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Politik

Keine weiteren Windräder in Deining

Die Gemeinde erteilt dem Bundesverband der Windenergie eine klare Absage. Diskutiert wurden Anlagen an mehreren Stellen.
von Michael Schrafl

Der Gemeinderat diskutierte über Windräder.
Der Gemeinderat diskutierte über Windräder. Foto: dpa

Deining.Die Zahl von Windkraftanlagen in der Gemeinde bleibt begrenzt – der Grund sind Konzentrationszonen und die 10-H-Regelung. „Wir brauchen keine zusätzlichen Anlagen. Wir setzen jetzt nur auf die 10-H-Regelung den Flächennutzungsplan drauf“, sagte Bürgermeister Alois Scherer bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag.

Eine klare Botschaft

Mit ihrer Entscheidung erteilte die Gemeinde dem Bundesverband der Windenergie eine klare Absage, der für die Zulassung von Anlagen mit einer Höhe von 240 Metern plädiert hatte. Für offene Fragen zur Windkraft standen Regierungsdirekter Manfred Wiesenberg vom Landratsamt und Bernhard Bartsch vom gleichnamigen Planungsbüro bereit.

In der Maisitzung war das bauleitplanerische Konzept für die Windkraftnutzung in der Gemeinde Deining vorgestellt worden. Es beinhaltet den Teilflächennutzungsplan für Windkraft Deining, den Bebauungsplan für die Flächen östlich von Waltershof und bei Tauernfeld (Kahrholz) und die Fläche bei Oberbuchfeld. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung befasste sich das Gremium mit den Stellungnahmen aus den Bürger- und Behördenbeteiligungen. Von Bürgern kamen in allen drei Bereichen keine Einwände. Aus der öffentlichen Behördenbeteiligung kamen nur vereinzelt Stellungnahmen. Grundsätzlich gab es jedoch keine Gegenargumente. Nur der Bundesverband für Windenergie und die Betreiber haben über eine Rechtsanwaltskanzlei die grundsätzliche Erfordernis in Frage gestellt.

Hier gibt es weitere Informationen zu Bauarbeiten in der Gemeinde:

Bauarbeiten in der Gemeinde

  • Information:

    Bürgermeister Alois Scherer berichtete über die derzeit laufenden Bauarbeiten in der Gemeinde.

  • Projekte:

    Laut Scherer wird derzeit der 15. Bauabschnitt in Deining erschlossen. Ab Juli 2017 werden weitere 59 Bauplätze für junge Familien zur Verfügung stehen. Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Deining-Unterbuchfeld mit Radweg stehe kurz vor dem Abschluss. Die Erschließung des Baugebietes Leutenbach sei nunmehr abgeschlossen. Beim 2,50 Meter breiten Radweg entlang der Kreisstraße Döllwang-Waltersberg habe die Gemeinde 60 000 Euro zu tragen. Das ist die Hälfte der Gesamtkosten. (nsf)

Nochmals wurde kurz auf das Vetorecht basierend auf der 10-H-Regelung der Nachbarkommune Velburg eingegangen. Nun wird der Teilflächennutzungsplan zur Genehmigung dem Landratsamt Neumarkt vorgelegt. Beim Bebauungsplan östlich von Waltershof und Kahrholz wird der Satzungsbeschluss gefasst. Demnach dürfen an den bereits bestehenden sechs Standorten auch weiterhin Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe bis 200 Meter erstellt werden. Bei der Deckblattänderung zum Bebauungsplan Oberbuchfeld können maximal Anlagen in einer Entfernung von 1200 Metern von den Orten Oberbuchfeld, Unterbuchfeld und Harenzhofen mit einer Gesamthöhe von maximal 120 Metern errichtet werden. Voraussetzung ist aber, dass eine bestehende Anlage rückgebaut wird.

Das Unternehmen Blitzschutz Pröpster möchte im Gewerbepark zu den bisherigen zwei Produktionsgebäuden eine weitere Halle für den Versand errichten. Das Wasserwirtschaftsamt Regensburg hatte eine negative Stellungnahme abgegeben, liegt doch ein Teil des geplanten Gebäudes im Wasserschutzgebiet „Miss“ der Stadt Neumarkt. Das Ingenieurbüro Trummer habe die Planung aber so angelegt, dass kein anfallendes Oberflächenwasser auf diesem Grundstück versickern könne, sagte Scherer.

Friedhofswege werden erneuert

Die Betonwege im Friedhof Waltersberg sind in die Jahre gekommen und sollen gegen eine neue Pflasterung ausgetauscht werden. Die Firma Brendel kümmert sich um den Abbruch und die Betonarbeiten, die Waltersberger sollen mithelfen. Die Kosten inklusive neuem Pflaster betragen etwa 25 000 Euro zuzüglich der Eigenleistungen. Die Kosten würden auf die Grabgebühren umgelegt, erklärte der Bürgermeister.

Max Bögl errichtet im Gewerbepark B bei Tauernfeld zwei Betriebsgebäude (Produktionshalle, Büro- und Unterkunftsgebäude). Zudem erteilte der Gemeinderat 13 Bauanträgen, darunter sechs Wohnhäuser, das Einvernehmen.

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