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Bürgerversammlung

Hundsdorfer kontert Bund Naturschutz

Der Mühlhausener Bürgermeister nimmt zur Kritik des BN Stellung. Diese hatte die Ortsumgehung Mühlhausen scharf kritisiert.
Von Hans Peter Gleisenberg

Der Blick von Süden auf Mühlhausen, Weihersdorf (r.) und Wappersdorf Foto: Gleisenberg
Der Blick von Süden auf Mühlhausen, Weihersdorf (r.) und Wappersdorf Foto: Gleisenberg

Mühlhausen.Traditionell bildet die Veranstaltung für den Kernort Mühlhausen den Abschluss des Reigens der Bürgerversammlungen in der Großgemeinde Mühlhausen. Die Wirtsstube im Landgasthof Brunner war gut gefüllt und auch die Zahlen, die der Bürgermeister präsentierte können sich sehen lassen. Des Weiteren zeigte der Rathauschef in einer 105-minütigen Präsentation, im ersten Teil der Versammlung, in Wort und Bild auf, was in Mühlhausen 2018 geleistet wurde und was für die nahe Zukunft geplant ist.

So sei der Haushalt 2018 mit gut 15 Millionen Euro Volumen ein ausgewogenes Werk, der zwar um eine Million geringer als im Vorjahr ausfällt, aber deswegen keine Kürzungen bei den Investitionen bedeutet habe. Es seien 3,2 Millionen Euro investiert worden, dabei in so wichtige Projekte wie die Kläranlage, Kindergärten, Spielplätze oder das Bierwächterhaus. Letzteres sei ein Beispiel dafür, dass man historische Gebäude nicht abbrechen, sondern ohne Mehrkosten erhalten könne. Auch für die zahlreichen Investitionen in den gemeindlichen Bauhof nannte er Gründe: „Wir haben uns hier auch 2018 Nötiges geleistet, denn ein funktionierender Bauhof ist auch der Garant für ein schönes Ortsbild im Sommer, aber auch für einen sicherheitsrelevanten Winterdienst.“ Darüber hinaus erledige die Truppe um Bauhofleiter Ewald Meier viele große und kleine Arbeiten, die von der Bevölkerung meist unbemerkt bleiben.

Dies alles im professionellen Zusammenspiel mit dem Bauamt und seinem Leiter Thomas Härtl, der ein Sonderlob vom Chef und Applaus von den anwesenden Bürgern bekam.

Eine Bürger-App für Mühlhausener geschaffen

Auch in Sachen Digitalisierung sei man einen großen Schritt weiter gekommen. Hier nannte Dr. Hundsdorfer die Schaffung einer Bürger-App, den neuen Internetauftritt der Gemeinde und die Digitalisierung der Bücherei: „So ist die Vorgabe mit einem Klick ins Rathaus mehr als erfüllt und wir befinden uns weit über dem Standard.

Auch hier gebe es im Rathaus mit Michael Gruhle einen Experten, der das verwirklicht hat und dem mein Dank gilt“, lobte der Bürgermeister. Auch Schulden seien in Mühlhausen kein Thema mehr. „Auch Unvorhergesehenes können wir, so nötig, problemlos schultern, und ich hoffe, dass die stabile Einnahmesituation noch lange anhält.“

„Es wurden sieben Hektar weniger Fläche als vorgesehen verbraucht.“

Dr. Martin Hundsdorfer, Bürgermeister von Mühlhausen

Als große Aufgabe in den nächsten zwei Jahren bezeichnete er die Teilsanierung der Schule. Hier werden der Fensteraustausch, Fassadenarbeiten, Erneuerung sanitärer Anlagen und energetische Sanierung, Investitionen von gut drei Millionen Euro erfordern. Er ging auch ausführlich auf die Aussagen des Bund Naturschutz in Sachen Umgehung B299 ein, die er als „verheerend“ einstufte. Man habe sich, so Hundsdorfer offensichtlich nicht hinreichend informiert. Denn entgegen dieser Meinung habe der Naturschutz einen hohen Stellenwert eingenommen: „Es wurden sieben Hektar weniger Fläche als vorgesehen verbraucht, obwohl zusätzlich ein Lärmschutzwall mit 1,6 Hektar geschaffen wurde.“

Nachfragen zu den Stromtrassen

Die Eingriffsrechte seien zu 100 Prozent ausgeglichen und auch die schnellere Bauzeit habe auf den Arten- und Biotopschutz keine negativen Auswirkungen gehabt. Und die Bepflanzung der Lärmschutzwälle bringe eine weitere Verbesserung für Tiere und Pflanzen. „Dass es ein gewaltiger Eingriff in die Natur war, steht außer Frage, aber es wurde eine pfleglich und naturnahe Bauweise gewählt“, so der Bürgermeister.

In der Fragestunde gab es Nachfragen zum Stand der Stromtrassen. Hier, so der Bürgermeister, werden erst 2023 die Raumordnungsverfahren abgeschlossen. Die Verkehrsbelastung in der Bahnhofsstraße war ein weiteres Thema. Hier meinte der Rathauschef, dass mit Öffnung der Anbindung Mühlhausen Nord eine deutliche Beruhigung stattfinden werde.

Er griff auch die Möglichkeit auf, den Granit zu entfernen oder abschleifen zu lassen, um eine Verkehrsberuhigung zu erreichen.

Weitere Themen in der Bürgerversammlung

  • Abstufung:

    Im Gespräch war auch die Maßnahme zur Abstufung der B 299 alt. Hier wolle man im Benehmen mit den Bürgern eine gute Lösung finden.

  • Einwohner:

    Gut entwickelt sich die Einwohnerzahl und hat sich bei gut 5000 Einwohnern stabilisiert. Der Breitbandausbau steht kurz vor den Fertigstellung und das Gewerbegebiet Nord ist zu 100 Prozent veräußert.

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