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Feuerwehr

Feuerwehr hat neuen Container zum Üben

220 000 Euro ließ sich der Freistaat die Erweiterung der Übungsanlage zum Brandschutz kosten. Die Neumarkter sind stolz.
Von Gerd Schlittenbauer

Die Feuerwehr und OB Thumann freuen sich über die Erweiterung der Brandschutzübungsanlage. Foto: Schlittenbauer
Die Feuerwehr und OB Thumann freuen sich über die Erweiterung der Brandschutzübungsanlage. Foto: Schlittenbauer

Neumarkt.Über weitere „gute Lerneffekte für jeden Feuerwehrmann“ freut sich der Neumarkter Kommandant Christian Kürzinger. Er und seine Mannen sind stolz auf die Erweiterung der wichtigen staatseigenen Brandschutzübungsanlage, in die der Freistaat 220 000 Euro investiert hat.

Bei der Vorführung der Neuerwerbung wurden am Mittwoch verschiedene Brände simuliert, Rauch quoll aus allen Fugen: „Wir schulen hier unsere Atemschutzgeräteträger“, berichtet Max Reischböck, Fach-Kreisbrandmeister für Atemschutz.

Über deren 30 verfügt allein die Neumarkter Feuerwehr, das ist die Hälfte der Freiwilligen. Doch auch aus dem übrigen Landkreis und der weiteren Region zwischen Nürnberg und Regensburg kommen die Feuerwehrleute, um den Ernstfall zu proben. „600 Atemschutzgeräteträger gibt es im Landkreis“, klärt Max Reischböck. Ihnen stehen 300 Atemschutzgeräte stehen zur Verfügung. Oberbürgermeister Thomas Thumann betont beim Ortstermin, dass diese 300 Geräte auch vor Ort sauber gemacht werden, denn sobald jemand die Maske aufsetzt, erfordert dies eine spätere penible Reinigung.

Reale Bedingungen simuliert

Die Feuerwehr könne in der Brandschutzübungsanlage annähernd die Bedingungen simulieren, wie sie bei einem richtigen Brand herrschen, erklärt Max Reischböck. Insgesamt seien die Brände rückläufig, „deshalb ist es wichtig, dass die Feuerwehrler im Ernstfall nicht überfordert sind“. So bekommen sie zum Beispiel ein Gefühl dafür, wie wichtig es ist, sich bei einem Einsatz möglichst geduckt zu bewegen: „Am Boden herrschen bei einem Brand 70 Grad, an der Decke schon mal 200“, sagt Reischböck. Jeder der Neumarkter Atemschutzgeräteträger ist bereits in der Anlage ausgebildet, insgesamt hat man seit der Inbetriebnahme Ende 2004 – damals als Erster von sieben Standorten in Bayern – rund 6000 Personen in Neumarkt ausgebildet.

Nun wurde die Anlage, die damals 260 000 Euro gekostet hatte, um das Doppelte erweitert. Ein Geschoss höher als der ursprüngliche Container kam ein weiterer hinzu, der mannigfaltige Übungsmöglichkeiten bietet. So können dort weitere Brandherde simuliert werden, beim Ortstermin bekamen die Geladenen einen Regalbrand und einen Sofabrand zu sehen.

Kameras überwachen die Räume

Die neuen Räume können variabel mit Trenngittern gestaltet werden, so dass die Retter nicht immer dieselben Bedingungen vorfinden. Mit einer neuen Brechtür kann trainiert werden, wie man diese verriegelte Tür mit Brechwerkzeugen aufbekommt. Rauchvorhänge dienen dazu, Brandherde abzugrenzen. Wenn es zum Beispiel in einem Gebäude nur an bestimmten Stellen brennt, kann ein Übergreifen des Feuers damit vermieden werden. Kameras und Wärmebildkameras überwachen die neuen Übungsräume. Alles wird in einer Zentrale am Bildschirm beobachtet und bei der Übung per Touchscreen gesteuert.

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