MyMz
Anzeige

Sitzung

Kein Platz für Erdaushub in Deining

Das Landratsamt will die Rekultivierungsfläche bei Mittersthal schließen. Das bedeutet höhere Kosten für Bauwillige.
Von Andreas Friedl

In Deining wird viel gebaut. Foto: pvg
In Deining wird viel gebaut. Foto: pvg

Deining.Auf kein großes Verständnis ist im Deininger Gemeinderat eine Ankündigung des Landratsamtes gestoßen. Es geht um die Rekultivierungsfläche bei Mittersthal. Wie Scherer dazu ausführtem bekam die Gemeindeverwaltung vom Landratsamt Neumarkt eine Anhörung übersandt, bei der die Schließung dieser Fläche für unbelasteten Erdaushub von Deininger Baugebieten angekündigt wurde.

Neben Bürgermeister Scherer hielt unter anderem Gemeinderat Werner Keckl ein fast schon leidenschaftliches Plädoyer für die weitere Nutzung dieser Örtlichkeit. Unter anderem führte Werner Keckl an, dass dann hohe Kosten auf Bauwillige zukommen, die einen Keller bauen und damit in der Regel auch Fläche, im Sinn des sogenannten „Flächenfraß“, einsparen. Bei einer Gegenstimme war der Gemeinderat der Meinung, dass das Ansinnen der Gemeinde auf die Nutzung der Rekultivierungsfläche weiter Bestand haben sollte.

Marina Lang, flaniert von ersten Bürgermeister Alois Scherer und seinem Vertreter Peter Meier wurde für ihre Bachelorarbeit geehrt. Foto: Friedl
Marina Lang, flaniert von ersten Bürgermeister Alois Scherer und seinem Vertreter Peter Meier wurde für ihre Bachelorarbeit geehrt. Foto: Friedl

Eröffnet wurde die Sitzung mit einem äußerst positiven Tagesordnungspunkt durch Bürgermeister Alois Scherer. Marina Lang, aus Leutenbach kommend und jetzt in Deining wohnend, wurde vom Rathauschef auf Grund ihrer hervorragenden Leistung bei ihrer Bachelorarbeit – Traumnote von 1,3, wie Scherer sagte – zum Thema: „Einführung eines Kunden-Service-Centers in Banken und Sparkassen als Herausforderung für ein modernes Personalmanagement“ mit einer Urkunde und einem Blumenstrauß geehrt.

Einstieg in die Markterkundung

Der nächste Beratungspunkt befasste sich mit dem bayerischen Mobilfunkförderprogramm, konkret, Verfahrenseinstieg in die Markterkundung zur Schließung von Versorgungslücken. Wie hier Bürgermeister Scherer dazu erläuterte, sei eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, kabelgebunden, wie mobil, die Basis für die Gigabit-Gesellschaft von morgen. Nur bei optimaler Versorgung in allen Landesteilen können bayernweit neue innovative Geschäftsmodelle und zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen.

Für die Gemeinde Deining sei daher wichtig, dass auch die letzten, sogenannten „Weißen Flecken“ in denen kein Netzbetreiber eine ausreichende Deckung gewähren kann, in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören: „Dies sei im Bereich von Arzthofen und im Talbereich südlich von Waltersberg gegeben.“ Einstimmig war das Gremium dafür, dass der erste Schritt zur Lösung, in Form eines Markterkundungsfahrens eingeleitet werden soll. In naher Zukunft dürfte auch die Telefonzelle in der Ortsmitte von Deining, in der Leutenbacher Straße, der Vergangenheit angehören.

13 Cent Einnahmen pro Monat

„In den letzten zwölf Monaten hatte hier die Telekom einen durchschnittlichen Monatsumsatz von 13 Cent zu verzeichnen, so dass nun die Telekom Technik GmbH das gemeindliche Einverständnis zum Abbau der Telefonstelle erbittet“, ließ er Rathauschef seinen Gemeinderäte wissen, die dann einstimmig dem Wunsch der Telekom entsprachen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt, der auch dann einstimmig verabschiedet wurde, war die Ergänzung der Gemeindeordnung hinsichtlich Vertretungsbefugnis bei kommunalen Beteiligungen, wie beispielsweise bei der Regina GmbH, bei der die 19 Gemeinden des Landkreises und dieser selbst beteiligt ist.

Vor der nichtöffentlichen Sitzung stimmten die Räte einer Reihe von Bauanträgen zu.

Mehr aus Neumarkt und Umgebung:

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht