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Entwicklung

Deponie Deining: Zukunft bleibt unklar

Minister Glauber äußert sich bei seinem Besuch missverständlich – Bürgermeister Scherer will ihn aber beim Wort nehmen.
Von Andreas Friedl

Staatsminister Glauber trug sich ins goldene Buch ein. Foto: Andreas Friedl
Staatsminister Glauber trug sich ins goldene Buch ein. Foto: Andreas Friedl

Deining.Der bayerische Staatsminister für Umwelt- und Verbraucherschutz (Freie Wähler) hat bei seinem Besuch in Deining Verwirrung hinterlassen: Darf die Deponie nun wiedereröffnet werden, oder darf sie das nicht? Ursache der Unklarheit ist eine Äußerung Glaubers beim Eintrag ins Goldene Buch. Als Bürgermeister Scherer den Text für den Eintrag in das Goldene Buch vorlas, merkte Staatsminister Glauber an, dass Bürgermeister Scherer einen Satz vergessen habe vorzulesen: Die Deponie kann wieder geöffnet werden.

Umweltministerium bestätigt Wiedereröffnung nicht

Wie Scherer der Mittelbayerischen sagte, nehme er dies für bare Münze und gehe davon aus, dass dies wirklich der Fall sei. Laut Umweltministerium treffe dies aber nicht zu. Glauber war auf Einladung der Freien Wähler zum Frühschoppen nach Deining gekommen.

Bevor er ans Mikrofon trat, wurde er von der Blaskapelle unter Leitung von Michael Kirsch begrüßt. Erster Redner am Pult war der FW-Ortsvorsitzende, Harald Kaunz, der unter anderem die zahlreich gekommenen Mandatsträger der Freien Wähler begrüßen konnte. Ihm folgten dann in kurzen Worten der Kreisvorsitzende der FW, Günter Müller, und der Neumarkter Oberbürgermeister Thomas Thumann, die sich über den Besuch von Thorsten Glauber in Deining freuten.

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Glauber lobte Ehrenamt und Brauchtum: „Wir sind auf dieser politischer Ebene groß geworden“, und verwies dabei auf seine politische Erfahrung, die er als stellvertretender Bürgermeister machen durfte. Unter dem Beifall der etwa 300 Besucher ließ er diese wissen, dass all die Dinge, die auf kommunaler Ebene versprochen werden, auch einzuhalten seien: „Wenn ich die Probleme in der Gemeinde nicht erkenne, kann ich sie oben auch nicht erledigen. Wir müssen Politik von unten nach oben machen.“

„Wir sind froh, dass die Jugend auf die Straße geht.“

Minister Glauber

Er erklärte kurz die Zuständigkeitspalette seines Ministeriums. Einen Finger legte er in die Wunde, als er sagte, dass viele unternehmerische Vorschläge dem Schutzgedanken der Umwelt entgegenstehen. Weiter ging er auch auf „Fridays for Future“ ein: „Wir sind froh, dass die Jugend auf die Straße geht.“ Nicht nur überörtliche Themen wurden von Glauber angesprochen, sondern auch lokale, konkret die Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen: „Schauen Sie sich nur um, die Gemeinden stehen hier für regenerative Energien. Wenn sich auf den Jurahöhen die Windräder drehen, das ist das ihre Energie.“

Glaubers Verbindungen in den Landkreis

  • Verwandte:

    Glaubers Großtante, eine Klosterfrau, wohnt in Berngau.

  • Beruf:

    Durch seinen Beruf als Architekt habe er viel Kontakt mit der Firma Max Bögl gehabt, sagt er.

  • Hobby:

    Als aktiver Fußballer beim Jahn Forchheim ist Thorsten Glauber mehrmals beim ASV Neumarkt angetreten.

Des Weiteren lobte Glauber die bayerische Technik, die viel zum Ausbau der Nachhaltigkeit beitrage: „Lasst uns diesen Weg gehen, denn er stärkt auch unsere Wirtschaft. Es ist wichtig, dass wir hier Technologieführer sind und bleiben.“

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