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Ja zum sozialen Wohnungsbau in Hohenfels

Es sollen kostengünstige Wohnungen für Einkommensschwache entstehen. Die Entscheidung dafür fiel einstimmig.
Von Simon Vogl

In Hohenfels sollen kostengünstige Wohnungen entstehen. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
In Hohenfels sollen kostengünstige Wohnungen entstehen. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa

Hohenfels.Die Marktgemeinde steigt in den sozialen Wohnungsbau ein. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig in seiner Februarsitzung. So könne Wohnraum für junge Familien, die nicht so finanzstark seien, aber auch ältere Bürger geschaffen werden, erklärte Bürgermeister Graf.

Das kommunale Wohnraumförderprogramm des Freistaats sei hier sehr attraktiv: Ziel des Programms sei eine erleichterte Schaffung von Wohnungen für einkommensschwächere Haushalte. Das Programm sieht einen Zuschuss von 30 Prozent der Gesamtkosten und ein verbilligtes Darlehen von 60 Prozent vor. Der Eigenanteil der Gemeinde liege bei mindestens 10 Prozent. Die Gemeinde ist Eigentümer des geschaffenen Wohngebäudes und die Miethöhe sei so zu bemessen, dass sie für einkommensschwache Wohnungssuchende tragbar sei, so der Rathauschef. Die Bindungsfrist betrage 20 Jahre. Die Wohnungsnot in Hohenfels resultiere vor allem daraus, dass alle gut vermietbaren Objekte von Amerikanern belegt seien. Ein Bedarf an Wohnraum sei deshalb gegeben.

Baubeginn ist im Frühjahr

Zu Beginn der Sitzung wurde zwei Bauvorhaben das einhellige Einvernehmen erteilt. Ebenso einer Meinung war das Gremium nach ausführlicher Erörterung hinsichtlich der Ablehnung des Antrags auf Vorbescheid wegen einer Nutzungsänderung: Es ging um die Umnutzung einer Teilfläche einer bestehenden Lagerhalle in eine Auto-Werkstatt in Großbissendorf.

Diesem Antrag wurde das gemeindliche Einvernehmen verweigert, weil das Vorhaben in einer Wohngegend liegt. Zwar ist im Flächennutzungsplan das Gebiet als sogenanntes „Mischgebiet Dorf“ ausgewiesen, wo kleine Gewerbebetriebe zugelassen werden können, jedoch spricht sich die aktuelle Rechtsprechung auch dagegen aus. Darüber hinaus traf der Plan keinerlei Aussagen über eine Entwässerung der Räume. Dann ging es um die Boden-Photovoltaik-Anlage Granswang Südwest. Der Markt Hohenfels hat für das an der Autobahn gelegene Grundstück in der Gemarkung Raitenbuch das Bauleitplanverfahren auf Antrag der Firma Südwerk aus Burgkunstadt durchgeführt. Die geplante Anlage sei auf eine Betriebsdauer von 30 Jahren ausgelegt und habe eine Leistung von 1,6 MWp. Die Stromproduktion betrage 1,65 Millionen kWh pro Jahr, die CO-Einsparung belaufe sich auf 500 Tonnen jährlich. Mit der Versorgungsleistung können rund 320 durchschnittliche Haushalte versorgt werden. Die Investitionssumme belaufe sich auf rund 1,5 Millionen. Euro, Baubeginn ist im Frühjahr 2019. Mit einer Gegenstimme wurde die Satzung beschlossen, damit diese Anlage gebaut werden kann.

Zweites Silo hat sich bewährt

Die Anhörung der Träger öffentlicher Belange im Bezug auf die geplante Boden-Photovoltaik-Anlage ist abgeschlossen. Es wurden 22 Stellen angeschrieben, wovon neun keine Einwände geäußert hatten, so Graf. Viermal habe es Hinweise, Bedenken oder Einwände gegeben. Diese wurden ausführlich vorgestellt und besprochen und in jedem Fall Abhilfe geschaffen.

Bürgermeister Graf informierte die Anwesenden, dass der Gemeinderat einstimmig für die Anschaffung eines zweiten Streusalzsilos votiert habe. So könne die Salzlagerung im Bauhofgebäude fast vollständig reduziert werden. Der Betrieb des 2018 angeschafften Silos habe sich bestens bewährt. Weiter informierte Graf über eine Informationsveranstaltung der Regierung der Oberpfalz zum Mobilfunk-Förderprogramm. Hohenfels durchläuft momentan eine Anfangsstufe des Verfahrens. Nach einem vorläufigen Ergebnis kann über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Aus der Sitzung

  • Straßenbeleuchtung: Im Zuge der Wartung sollen die in Hohenfels noch verbliebenen Langfeldleuchten mit Neonröhren aus Gründen der Strom- und Kostenersparnis gegen LED-Leuchten ausgetauscht werden.
  • BRK-Heim: Für den Umbau und die Sanierung des BRK-Schulungszentrums wurden Fachplanungsleistungen für den Brandschutz und das Tragwerk vergeben.

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