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Schauspiel

Wohlige Strapaze für die Lachmuskeln

Das neue Stück des Hohenfelser Burgtheaters feierte eine gelungene Premiere. Auch der ehemalige Pfarrer ist wieder dabei.
Von Vera Gabler

Statt Amore am Lago Maggiore gab es auf der Hohenfelser Bühne eine „Schießerei“. Fotos: Gabler
Statt Amore am Lago Maggiore gab es auf der Hohenfelser Bühne eine „Schießerei“. Fotos: Gabler

Hohenfels.Das Hohenfelser Burgtheater hat am Samstag mit der Premiere von „Nix Amore am Lago Maggiore“ die Theatersaison im Keltensaal eröffnet. Sehr zur Freude der Fans spielten neben den bewährten Laienschauspielern nach einer einjährigen Pause auch der ehemalige Pfarrer Udo Klösel sowie Claudia Fischer mit.

Der gute Ruf der Spielqualität unter der Regie von Florian Feuerer hat bereits dafür gesorgt, dass mit dem 28.Oktober ein zusätzlicher Theaterabend ins Programm aufgenommen wurde. Somit gibt es für die Aufführungen am 20. und 27. Oktober ab 19 Uhr, am 26. Oktober ab 20 Uhr, sowie am 21. und 28. Oktober ab 16 Uhr nur noch Restkarten.

Der Besuch des Lustspiels in drei Akten von Bernd Gombold lohnt sich allemal, hat der Zuschauer doch noch einmal die Gelegenheit, eine herrliche Sommeratmosphäre zu erleben. Wer erinnert sich nicht gerne an seinen Urlaub – vorausgesetzt, man hat den richtigen Koffer dabei.

Traumhafte Kulisse

Das Stück spielt in einem kleinen Hotel am Lago Maggiore, das von der resoluten Teresa (gespielt von Angelika Straka) geführt wird. Eine Seele von Mensch mit italienischem Temperamant, dazu passend Sohn Angelo (Thomas Niebler), der dafür sorgt, dass sich vor allem die Damenwelt wohlfühlt. So zum Beispiel die gut aussehende Bärbel (Barbara Reisinger), die ständig auf der Suche nach einem neuen Lebensabschnittsgefährten ist. Bärbel hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihrer Freundin Hilde (Ulrike Walter) einmal die große weite Welt zu zeigen und sie auch dem eintönigen Ehealltag mit ihrem Ehemann Karl zu entreißen. Doch Hilde nimmt im Zug den falschen Koffer – und der gehört ausgerechnet dem brutalen und skrupellosen Ganoven Ritchi (Dietmar Feuerer), welcher gute Gründe hat, seinen Koffer schnellstmöglich wieder zurückzubekommen.

Zusammen mit der anspruchslosen Chantal (Tobias Boßle in einer Frauenrolle) quartiert sich Ritchi daher ebenfalls in Teresas kleinem Hotel ein, obwohl es dort nicht einmal WLAN und auch kein Nagelstudio für Chantal gibt. Für zusätzliche Turbulenzen und Unruhe sorgt dann noch das Ehepaar Renate (Claudia Fischer) und Hans-Jochen Möller (Udo Klösel) zusammen mit dem Schwiegervater Oskar (Robert Neumeier), die in der Hotelanlage ihr Unwesen treiben – sehr zum Leidwesen von Renate Möller. Kommissar Hubert (Franz Weigert) deckt die Sache letztendlich doch auf und beim Happy End hat Hilde nicht nur ihren Koffer wieder, sondern auch Geschmack an anderen Männern gefunden.

Viele Helfer im Hintergrund

Die Schauspielfamilie hat es wieder geschafft, die Lachmuskeln der Zuschauer aufs Äußerste zu fordern. Das Bühnenbild zur Sonnenterrasse haben Thomas Wittl und federführend Günther Härtl so umgesetzt, dass die Zuschauer den atemberaubenden Blick auf den Lago Maggiore genießen können. Der Bühnenbau, so Florian Feuerer am Ende der Premiere im Gespräch mit dem Tagblatt, lag in den Händen von Robert Neumeier und Erich Münchsmeier, die Schreinerarbeiten erledigte Leo Böhm.

Für die Ton- und Lichteffekte, sowie der Lichtstimmung waren Fabian Boßle, Matthias Hofmann und Stefan Kreupl verantwortlich. Als unsichtbare Helfer kümmern sich auch die nächsten Wochen Sofia Boßle und Daniela Kreupl um die Requisiten. Unter der Bühne sorgt zum zweiten Mal Corinna Ferstl dafür, dass die Spieler ihren Einsatz nicht verpassen. Für angemessene Kostüme und die Maske sorgen Anna Weber und Mürvet Karaca.

Zum Abschluss des Gesprächs legte Florian Feuerer Wert darauf im Namen der Laienschauspieler zu sagen, dass jede Ähnlichkeiten der im Theaterstück vorkommenden Figuren mit realen Personen rein zufällig sei und in keiner Weise beabsichtigt. „Ort und Zeit der Handlung sind frei erfunden“ lacht Feuerer.

Den Verkauf von Restkarten übernimmt Michaela Feuerer telefonisch von Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer (01 70) 1 81 16 52 und samstags von 10 bis 11 Uhr im Pfarrheim in Hohenfels.

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