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Politik

Deining geht die Leerstände im Ort an

Die Gemeinde hat eine finanzielle Förderung von Hausbesitzern beschlossen. Sie soll ein Anreiz für Sanierungen darstellen.
Von Andreas Friedl

Anstatt immer neuen Grund zu bebauen, will die Gemeinde im Ort nachverdichten. Archivfoto: Endlein
Anstatt immer neuen Grund zu bebauen, will die Gemeinde im Ort nachverdichten. Archivfoto: Endlein

Deining.Erster Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung, der wie alle weiteren Beschlüsse ohne Gegenstimmen verabschiedet wurde, war die Bestellung einer neuen Seniorenbeauftragten. Bürgermeister Alois Scherer erläuterte dazu, dass im März 2001 Erika Müller als erste kommunale Seniorenbeauftragte bestellt worden war. Im Februar 2009 sei Ingrid Kaunz ergänzend dazu gekommen.

Nach jetzt 18 bzw. zehn Jahren hätten die beiden engagierten Frauen darum gebeten, dass die Gemeinde dieses Amt in andere Hände legt. Scherer plädierte für Marion Wittmann, die – sofern der Gemeinderat zustimmt – in der nächsten Gemeinderatssitzung bestellt soll. Dann könnten gleichzeitig die beiden anderen Damen offiziell verabschiedet werden.

Um etwas für die Nachverdichtung und Leerstandsbeseitigung in den Kernorten zu unternehmen, war der Gemeinderat der Auffassung, dass die Eigentümer finanziell gefördert werden sollen. So könnte man beispielsweise einen Eigentümer, der ein Haus, das ein Jahr nicht mehr bewohnbar war und saniert wird, pauschal mit 5000 Euro unterstützen. Allerdings bestehe darauf kein Rechtsanspruch, unterstrich der Bürgermeister.

Keine Blitzer in Deining

Ein weiterer Punkt war der Verkehr: Wie in vielen anderen Orten auch sind in Deining zu viele Autofahrer zu schnell unterwegs. Bevor aber repressive Maßnahmen durch die Polizei ergriffen werden, schlug Bürgermeister Scherer vor, dass der Gemeinderat zehn mobile Geschwindigkeitsanlagen zum Gesamtpreis von etwa 20 000 Euro kauft. Diese sollen die Verkehrsteilnehmer dazu anleiten, die vorgegebene Geschwindigkeit einzuhalten.

„Sollte an einem Messpunkt die Geschwindigkeit aber außergewöhnlich überhöht sein, kann die Polizeiinspektion Neumarkt dementsprechende Radarmessungen durchführen“, so der Rathauschef. Gleichzeitig ließ er das Gremium wissen, dass Deining nicht dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit beitreten werde.

Im nächsten Beratungspunkt ging es um ein gemeindliches Hochwasserschutzkonzept. Bislang sei Deining von großem Hochwasser verschont geblieben, sagte der Bürgermeister. Das bayerische Umweltministerium habe jetzt jedoch ein Förderprogramm aufgelegt, um den Hochwasserschutz vor Ort zu unterstützen. Laut Scherer wurden vom Wasserwirtschaftsamt im Bereich der Gemeinde Deining das Tal der Weißen Laber, das Seitental von Mittersthal zur Straußmühle und von Tauernfeld Richtung Deining sowie die Flur von Oberbuchfeld in Richtung Unterbuchfeld, der Schwalbach und der Zellerbach „Lange Gasse“ zur fachlichen Begutachtung empfohlen. Mit dieser Aufgabe wurde das Neumarkter Ingenieurbüro Petter betreut. Der Auftrag in Höhe von etwa 50 000 Euro wird staatlich mit 75 Prozent gefördert.

Die Grund- und Mittelschule Deining darf sich nach dem Gemeinderatsbeschluss über verschiedene Ausrüstungsgegenstände wie beispielsweise Monitore, Küchenmaschinen sowie Mediengeräte im Wert von 18 000 Euro freuen.

Zuschüsse für die Schule

Zudem stimmte das Gremium in seiner Sitzung der Fortsetzung der Arbeit des an der Schule tätigen Sozialpädagogen zu. Er ist pro Woche fünf Stunden vor Ort. „Die Schulleitung sieht nach ständiger Auswertung der Arbeit spürbare Erfolge“, berichtete Scherer zu dieser Thematik. Weiter beteilige sich die Gemeinde mit voraussichtlich 48 000 Euro am Offenen Ganztagesangebot der Schule. So werden nach Aussage von Bürgermeister Scherer im kommenden Schuljahr 167 Schüler der Grund- und Mittelschule – bisher sind es 153 Schüler – in zehn Gruppen das Angebot des Fördervereins unter der Leitung von Heilerzieherin Maria Wolf und ihrem Team in Anspruch nehmen. „Was hier nicht bezahlt wird, ist das Mittagessen“, ließ Scherer wissen. Beim letzten Tagesordnungspunkt wurde sieben Bauvorhaben grünes Licht gegeben.

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