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Wahlen

Kein Kommandant für die Pilsacher Wehr

Thomas Betz übernimmt das Amt nach 29 Jahren nicht mehr – wegen fehlender Unterstützung. Die Wahlen wurden verschoben.
von Hans Braun

Langjährige Mitglieder wurden ausgezeichnet.
Langjährige Mitglieder wurden ausgezeichnet.Foto: Braun

Pilsach.Ohne Ergebnis musste die Wahl der Kommandanten bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Pilsach im Gasthaus Schuster abgebrochen werden. Thomas Betz hatte sich nach 29 Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt. Sein Stellvertreter Johannes Krauß trat aus beruflichen Gründen nicht mehr an. Als sein Nachfolger würde sich der bislang dritte Kommandant Daniel Rappl zur Verfügung stellen. Da sich aber kein neuer Kommandant fand, wird die Wahl in etwa vier Wochen wiederholt. So lange bleiben die Kommandanten kommissarisch im Amt. Sie, die Vorsitzenden und Bürgermeister Adolf Wolf wollen sich vor der nächsten Wahl beraten.

Betz erklärte, warum er nicht mehr antrete: „Wegen der Einstellung der Gemeinde zur Feuerwehr und wegen der Einstellung der aktiven Einsatzkräfte zu den Übungen.“ Der Vorsitzende Peter Simson bestätigte: Der Besuch bei den Übungen sei zuletzt deprimierend gewesen. Ein Kritikpunkt an die Gemeinde: Die Mitarbeiter des Bauhofs würden nicht zum Feuerwehrdienst herangezogen. Andere mögliche Kandidaten stellten sich aus dem gleichen Grund nicht zur Wahl.

Als Hauptgrund für die Entscheidung von Betz sah Kreisbrandmeister Klaus Eichenseer die fehlende Mitarbeit der Mitglieder. Betz habe vieles alleine machen müssen, weil ihm die Unterstützung gefehlt habe. Wenn sich das ändere, würde er vielleicht noch einmal kandidieren. Eichenseer appellierte: „Die Mannschaft muss hinter dem Kommandanten stehen.“

Wolf sagte, er sei völlig überrascht von der Kritik an der Gemeinde. Es habe nie Anzeichen dafür gegeben, dass „der Schuh drückt“. Die Gemeinde wolle alles unternehmen, um die Feuerwehren gut auszustatten. Wolf: „Sollte es eine persönliche Angelegenheit geben, dann hätte man längst ein Gespräch suchen können“. Dass sich die Gemeindearbeiter nicht am Feuerwehrdienst beteiligen müssen, sei kein Grund, das Amt nicht mehr zu übernehmen: „Ich hätte nicht gedacht, dass die Wahl heute so ein Theater wird“.

Noch heuer möchte Simson zum 125. Jubiläum 2021 einen Festausschuss bilden. Der Feuerwehrverein habe 251 Mitglieder. Unter den 66 Aktiven seien 43 Männer, 19 Frauen und vier Jugendliche. Betz erinnerte an 30 Einsätze im vergangenen Jahr, darunter sechs Brände und 24 Technische Hilfeleistungen. Notfallseelsorger Michael Kurt Sickinger sei 19 Mal im Einsatz gewesen. Es gebe zehn Gruppenführer, 15 Atemschutzgeräteträger und neun Fahrzeugmaschinisten.

Treue Mitglieder wurden geehrt: für 25 Jahre Peter Heidner und Maria Fries, für zehn Jahre: Fritz Bucher, Marco Hablowetz und Verena Pruy.

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Weitere Themen

  • Jugend:

    Positiv war die Bilanz von Jugendwart Stefan Graf. Im vergangenen Jahr seien zwei Jugendliche in die aktive Mannschaft gewechselt und drei Schüler aus der Kinderfeuerwehr in sein Team gekommen. Marie Simson übernehme das Amt der Jugendwartin von Jasmin Werner. Übungen der Jugendfeuerwehr seien freitags ab 17.30 Uhr.

  • Kinderfeuerwehr:

    Johannes Krauß, berichtete von 45 Schülern, die im vergangenen Jahr elf „Abenteuer“ erlebt hätten.

  • Termine:

    Am Samstag, 18. März, ist um 20 Uhr das Starkbierfest im Feuerwehrhaus. An Fronleichnam wird wieder das Grillfest geplant. Das 40. Jubiläum der Jugendfeuerwehr werde von 30. September bis 1. Oktober gefeiert.

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