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Fasching

Chinesen huldigen dem neuen Kaiser

Am Unsinnigen wird Fu-Gao-Di in Dietfurt gekrönt. Damit sicher gefeiert wird, gibt es aber auch in Bayerisch-China Regeln.

So wurde der neue Kaiser vorgestellt.
So wurde der neue Kaiser vorgestellt. Foto: Fuhrmann

Dietfurt.„Kille Wau“ heißt es wieder am Donnerstag, 4. Februar, beim Chinesenfasching. Unter dem Motto „ Fu-Gao-Di, der Sonnensohn, regiert ab jetzt vom Kaiserthron!“ zieht um 14 Uhr der chinesische Faschingszug mit etwa 50 Gruppen durch die Stadt. Der Chinesenfasching spielt auf eine alte Anekdote an: Der Bischof von Eichstätt schickte einst seinen Kämmerer nach Dietfurt, damit er dort nach dem Rechten sehe und die Steuern eintreibe. Die Dietfurter ließen ihn nicht durch die Stadttore – und der Kämmerer berichtete dem Bischof verärgert, die Dietfurter verschanzten sich „wie die Chinesen hinter ihrer Mauer“.

Am großen Tag stimmt ab 13 Uhr DJ Mike Checkoff die Zuschauer von der Stufenbühne am Rathaus ein. Ab 14 Uhr huldigen dann zum ersten Mal viele bayrisch-chinesische Gruppen dem neuen Kaiser Fu-Gao-Di. Er tritt die Nachfolge von Kaiser Ko-Hounag-Di an und wird zur Podiumsgaudi nach dem Zug feierlich gekrönt. Das passiert gegen 15.30 Uhr. Ein Bildhauer aus der Region hat eine Krone angefertigt, die zum ersten Mal das kaiserliche Haupt zieren wird. Nach der Podiumsgaudi wird in den Gasthäusern und Bars in Dietfurt bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Für die Zuschauer gibt es am Ortsrand von Dietfurt Parkplätze. Feuerwehr und Polizei regeln den Verkehr. Die Dietfurter Gästeführer bieten am Unsinnigen Donnerstag Stadtführungen durch Bayrisch China an. Sie zeigen dabei auch die ehemalige Stadtmauer. Beginn einer Führung ist um 10 Uhr am Chinesenbrunnen. Für Gruppenführungen kann die Zeit nach Wunsch festgelegt werden.

Zerbrechliche Flaschen sind verboten

Um die Sicherheit zu gewährleisten, hat die Stadt Dietfurt eine Verordnung zur Regelung des Faschingstreibens erlassen. So ist zum Beispiel das Mitführen von Flaschen, Gläsern oder anderen Behältnissen aus zerbrechlichem Material nicht gestattet. In den vergangenen Jahren gab es für Nichtbelehrbare auch Geldstrafen.

Der neue Kaiser ist den Chinesen kein Unbekannter: Manfred Koller (47), Gewerbetreibender aus Dietfurt, ist der Bruder des bisherigen Kaisers. Es gibt also zum ersten Mal in der Geschichte des Chinesenfaschings eine „Kaiser-Dynastie“. Koller ist der elfte Dietfurter, der den Rang des Faschingskaisers bekleidet. Der neue Kaiser-Name ist dieses Mal durch und durch chinesisch und bedeutet „glückbringender (Fu), großer (Gao) Kaiser (Di).“

Die neue Kaisergruppe unter der Leitung von Koller und dem Kaiserlichen Zeremonienmeister Robert Leopold alias Kai-Ze-Mei wurde vorgestellt. Dabei sind unter anderem die Kaiserlichen Hofräte Anton Bachhuber jun., Enrico La Corte, Reinhard Koller, Josef Ibel, Max Herrmann und der „Kaiser-Ahne“ Fa-Da-Lang, Horst Semmler. Die Kaiserlichen Hofdamen sind Barbara Schmid, Tanja Koller, Jasmin Koller, Steffi Eichhorn, Sabine Waffler, Conny Schmidt, Katrin Hradetzky, Susanne Rupp und Daniela Palm.

Außerdem wurde die neue Kaisergarde unter der Leitung von Sabine Stiegler und Anett Handreck den „Bayrischen Chinesen“ vorgestellt: Es tanzen Vanessa Schmitz, Monika Riepl, Maria Riepl, Marie Schott, Emily Zimmermann, Verena Geyer, Jessica Geyer und Susi Roithner.

Eine neue Kaiserhymne

Das neue Kaiserlied haben Stefan Röll und Stefan Graf von den „Weiß-Blauen Siebentälern“ gedichtet. Außerdem gibt es erstmals eine CD mit den Dietfurter Faschingsschlagern. Das war eine Bayrisch-Chinesische Zusammenarbeit zwischen den Weiß-Blauen Siebentälern und der Münchner China-Musikgruppe Prims Studio. Die CD gibt es in der Tourist-Information zu kaufen.

Weitere Informationen gibt es bei der Tourist-Info Dietfurt, Hauptstraße 26, 92345 Dietfurt, Telefon (0 84 64) 64 00 -19 /-39, www.dietfurt.de/chinesenfasching, tourismus@dietfurt.de

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