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Entwicklung

Richtfest an der Freystädter Schule

Die Kosten für die Außenanlagen steigen vermutlich auf 1,6 Millionen Euro. Die Feuerwehr-Zufahrt wird nochmals überprüft.
Von Heike Regnet

Die Blicke der Gäste auf dem Schulgelände gingen am Dienstagnachmittag steil nach oben, es wurde Richtfest gefeiert. Foto: Regnet
Die Blicke der Gäste auf dem Schulgelände gingen am Dienstagnachmittag steil nach oben, es wurde Richtfest gefeiert. Foto: Regnet

Freystadt.Am Dienstag wurde bei der laufenden Erweiterung der Martini-Schule Richtfest gefeiert, ehe im Anschluss im Versammlungsraum im Feuerwehrhaus der Stadtrat tagte. Nach dem Richtspruch nutzten viele der Gäste die Gelegenheit, mit Architekt Johannes Berschneider die Baustelle zu besichtigen.

Erklärtes Ziel sei ein gutes und qualifiziertes Betreuungsangebot, betonte Bürgermeister Alexander Dorr beim Richtfest. Die Martini-Schule befinde sich auf einem zukunftsfähigen Weg. Landrat Willibald Gailler rückte das Engagement der Kommunen und des Landkreises bei den Schulen in den Fokus. Der Landkreis sei Bildungsregion, die Mittelschulverbünde mit Blick auf den Fachkräftemangel sehr wichtig.

Bienenhaus mit Blumenwiese

Auch in der Sitzung ging es zunächst um die Martini-Schule. Brigitte Seidel von Lorenz Landschaftsarchitekten stellte die Außenanlagen vor. 2017 wurden die Kosten hierfür noch auf 1,4 Millionen Euro geschätzt. Nach Abstimmungsgesprächen mit der Schulleitung wurde nun die aktualisierte Planung vorgestellt. Durch Massenmehrungen und Änderungen seien die Kosten auf 1,6 Millionen Euro gestiegen. Genaue Zahlen aber bringe erst die Ausschreibung, so Seidel. Für Grund- und Mittelschüler soll es künftig getrennte Pausenhofbereiche geben, die altersgemäß ausgestattet werden. Auch ein Bienenhaus mit Blumenwiese ist im neuen Konzept enthalten. Nahe des Eingangsbereichs ist die neue Mensa mit Außenterrasse.

Hans Schöll und Thomas Pietsch hinterfragten die Zufahrtswege für die Feuerwehr. Dorr betonte, dass diese dem Brandschutzkonzept entsprächen. Pietsch hatte starke Zweifel. Nun soll die Wegführung nochmals überprüft werden. Eva Otto-Greiner empfahl für den Pausenhof der Grundschüler eine Nestschaukel und eine Buddelkiste. Zudem sollte bei den Baumpflanzungen auch die Allee im Blick behalten werden. Fabian Seitz fragte, ob die Schüler künftig Raum für Projekte in den Außenanlagen hätten. Dies wurde bejaht. Hans Gerngroß fragte nach Einsparmöglichkeiten. Diese gebe es, so Dorr, aber hier sollte man sich erst nach der Ausschreibung Gedanken machen, wenn nötig.

Stadtrats-Splitter

  • Verbindungsstraße:

    Ludwig Schöll monierte den schlechten Zustand der Straße von Forchheim nach Kauerlach mit vielen Gefahrenstellen. Hierzu soll nun ein Ortstermin stattfinden.

  • Bänke:

    Fabian Seitz stellte die Frage,, wann an der Berchinger Straße Bänke aufgestellt werden. Nun wird geprüft, ob geeignete Flächen vorhanden sind.

  • Freibäder:

    Nach Gesprächen mit den Wasserwachten Freystadt und Mörsdorf läuft der Betrieb in den Bädern normal weiter.

  • Heizkosten:

    Markus Engelmann wünschte Zuschüsse für die Feuerwehrhäuser.

  • Sulzkirchen:

    Robert Schlirf kritisierte, dass bei der Mängelerfassung die Anwohner nicht informiert wurden.

Ein viel diskutiertes Thema in Freystadt ist derzeit die Ableitung des Oberflächenwassers der Schule. Dorr informierte, dass der geplante Anschluss an den Kanal Allersberger Straße wegen Höhenunterschiede im Gelände nicht möglich sei. Auch ein Einleiten „am Mühlbach“ oder in den Thundorfer Graben sei nicht möglich. Geplant sei nun, das Oberflächenwasser direkt in die Schwarzach zu leiten. Ein Rohr führt hierzu unter die Umgehungsstraße und durch ein Privatgrundstück, Kosten rund 85 000 Euro. Der Planer könne für diese neue Entwicklung nichts, so Dorr. Er sei vorab aus dem Rathaus falsch informiert worden.

Robert Hackner regte an, auf dem Weg zur Schwarzach eine Zisterne anzulegen. Diese bringe Gießwasser für Schul- und Sportgelände. Stadtbaumeister Michael Meyer erklärte, dass diese Möglichkeit noch nicht untersucht wurde. Fraglich sei, ob sich dies amortisiere. Renate Großhauser hielt dagegen, dass schon der Umweltgedanke als rechnerischer Beitrag zu sehen sei. Ludwig Schöll versicherte, dass sich die Zisterne am Sportgelände in Forchheim bestens bewährt habe.

Jugendtreff in Freystadt

Vorangehen soll es mit der Jugendarbeit in Freystadt. Dorr erinnerte an die Erstellung des Kinder- und Jugendplans 2017. Ein Hauptwunsch der Jugend war ein Jugendtreff. In Berngau informierten sich die Stadträte zum Thema, ein Termin in Postbauer-Heng folgt. Auf der Suche nach Räumlichkeiten in Freystadt habe man an das alte Raiffeisenlagerhaus gedacht, so Dorr weiter. Hier könnte vorübergehend ein Jugendtreff eingerichtet werden.

Das alte Lagerhaus in Freystadt steht derzeit leer. Hier könnte vorübergehend ein neuer Jugendtreff eingerichtet werden. Foto: Regnet
Das alte Lagerhaus in Freystadt steht derzeit leer. Hier könnte vorübergehend ein neuer Jugendtreff eingerichtet werden. Foto: Regnet

Im Gespräch mit dem Kreisjugendring wurde betont, dass ein hauptamtlicher Betreuer für Jugendarbeit unabdingbar sei. Eine halbe Stelle koste etwa 30 000 Euro im Jahr. Fabian Seitz will die Jugend schon bei Planung des Jugendtreffs einbinden. Robert Hackner wollte die Fördermöglichkeiten geklärt wissen. Lukas Lebherz wünschte ein Treffen mit der Jugend, um umfassend zu informieren. Renate Großhauser warnte vor „Viertelschritten“ und forderte ein Gesamtkonzept. Nun sollen die offenen Punkte geklärt werden.

Roswitha Schick fragte zum Lindenweg nach. Durch beidseitiges Parken werden die Lastwagen massiv behindert. Markus Engelmann monierte den schlechten Zustand der Straße von Thundorf über Friedelmühle nach Freystadt. Ein Ortstermin soll folgen.

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