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Lauterhofen

Fastenprediger derbleckt „Lauterhefer“

Ein weithin leuchtendes Feuer zeigte den Weg zum Bockbierfest der Freiwilligen Feuerwehr von Lauterhofen, das im alten Bahnhofsgebäude stattfand.
Hans-Jürgen Hennig

Jakob Stepper bei seiner Fastenpredigt Foto: Hans-Jürgen Hennig
Jakob Stepper bei seiner Fastenpredigt Foto: Hans-Jürgen Hennig

Lauterhofen.Zur Eröffnung des Bockbierfestes waren in der Halle noch nicht alle Plätze besetzt, aber dann wurde es immer voller, denn eine andere Veranstaltung im Pfarrheim ging zu Ende, und es kamen noch zahlreiche Gäste.

Die Feuerwehrjugend hatte zum Fest ein reichhaltiges Buffet aufgebaut und bediente die etwa 100 Gäste mit flinken Füßen. In guten Krügen, die an das historische Alter von Lauterhofen erinnern, wurde dann das frische Bockbier ausgeschenkt, und es floss in beachtlicher Menge.

Damit nicht nur der Gaumen erfreut wird, sondern auch die Seele, gab es echt bayerische Musik von der Gruppe „Bayrisch-Steirisch-G’scherd“. In Lederhosen, mit Quetsch’n und Bass gaben die beiden ein unterhaltsames Programm mit Liedern, Witzen und Gstanzl’n, dass im Raum wahre Lachsalven ertönten und mancher aufpassen musste, sein Bockbier nicht zu verschütten.

Aber es gibt nichts, was sich nicht noch steigern ließe. Nach einer kurzen Pause kündigte Julia Strobl, 2. Vorstand der FFW, die erwartete Fastenpredigt an und ein Mönch erstiegt im Saal die extra dafür aufgebaute Kanzel.

Seine Fastenpredigt war dann auch alles andere als eine gewöhnliche Predigt. Der Tradition entsprechend hielt Jakob Stepper seine Predigt in bayerischer Sprache und begann mit den Worten: „Schou fast wie a Tradition start i heind bei da Lauterhefer Feiawehr mei jährliche Aktion. Mit fü zum vazöhn ist mei Repotwa belohn, schauma moi, obs jeder fu eng kann vadrong.“

Danach nahm der Fastenprediger Jakob Stepper das Baugeschehen in Lauterhofen etwas auf die Schippe, und wenn ihm sein Mund zu trocken wurde, gönnte er sich einen Schluck Bockbier und forderte auch gleich die Gäste auf, es ihm gleichzutun: „Zu da gscheidn Brotzeit braucht ma a wos zum trinka, drum hau ma uns ez an gscheidn Schluck zwischa d Blinker. Prost mitnand!“

Darüber hinaus bekamen auch der Umwelttag und der neue Gemeindebauhof „ihr Fett weg“. Und zwischendurch gab’s immer wieder die Aufforderung vorm Fastenprediger zum Schluck aus dem Krug, den die flinken Jungfeuerwehrler in Windeseile wieder nachfüllten. Und so ging es weiter zur geschenkten Handsirene für die Jugendgruppe. Schließlich war Stepper mit seiner Fastenpredigt zu Ende und verabschiedete sich mit den Worten: „I hoff, alle hom meine Gstanzla mit Humor gnumma. Eng wisstses ja, dass blos die Wichtigen, und die, waus gern wan, bei mir vorkumma. A guade Muse braucht niad mehr Leid wie die Zwoa, drum bine ez fertig und es is goa.“

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