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Jubiläum

Fest schweißte Ort Forchheim zusammen

Die Freiwillige Feuerwehr mit tausenden Gästen ihr 150-jähriges Bestehen. 94 Vereine waren beim großen Festzug dabei.
Von Michael Schrafl

  • Die Festdamen, Festmutter und Festbraut waren eine besondere Augenweide beim großen Feuerwehrjubiläum in Forchheim. Fotos: Michael Schrafl
  • So präsentierte sich der Jubelverein, die Freiwillige Feuerwehr FFW Forchheim, beim großen Festzug am sonnigen Sonntagnachmittag.

FREYSTADT.Ein großartiges Jubiläumsfest feierte am Wochenende bei Bilderbuchwetter die Freiwillige Feuerwehr (FF) Forchheim. 94 Vereine beteiligten sich am Sonntag am Festumzug zum 150-jährigen Jubiläum durch den herausgeputzten Ort. Mit ihren farbenprächtigen Fahnen gaben sie ein eindrucksvolles Bild ab.

Ein besonderer Augenweide waren die vielen Festdamen in ihren schmucken Kleidern. Von allen Seiten gab es großes Lob für den Jubelverein: Für die perfekte Organisation des Festes sowie für das große feuerwehrtechnische und gesellschaftliche Engagement.

Viel politische Prominenz

Bereits am Freitagabend war ganz Forchheim auf den Beinen, als die Blaskapelle Thannhausen die Festlichkeiten mit einem Standkonzert auf dem Dorfplatz eröffnete. Im Festzelt konnten 1. Vorsitzender Stefan Heindl und 1. Kommandant Josef Götz zahlreiche Ehrengäste begrüßen, so die drei Schirmherren, Staatsminister Albert Füracker, Landrat Willibald Gailler und Bürgermeister Alexander Dorr, sowie die Festdamen, den Patenverein Thannhausen, den Stadtrat, die Führungskräften des Kreisfeuerwehrverbandes Neumarkt und Gäste aus Reinheim in Hessen.

Die drei Schirmherren gratulierten dem Jubelverein zum 150. Geburtstag. Gleichzeitig dankten sie den Männern und Frauen für ihren wertvollen Dienst für die Bevölkerung sowie für ihr gesellschaftliches Engagement für die Dorfgemeinschaft.

Einen Bilderreigen vom Fest sehen Sie hier:

Forchheims Feuerwehr feierte 150,

Staatsminister Albert Füracker hatte als Geschenk ein Fahnenband aus dem Heimatministerium mitgebracht. „Ihr macht durch Euer Engagement unsere Gesellschaft reich“, erklärte zudem der Neumarkter Landrat Willibald Gailler. Freystadts Bürgermeister Alexander Dorr lobte den guten Ausbildungsstand dieser Freystädter Ortsteil-Wehr. Durch die geplante Anschaffung eines Löschfahrzeuges werde die Ausrüstung der Ortswehr perfektioniert. Kreisbrandinspektor (KBI) Georg Mößler sagte: „Euere Feuerwehr kann stolz sein, so viele engagierte Leute im Verein zu haben!“

Assistiert vom Braumeister und Juniorchef Michael Gloßner aus Neumarkt nahm Albert Füracker dann den offiziellen Bieranstich vor.

FW-Vorsitzender Stefan Heindl ging in seinem Grußwort auf die Entwicklung der FFW Forchheim ein. Am 10. Mai 1869 hatten 29 Männer diese gegründet. Stand früher die Brandbekämpfung im Vordergrund, so liege heute der Schwerpunkt auf der technischen Hilfeleistung. Er dankte allen, die mitgeholfen haben, dieses „grandiose Jubiläumsfest“ auf die Beine zu stellen. „Das Fest hat unser Dorf näher zusammenrücken lassen und die Dorfgemeinschaft echt gestärkt“, freute sich der Vorstand.

Weckruf und Festgottesdienst

Der Sonntag begann mit Weckruf und Einholung der Festdamen und des Patenvereins. Nach dem Totengedenken mit Kranzniederlegung an der Kirche zelebrierte Pater Sales im Festzelt den Jubiläumsgottesdienst, feierlich mitgestaltet vom Kirchenchor Forchheim und von der Stadtkapelle Freystadt. Wie der Pfarrer in der Predigt sagte, praktizieren die Feuerwehrkameraden bei ihrem Dienst Gottes- und Nächstenliebe. „Als Christen sind wir auch verantwortlich für unsere Mitmenschen.“

Ein weiterer Festakt war die Segnung der restaurierten Fahne und die Übergabe der Fahnenbänder, gestiftet von Fahnenbraut Sophia Harrer, Festmutter Beate Huber-Beck, von den Festdamen und vom Festausschuss. Jubelverein und Patenverein tauschten anschließend Geschenke aus.

94 Vereine gaben Verein die Ehre

Höhepunkt am Nachmittag war der große Festzug mit nahezu 100 Vereinen und Musikkapellen durch das festlich geschmückte Dorf. Gigantisch wirkt somit auch der spätere Einzug der Fahnen ins Festzelt.

Als Stimmungsmacher erwiesen sich an den drei Festtagen die drei Bands: „D`Rebellen“, die „Gipfelstürmer“ und „Öha“ sowie die Festdamen und der Patenverein Thannhausen.

Höhepunkte beim Forchheimer Fest

  • Wahl der „Miss Feuerwehr“:

    Die neun Bewerberennen hatten mehrere Aufgaben zu bewältigen, unter anderem einen Schlauch ausrollen und dabei möglichst viele Wasserflaschen umstoßen oder möglichst schnell die Feuerwehr-Schutzkleidung anziehen. Überglücklich zeigte sich die Siegerin Maria Bierschneider von der FF Freihausen. Auf Platz zwei und drei folgten Maria Gerner aus Michelbach und Leonie Fiegl aus Wappersdorf.

  • „Spiel ohne Grenzen“:

    15 Gruppen beteiligten sich am Samstagnachmittag am Wettbewerb, organisiert von den 21 Festdamen. Gefragt waren an den sieben Stationen Schnelligkeit, Ideenreichtum und Geschicklichkeit. Sieger wurde die FFW Hagenbuch. Platz zwei belegten die Geschwister Härtl aus Forchheim, Platz drei die FFW Freystadt.

  • Festzug:

    Insgesamt 94 Vereine – begleitet von den Klängen zahlreicher Musikkapellen – beteiligten sich am Sonntagnachmittag am großen Festzug. Viele hundert Zuschauer säumten die Straßen und klatschen reichlich Beifall. (nsf)

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