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Erziehung

Kindergarten erkundet erstmals den Wald

Am ersten Tag lief alles glatt – allerdings gab es für den Waldkindergarten Dietfurt noch einiges vorzubereiten.
von Johann Grad

Gemeinsam zogen die Kinder den Bollerwagen in den Wald.
Gemeinsam zogen die Kinder den Bollerwagen in den Wald. Foto: Grad

Dietfurt.Felix zählt die Kinder. Er kommt auf acht, mit ihm selber sind es natürlich neun – also sind alle Kinder da. Auch der Bollerwagen steht bereit, mit dem jeden Tag warmes Wasser und andere Sachen zum Bauwagen transportiert werden. Wer will ziehen? Alle natürlich! Zwei kräftige Kerle ziehen an der Lenkstange, die anderen Buben und Mädchen schieben hinten und seitwärts, hinterdrein schlendern die Eltern, und auf geht es zum Bauwagen. Der Start ist geglückt, der Waldkindergarten kann beginnen.

Es ist zwar etwas regnerisch, frisch und trübe, aber das Wetter spielt ja keine Rolle. Alle Kinder sind gut ausgerüstet mit Mützen, Regenjacken, Matschhosen und Stiefeln, im Rucksack sind Brotzeit und Getränk verstaut. Die Kinder sind gespannt, wie es wohl wird. Nico war am Abend vorher schon ganz aufgeregt. Erzieherin Daniela Idzik-Neumann schwitzt in ihrer warmen Kleidung – kein Wunder, sie leitet zum ersten Mal einen Waldkindergarten. Wald-Erfahrung bringt Kinderpflegerin Birgit Kuffer aus ihrer vorhergehenden Tätigkeit mit.

Heute gibt es Spiele zum Kennenlernen und der Wald wird etwas erkundet. Die Eltern haben gut zu tun, denn der Bauwagen muss noch fertig eingerichtet werden, das Toilettenhäuschen braucht noch einen Riegel und herumliegende Äste sind wegzuräumen. Förster Oliver Kuhn markiert mit gelber Farbe die Grenzen des Geländes. Jagdpächter Max Koller hatte sofort seine Zustimmung für den Waldkindergarten gegeben, obwohl hier mehr Rehe stehen als am Kreuzberg, wo der dortige Jäger große Probleme sah. Innerhalb kurzer Zeit haben die Angestellten des Bauhofs den Platz hergerichtet, ein paar kleinere Bäume umgesägt, den Bauwagen an seinen Platz gebracht und die Komposttoilette installiert. Andreas Steiger, Vorsitzender des Fördervereins, findet den neuen Platz gut. Am Kreuzberg wäre allerdings der Kontakt zur Bevölkerung besser gewesen, sagte er. Man hätte leichter mal vorbeischauen oder Veranstaltungen besuchen können.

Langsam wird es Zeit für den Rückmarsch zum Abholplatz. Bei der Maschinenhalle von Hubert Braun neben der Straße nach Mitteldorf sammeln sich die Kinder am Morgen und können dort wieder abgeholt werden. Der Grundeigentümer ist sogar einverstanden damit, dass ein kleines Wartehäuschen errichtet wird als Unterstand, bis alle Kinder vollzählig versammelt sind. Dann ist der erste Tag geschafft und Kinder und Eltern haben daheim bestimmt einiges zu erzählen.

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