüsepflanzen, wie beispielsweise Gurken, Zuckererbsen, Karotten, Schnittlauch, Paprika und Erdbeeren. Wie die Initiatorin der Aktion, Melanie Dotterweich, Kinderpflegerin in der Deininger Kita zu Beginn sagte, habe sie von der Aktion der VR-Bank und der MZ gehört und habe sich nach Rücksprache mit der Kindergartenleitung, Kerstin Simantke, dazu entschlossen sich für dieses Vorhaben zu bewerben. „Ich finde solche Projekte sehr gut. Die Kinder sollen ein Gefühl und das Wissen dafür bekommen, wie Gemüse gepflanzt, gepflegt, geerntet und dann in den verschiedensten Arten verspeist werden kann. Viele Kinder wissen oft gar nicht mehr, wo unser Gemüse herkommt.“

Michael Zinner, der seitens der VR-Bank dieses Projekt betreut, ließ wissen, dass die Aktion 2013 ins Leben gerufen wurde und sagte weiter: „Wir wollen die Kinder sensibilisieren und dadurch auch zeigen, wo unser Essen herkommt. Neben den Eltern, die großen Einfluss auf ihre Kinder haben, kann der Kindergarten dazu beitragen, dass die Kinder eine gesunde Brotzeit in die Einrichtung mitbringen.“

Kinder hörten aufmerksam zu

Ganz aufmerksam hörten die zukünftigen „Kleingärtner“ zu, als sie von Gartenpädagogin Marion Zlamal die beiden Kinderbuchfiguren „Petterson‘“ und „Findus“ vorgestellt bekamen: „Petterson isst gerne Kartoffeln und Findus steht auf Fleischpflanzerl“. Letztere, erklärte sie den Kindern, werden nicht gepflanzt, was einige jungen Zuhörern, sichtlich etwas erstaunen ließ. Nach dieser kurzen „Erklärung“ hinsichtlich Fleischpflanzerl’n, führte sie die Kinder an die drei Hochbeete. Nur kurz musste sie die kommenden Freizeitgärtner und -Gärtnerinnen einweisen, wie die Gemüsepflanzen in die Erde kommen.

Für den Außenstehenden war klar und deutlich erkennbar, dass die drei- bis fünfjährigen Kinder schon viele Vorkenntnisse hatten. So auch der fünfjährige Noah, der erzählte, dass seine Oma die Pflanzen noch unter Beigabe von Kuhmist in die Erde bringe.

Wie Marion Zlamal noch weiter ausführte, sollen die Kinder sehen und lernen, dass das geerntete Gemüse für eine gesunde Ernährung stehe und dieses nicht nur im Supermarkt zu kaufen sei, sondern auch im heimischen Garten wachse: „Die Erdbeere ist jetzt schon rot und nicht erst zu Weihnachten.“ Begeistert mischt auch die dreijährige Linda mit, die meinte, dass dies Mama und Papa auch zu Hause machen. „Man merkt hier, dass die Kinder ihren Eltern doch schon zugesehen haben, wie sie Gemüse oder Obst pflanzten“, so die Gartenpädagogin Marion Zlamal. Schön war bei dieser Pflanzaktion, dass sich der Nachwuchs gegenseitig unterstützte, wie es richtig gemacht wird.

Samen für Karotten ausgebracht

Mit dem Pflanzen einbringen sollte es aber noch nicht getan sein, denn anschließend brachten die kleinen Buben und Mädchen in den freien Bereich der Hochbeete noch Samen für Karotten und Radieschen aus. Um die gesäten Gemüsepflanzen nicht „verdursten“ zu lassen, wie es ein kleiner Bub sagte, hieß es nun gießen. Dabei „beschleunigten“ dies einige, indem sie die nasse Erde mit den Händen umgruben und so dem Versickern des Wassers etwas „nachhalfen“.

Als Publikumsmagnet ersten Ranges erwies sich dann „Zinni“, das Maskottchen dieses Projektes. „Zinni“ musste nicht nur die Hände der 29 Kinder schütteln, sondern auch die von den Kindern, die sich auf dem weitläufigen Areal der Kindertagesstätte tummelten. Krönung war zum Abschluss das Verkosten von Gemüse mit einem Dip. Man konnte sehen, dass alle Beteiligten einen riesigen Spaß an der lehrreichen Aktion hatten.

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