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Gemeinderat

Hohenfelsener Turnhalle wird sicherer

Vom Brandschutz im Keltensaal wird nicht abgewichen. Mit dem Haushalt sind Bürgermeister und Markträte zufrieden.
Von Simon Vogl

Die Gemeinderäte besichtigten beim Ortstermin die bereits realisierten und noch geplanten Brandschutzmaßnahmen in Turnhalle und Keltensaal. Foto: Simon Vogl
Die Gemeinderäte besichtigten beim Ortstermin die bereits realisierten und noch geplanten Brandschutzmaßnahmen in Turnhalle und Keltensaal. Foto: Simon Vogl

Hohenfels.In Keltensaal und Turnhalle nahmen die Markträte unter Führung von Bürgermeister Bernhard Graf zunächst verschiedene Bereiche in Augenschein, bei denen bauliche Maßnahmen im Zuge der Ertüchtigung des Brandschutzes vorgenommen werden sollen. Graf bekräftigte, keinesfalls vom Brandschutzkonzept abzuweichen.

Ersten Halt machten die Markträte im Garderobenabteilung beim Treppenhaus des Keltensaals. Hier sehe das Konzept eine räumliche Abtrennung vor, führte der Rathauschef aus. Im Treppenhaus müssten zudem viele Türen zugunsten automatisch schließender Brandschutztüren ausgewechselt werden. Der Saal selbst solle ferner ausgeweißt und der Parkettboden aus funktional-kosmetischen Gründen abgeschliffen und neu versiegelt werden. Die absenkbare Abtrennwand werde ausgebaut mangels Verwendung. Das Konzept erfordere auch, dass die Türe zur Küche hin durch eine Schiebetür ausgetauscht wird. Im Nebenraum zur Bühne soll ein Fenster zur Tür umgebaut werden. Auch die Bühne solle baulich zum Flur hin abgetrennt werden. Der Notausgang neben der Bühne müsse erweitert werden. Größter zu vergebender Posten sei die Elektrik inklusive Bühnentechnik. Auf der Bühne sei aus Brandschutz-Gründen zudem LED-Beleuchtung erforderlich.

Über den Verbindungskorridor gelangten die Markträte danach zur Turnhalle. Aus Gründen des Unfallschutzes müssen die Stirnseiten der Halle mit Prallwänden versehen werden, die Heizkörper benötigen neue Verkleidungen. Auch hier soll der Boden abgeschliffen werden.

Aufträge wurden vergeben

Für die Arbeiten in der Turnhalle vergab das Gremium wieder zurück im Sitzungssaal sodann insgesamt vier Aufträge über einen Gesamtwert von 52000 Euro, für die Arbeiten im Keltensaal wurden acht Aufträge für eine Gesamtsumme von knapp 324 000 Euro vergeben.

Weitere Themen

  • Stockbahn:

    Das Gremium stimmte dem Ansinnen der Stockschützen grundsätzlich zu, machte aber zur Bedingung, eine Sanierung der gemeindeeigenen Anlage zu prüfen unter der Auflage, alle Maßnahmen mit der Gemeinde abzusprechen.

  • Petition zum Stromnetzausbau:

    Der Markt schließt sich den anderen Landkreisgemeinden an und unterzeichnet ebenfalls die Resolution der BI-Allianz P53

Zuvor besprach der Gemeinderat den diesjährigen Haushaltsplan, durch dessen Zahlenwerk Bürgermeister Graf das Gremium zuvor ausgiebig geführt hatte: Das Gesamtvolumen betrage heuer knapp 7,5 Millionen Euro (Vorjahr: 6,92). Auf den Verwaltungshaushalt entfallen davon 4,18 Millionen Euro (2018: 4,16). Für den Vermögenshaushalt sind 3,28 Millionen Euro (Vorjahr: 2,75) veranschlagt. Das Gewerbesteuer-Aufkommen könnte sich bei rund 400 000 Euro einpendeln, führte das Gemeindeoberhaupt aus. Die staatlichen Zuweisungen sinken bei steigender Kreisumlage. Mit über 2,6 Mio. Euro erreichen die Baumaßnahmen laut Graf einen absoluten Höchstwert. Der Markt schließe heuer voraussichtlich die Turnhallen- und Keltensaalsanierung sowie die dritte Stufe des Breitbandausbaus ab inklusive Anschluss der Schule. Als größte Herausforderung nannte Graf die Sanierung des BRK-Heims und den kommunale Wohnungsbau. In die Straßensanierungen gelte es auch weiterhin stark zu investieren, ebenso in die Abwasserentsorgung. Der Bauhof erhalte ein neues, komplett ausgestattetes Winterdienstfahrzeug und ein weiteres Salzsilo. Zudem bekommt das Gebäude neue Tore und es wird außen saniert. Bestehende Kredite werden mit einem Aufwand von 147 000 Euro jährlich getilgt.

Kein Darlehen notwendig

„Mit der guten Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt und einer geringen Entnahme aus den Rücklagen ist zur Finanzierung der Maßnahmen im Vermögenshaushalt auch in diesem Jahr keine Darlehensaufnahme notwendig“, resümierte Graf. Der Schuldenstand zum Jahresende liege bei knapp über eine Million Euro, sagte er weiter. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrage noch 467 Euro. Sichtlich zufrieden zeigte sich der Bürgermeister mit dem Ergebnis der Haushaltsplanung. Es sei auch für dieses Jahr gelungen, einen ausgeglichenen Haushalt ohne Neuverschuldung aufzustellen. Die Markträte stimmten dem Haushaltsplan einstimmig zu.

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