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Naturschutz

Freystadt hat seine Störche wieder

Die Ortsgruppe des Landesbunds für Vogelschutz beobachtet die Tiere seit Jahren. Nicht immer sind die Brutbemühungen von Erfolg gekrönt.
Von Heike Regnet

Seit einigen Tagen sind zwei Störche auf dem Torturm zu sehen.
Seit einigen Tagen sind zwei Störche auf dem Torturm zu sehen. Foto: ngr

Freystadt.In diesem Jahr mussten die Freystädter Storchenfreunde nicht lange warten, denn es ist bereits das erste Storchenpaar in der Stadt eingetroffen. Seit einigen Tagen sind die zwei Störche auf dem Horst am Torturm oder auch in den umliegenden Wiesen Freystadts zu sehen.

Die Störche waren auch ein zentrales Thema bei der Jahresversammlung der Ortsgruppe des Landesbunds für Vogelschutz im Café Beck. Zudem standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Einstimmig wurde Josef Brandl als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt, Schatzmeister ist Hans Gruber, Schriftführerin und stellvertretende Vorsitzende ist Sieglinde Ortlepp.

In seinem Bericht blickte Josef Brandl auf die Aktivitäten des LBV zurück. So wurden wieder zwei Vogelstimmenwanderungen am Möninger Berg angeboten. Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, die heimische Vogelwelt ein wenig besser kennenzulernen. Josef Brandl betonte in diesem Zusammenhang, dass gerade seltene Vögel immer größere Schwierigkeiten hätten, geeignete Nitzplätze zu finden. Hans Gruber gab den zufriedenstellenden Kassenbericht.

Sieglinde Ortlepp informierte über die Weißstörche in Freystadt. Seit dem Jahr 1980 führt die als „Storchenmama“ bekannte Sieglinde Ortlepp Buch über die Storchenpopulation vor Ort. Bis 1980 brüteten die Störche in Freystadt auf dem Nordturm. Nach dem Bau der Umgehungsstraße gab es keine Brut mehr. So wurde das Nest schließlich vom Bauhof entfernt, Turm und Dach saniert. Nach Abschluss der Arbeiten wurde eine Nisthilfe am Turm angebracht. Es dauerte schließlich bis 2008, bis wieder ein Storchenpaar brütete. Von den vier Jungen überlebten zwei. Im Jahr darauf waren es drei junge Störche. 2010 schlüpften zwar drei Junge, allerdings starb die Brut an Unterkühlung.

Im Folgejahr wechselten die Störche auf den benachbarten Schreineikamin. Es dauerte allerdings bis 2015, bis wieder drei Jungstörche vom Nest abfliegen konnten. Im vergangenen Jahr überlebte ein Storch von ursprünglich drei Jungstörchen. Angebracht wurde zudem ein weiterer Weidenkorb auf dem Südturm, der künftig ebenfalls von Störchen bezogen werden könnte.

Über die Aktivitäten für den Naturschutz im Landkreis berichtete LBV-Vorsitzender Dr. Bernd Söhnlein. Im Blickpunkt stehe in diesem Jahr der Wald. „Es muss im Wald nicht immer ‚aufgeräumt‘ sein“, so Dr. Söhnlein. Dürre Bäume sollten auch einmal stehengelassen werden, denn auch sie bieten Lebensraum für viele Tiere. Angeschafft wurden von der LBV-Ortsgruppe 26 Nistkästen, die nun am Möninger Berg aufgehängt werden.

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