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Investition

Alte Schmiede in Dietfurt wird zur Jause

In Wildenstein hat sich Renate Sederholm des historischen Gebäudes angenommen. Nun können Wanderer dort einkehren.

Renate Sederholm zeigt auf freigelegte Balken, sie müssen ausgebessert werden. Foto: ufb
Renate Sederholm zeigt auf freigelegte Balken, sie müssen ausgebessert werden. Foto: ufb

DIETFURT.Für Renate Sederholm aus Wildenstein geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Im Gebäude der Alten Schmiede entsteht eine Jause für Spaziergänger, Wanderer und Radtouristen. Die Arbeiten laufen seit gut sechs Wochen und sind so weit fortgeschritten, dass das Projekt an diesem Samstag der Bevölkerung vorgestellt werden kann.

Die Ärztin Renate Sederholm stammt aus Thüringen. 1982 verbrachte sie einige Urlaubstage in Dietfurt und im Ortsteil Wildenstein. Ihr gefiel es so gut, dass sie fortan immer wieder kam und sich 2001, im Haus der früheren Schlossverwaltung Wildenstein ganz niedergelassen hat.

Großes Durcheinander herrschte

2006 erwarb sie die in der Nachbarschaft stehende Schmiede samt intakten Werkzeugen und Gerätschaften, um diese der Nachwelt zu erhalten. Diese wird im Archiv erstmals 1760 erwähnt und ist seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb. Bei der Übernahme der Hufschmiede herrschte ein großes Durcheinander. Mit großem Einsatz haben Sederholm und deren Tochter Karen für Ordnung gesorgt.

Tag der offenen Tür

  • Termin: Er findet in der Alten Schmiede am Samstag von 13 bis 18 Uhr statt. Hierbei kann sich jedermann über das Projekt informieren.
  • Verköstigung: Die Besucher werden mit Suppen, Würstln, durstlöschenden Getränken, aber auch mit Kuchen und Kaffee bewirtet.
  • Lage: Wildenstein liegt an der Tillylandschlaufe einem Schlaufenweg.

Sederholm war es immer ein Anliegen die Schmiede mit Leben zu erfüllen. So entstand die Idee, den im Gebäude befindlichen Schweinestall zu entfernen und eine Brotzeitstation zu errichten. Pate dafür waren Wanderer oder auch Pfadfinder, die sich im Jugendzeltlagerplatz in Buch aufhielten und in Wildenstein Halt machten. Nachdem das ehemalige Schlossbräustüberl seit langer Zeit geschlossen hat, sah Sederholm diesbezüglich eine Lücke.

In Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt und Architekt Albert Jellbauer (Velburg) entstand ein Konzept, das vor kurzem der Stadtrat abgesegnet hat und nun umgesetzt wird. Dabei handelt es sich um eine kleine Lösung, d. h. es entstehen im Schweinestall eine Brotzeitstation und in einem Nebenraum Toiletten. Bei den bereits durchgeführten Arbeiten kamen vorwiegend heimische Firmen zum Einsatz.

Sicherung war ganz wichtig

Ganz wichtig war dabei die Sicherung des Gebäudes. Dazu musste Zimmerer Dieter Metz (Haas) einige schadhafte Balken verstärken bzw. zusätzliche einziehen. Zudem wurde als Stütze eine Eisensäule eingebaut, die aus dem Fundus des Wildensteiner Antiquitätenhändler Kriegisch stammt. Er besorgte auch alte Jurasteinplatten, mit denen die ehemalige Stallung wohnlich ausgelegt wurde.

Trotz ihrer 78 Jahre bringt sich Sederholm bei den Arbeiten ein. Sie sagt: Ich wollte in meinem Alter noch sehen und erleben, dass mit der Schmiede etwas vorwärts geht. Dabei bin ich allen dankbar, die mich egal auf welche Weise unterstützen.“

Ob auch noch der Plan verwirklicht werden kann, im Obergeschoss ein „Hirtenlager“ für Übernachtungen zu schaffen, hängt von der Finanzierung und auch von baurechtlichen Fragen ab. (ufb)

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