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Bürgerprotest

Abholzaktion sorgt für Protest

Zwischen Wettenhofen und Thannhausen wurden Bäume entlang eines Radwegs gefällt. Das erzürnt die Bürger.

Entlang des Radwegs zwischen Wettenhofen und Thannhausen wurden Bäume geschlagen. Foto: Gleisenberg
Entlang des Radwegs zwischen Wettenhofen und Thannhausen wurden Bäume geschlagen. Foto: Gleisenberg

Mühlhausen.Der Radweg zwischen Wettenhofen und Thannhausen an der Gemeindegrenze zwischen Mühlhausen und Freystadt ist vielen Radlern bekannt. Nicht zuletzt die schattige Passage durch einen Wald. Doch der Schatten fällt nun etwas weniger aus, denn viele Bäume mussten weichen. Was einen Bürger erzürnte, der sich beim Tagblatt meldete.

Als unangemessen bezeichnet er das Fällen von Bäumen entlang des Radwegs. Es sehe fast wie bei einer Rodung aus, erklärt der Leser. Fakt ist, dass der Wald auf einer längeren Strecke und auch in der Tiefe deutlich ausgedünnt wurde.

Doch wer ist dafür verantwortlich und warum wurden die Bäume gefällt, die inzwischen zu großen Haufen geordnet am Wegrand liegen. Das staatliche Bauamt in Regensburg, zuständig für die vorbeiführende Staatsstraße 2220 verweist auf den Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten in Allersberg.

Holzabtransport habe begonnen

Dessen Leiter Harald Schiller und der Neumarkter Revierförster Christian Sprinkart bestätigen die Fällaktion an der Staatsstraße. Auf 500 Meter Länge und einer Tiefe von 15 bis 20 Meter sei rund jeder zweite bis dritte Baum entnommen worden. Inzwischen sei das Fällen beendet und der Holzabtransport habe begonnen.

Als Gründe für die Maßnahme gibt Sprinkart an, dass zum einen vom Borkenkäfer befallene Bäume entfernt werden mussten und zum anderen Eichen gefällt wurden, um die Sicherheit auf dem vorbeiführenden Radweg zu gewährleisten. Im Gegensatz zu Wald- und Wanderwegen, die man auf eigene Gefahr betrete, hätten die Staatsforsten im Fall des Radwegs die Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen.

Deswegen stünden regelmäßig Überprüfungen an, ob Bäume eine Gefährdung darstellen. Im Falle des Radwegs von Wettenhofen nach Thannhausen habe man sich entschieden, den Baumbestand an Eichen aus Schutz vor dürren Ästen auszudünnen. Zudem habe es im vergangenen Jahr einen starken Befall mit dem Eichenprozessionsspinner gegeben.

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