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Verkehr

Mehr Motorrad-Unfälle in Neumarkt

Im Jahr 2018 starben vier Biker – darum stoppte die Polizei bei einem Aktionstag bei Hohenfels zahlreiche Motorradfahrer.
Von Simon Vogl

Im Beisein von Landrat Willibald Gailler (auf dem Motorrad sitzend) und Bürgermeister Bernhard Graf (3. v. r.) versuchten die Beamten der Polizeiinspektionen Neumarkt und Parsberg, Motorradfahrer für besondere Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Foto: Simon Vogl
Im Beisein von Landrat Willibald Gailler (auf dem Motorrad sitzend) und Bürgermeister Bernhard Graf (3. v. r.) versuchten die Beamten der Polizeiinspektionen Neumarkt und Parsberg, Motorradfahrer für besondere Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Foto: Simon Vogl

Hohenfels.2018 ereigneten sich im Landkreis Neumarkt 76 Motorradunfälle. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von vier Unfällen. Dabei wurden 67 Motorradfahrer verletzt, vier weitere starben. Auch 2019 gab es bereits mehrere heftige Motorrad-Unfälle – die Hauptunfallursache: überhöhte Geschwindigkeit. Aus diesem Grund organisierten die Polizeiinspektionen Neumarkt und Parsberg am Sonntagnachmittag zum zweiten Mal nach 2018 im Landkreis Zweiradkontrollen und Informationsveranstaltungen zum Thema Motorradsicherheit durch. Dabei wiesen sie besonders auf die Gefahren des Straßenverkehrs im Allgemeinen und die Gefährdung motorisierter Zweiräder im Speziellen hin.

Im Rahmen des Aktionsplans „Motorradsicherheit“ stoppten die Beamten an der Staatsstraße 2234 zwischen Hohenfels und Großbissendorf auf Höhe des Zufahrtstors 1 zum Truppenübungsplatz bei bestem Ausflugswetter zahlreiche Biker, um sie für das Thema Sicherheit zu sensibilisieren und um die Motorräder auf Verkehrskonformität zu überprüfen.

Viele Biker sind aufgeschlossen

Neben abgefahrenen Reifen fanden die Polizisten auch einen Kennzeichenmissbrauch. Doch die Unfallprävention stehe klar im Vordergrund, betonte der stellvertretende Parsberger Dienststellenleiter Wolfgang Eichenseer. Ziel sei es, mit den Motorradfahrern ins Gespräch zu kommen. Beim Aktionstag im Vorjahr traf dies auf zirka 350 Biker zu. Das Gros zeigte sich auch zugänglich und befürwortete die Maßnahmen, so die Polizei.

Motorradfahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Foto: Peter Steffen/dpa
Motorradfahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Foto: Peter Steffen/dpa

Auch heuer gab es viel Verständnis – etwa von Erwin Zacherl aus Breitenbrunn, der mit seiner Ducati Monster unterwegs war und seit 35 Jahren unfallfrei Motorrad fährt, wie er sagt. Er findet: „Aufklärung ist immer gut.“

Auch Alois Wein aus Seubersdorf, der mit seiner Triumph Speed Triple unterwegs war, ist von dem Aktionsplan überzeugt, schließlich müsse man als Motorradfahrer auch immer mitdenken und werde ansonsten leicht übersehen.

„Unverbesserliche gehören aus dem Verkehr gezogen.“ Bürgermeister Bernhard Graf

„Die Polizei hat nicht nur die Aufgabe, Straftaten zu verfolgen, sondern ist auch vorbeugend tätig“, bekräftigte Landrat Willibald Gailler. Dabei gehe es um verkehrsgerechtes Verhalten und Gerät gleichermaßen. Viele Fahrer würden bei der Aktion erreicht, auch die Kontrollmöglichkeit bezeichnete er als geeignet.

Am Tor zum Truppenübungsplatz wurden deutsche und auch US-amerikanische Biker angesprochen, weshalb auch die Militärpolizei der US Army zugegen war. Bürgermeister Bernhard Graf, selbst Fahrer ein BMW K 1600 GT und erklärter Motorradfan, findet die Aktion ebenfalls gut, da sie helfe, die „Sinne wieder zu schärfen“. Nichts übrig hat er für laute Auspuffe. Die Motorradfahren sollten den Leuten nicht durch Lärm zur Last fallen und „Unverbesserliche gehören aus dem Verkehr gezogen“, so Graf.

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