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Engagement

Oberbuchfelder Feuerwehr feiert Jubiläum

Verheerende Brände wüteten in vielen Dörfern im Landkreis Neumarkt – darum wurde vor 125 Jahren die Feuerwehr gegründet.
Von Andreas Friedl

  • Die Feuerwehr Oberbuchfeld freut sich auf ihr großes Fest an diesem Wochenende. Foto: Feuerwehr Oberbuchfeld
  • Alexander Götz, Bürgermeister Scherer und Christian Distler blättern in der Festschrift. Foto: Vera Gabler

Deining.Von kommenden Freitag bis einschließlich Sonntag feiert die Feuerwehr Oberbuchfeld ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum. Auch diese Feuerwehr, musste – wie viele andere Wehren – gute wie schlechte Zeiten durchmachen.

Nicht nur vor der Gründungszeit im Jahre 1894, auch noch danach gehörten große Brände zu den verheerendsten Ereignissen, die nicht nur einzelne Gebäude, sondern oft ganze Dörfer vernichteten. So wird in historischen Quellen davon berichtet, dass im Jahre 1865 in Oberbuchfeld auf zwei Anwesen große Brände wüteten und nur sieben Jahre später in Unterbuchfeld ein Feuer ausbrach, dem 13 Wohnhäuser und 14 Nebengebäude zum Opfer fielen.

Dieses und weitere Ereignisse veranlassten die königliche Regierung in Regensburg, in den Gemeinden freiwillige Feuerwehren zu gründen. Wie aus Unterlagen dieser Zeit zu entnehmen ist, wurde in den folgenden Jahren auch der Bezirk Neumarkt in Löschdistrikte eingeteilt, so auch Oberbuchfeld mit den dazugehörigen Orten Arzthofen, Lengenbach, Rothenfels, Thannbügl, Unterbuchfeld und Siegenhofen.

Spritze wurde nicht geliefert

Um die Brandbekämpfung zu optimieren, wurde von den Verantwortlichen bereits im Jahre 1876 eine vierrädrige Saug- und Druckspritze beantragt, die aber wegen fehlender Finanzmittel nicht ausgeliefert wurde. Im Jahr 1892 wurde von den Verantwortlichen in Oberbuchfeldern ein neuer Versuch gestartet, der letztendlich Erfolg hatte.

Eine Bezuschussung von 300 Mark durch die Regierung war jedoch an die Auflage gebunden, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. So trafen sich im Jahr 1894 insgesamt 28 Männer und gründeten die Feuerwehr und wählten Michael Weber zu ihrem Kommandanten und Xaver Fink zum ersten Vorsitzenden.

Deining/Oberbuchfeld

Markus Söder und Haindling kommen zum Fest

Wie bereits schon mehrfach berichtet, feiert die Feuerwehr Oberbuchfeld von Freitag, 24. Mai, bis einschließlich Sonntag, 25. Mai, ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum.

Aus dem Jahre 1911 ist eine Anekdote aufgeschrieben, dass es bei einem Brand in Unterbuchfeld zum Streit zwischen den Feuerwehren Unterbuchfeld, Leutenbach und Oberbuchfeld wegen eines beschädigten Schlauches kam. Wurden die Kriegswirren zwischen 1914 und 1918 noch gut überstanden, wurden die Feuerwehren ab 1933 im Dritten Reich gleichgeschaltet und die Feuerwehrkommandanten nicht mehr von den Mitgliedern gewählt, sondern von den Bezirksregierungen, nach Vorschlag durch den jeweiligen Bürgermeister, ernannt.

46 Frauen waren aktiv

Dies sollten aber für die Feuerwehrvereine keine Einschränkungen hinsichtlich Ehrungen verdienter Mitglieder sein, denn 1935 führten sie noch Ehrungen durch. Im Jahr 1941 wurde eine motorisierte Tragkraftspritze erworben und zur Optimierung des Löschwesens in Oberbuchfeld ein Löschteich geschaffen. Zum Ende des Krieges sah es so aus, dass der Löschdienst von 46 Frauen geleistet wurde, da nahezu alle Männer ab 16 Jahren im Kriegseinsatz waren.

Drei Jahre nach Kriegsende wurde der Landkreis Neumarkt in sieben Bezirke aufgeteilt. So war hier Kreisbrandmeister Josef Fink aus Oberbuchfeld für neun weitere Gemeinden zuständig. Im Jahre 1949 fand wieder eine Feuerwehrversammlung mit Neuwahlen statt. Von da an ging es steil bergauf: Bau eines Feuerwehrhauses 1962, Verbesserungen der technischen Ausrüstung, Ablegen von Leistungsabzeichen, Fahnenweihen, Ehrungen und das Begehen der 90- und 100-jährigen Gründungsjubiläen gehören beispielsweise dazu.

Zudem trugen die Mitglieder, ob in der Führung und bei der Mitarbeit immer dazu bei, dass die Feuerwehr Oberbuchfeld so hervorragend aufgestellt ist, wie man sich es nur wünschen kann. Dazu haben jetzt auch der erste Vorsitzende Christian Distler und der erste Kommandant Thomas Fersch beigetragen.

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