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Marktrat

Mehrfamilienhaus wurde abgelehnt

Die Räte in Lauterhofen hatten Bedenken gegen das Vorhaben geäußert. Nun wird ein neuer Platz dafür gesucht.
Von Hans-Jürgen Hennig

Auf dem neuen Gemeindebauhof gibt es auch viel Platz für Wertstoffe. Foto: Hennig
Auf dem neuen Gemeindebauhof gibt es auch viel Platz für Wertstoffe. Foto: Hennig

Lauterhofen.In der Marktratsitzung ging es um die Ausschreibungen und die Vergabe von Bauleistungen zum Neubau des Kindergartens, Sportzentrum 8. Baumeisterarbeiten, in Höhe von rund 271000 Euro, wurden aufgrund der Ausschreibungsergebnisse an die Firma Josef Pruy Bau GmbH, Lauterhofen, vergeben, Zimmerer-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten, in Höhe von rund 101555 Euro gingen an die Firma Christian Dirner, Lauterhofen und Gerüstbauarbeiten, im Umfang von ca. 8700 Euro gingen an die Seits Gerüstbau GmbH, Pilsach.

Es wurde beschlossen, dass der Marktgemeinderat Kenntnis von den beschränkten Ausschreibungen hat und die Aufträge entsprechend vergeben werden: Elektro, Pürzer Elektrotechnik GmbG, Velburg, mit 129 371,96 Euro. Heizung, Hufnagel GmbH, Kastl, mit 70490,70 Euro. Sanitär, Ehm Gebäudetechnik GmbH, Sulzbach-Rosenberg, mit 57565,85 Euro. Zum nächsten Tagesordnungspunkt, die Aufstellung des Bebauungsplanes „Sonderfeld Photovoltaik-Freiflächenanlage Traunfeld“, war Willi Braun, von der Firma Windpower GmbH anwesend und gab zu den einzelnen Unterpunkten Erläuterungen. Von den verschiedenen Ämtern ergangenen Hinweise und Stellungnahmen zum Bau der Photovoltaik-Freiflächenanlage mussten berücksichtigt werden.

So gab Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Hinweise auf die Art und Weise der Pflege der Grünflächen, die zwischen den Elementen vorhanden sind. Der Kreisbrandinspektor verwies darauf, dass die Gemeinde der Anlage eine eindeutige Alarmadresse zuordnen muss.

Blendwirkung für die Autobahn

Die Autobahndirektion verwies auf vorgeschriebene Abstände oder die Gefahr der Blendwirkung für die Autobahn. Der Marktgemeinderat beschloss zu all diesen Punkten, dass die Hinweise zur Kenntnis genommen werden und es wird entsprechend verfahren. Interessant war vom Bund ein Hinweis: Im Grünordnungsplan muss die Beweidung durch Schafherden zwingend vorgeschrieben werden. Die Mahd muss ausgeschlossen, höchstens zur Nachpflege gestattet werden, weil Beweidung die Kleinstlebewesen fördert und die Vegetationsvariabilität. Auch wurde für die Umzäunung vom Bund eine Mindesthöhe und ein Mindestabstand vom Boden gefordert, damit sich Niederwild unbehindert bewegen kann und weidende Schafe durch Wölfe nicht gefährdet werden. Es gibt inzwischen mehrere Nachweise auf Wölfe auch in der Oberpfalz.

Alle Hinweise wurden im Festellungsbeschluss des Marktgemeinderates berücksichtigt und die Verwaltung wird beauftragt, die Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde (Landratsamt Neumarkt) einzuholen. Zum nächsten Punkt Baupläne und Bauvorhaben lag ein Antrag auf eine Nutzungsänderung eines landwirtschaftlichen Gebäudes zu gewerblichen Zwecken vor. Den Antrag wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Der Antrag auf die Errichtung eines Wohnhauses mit sechs Wohnungen ergab vorerst kein gemeindliches Einvernehmen und mehrere Bedenken wurden vorgetragen.

Bebauungsplan berücksichtigen

Marktrat Helmut Benzinger verwies darauf, dass der Bebauungsplan des Gebietes berücksichtigt werden muss und der beinhaltet eigentlich nur Zweifamilienhäuser.

Markträtin Monika Schönfelder-Hans nannte ähnliche Bedenken wegen der angedachten Größe des Hauses und der ausgewiesenen zwölf Parkplätze. Wenn die herangewachsenen Kinder auch ihre Autos abstellen möchten, werde es zu eng. Marktrat Martin Springs erwartet, dass unbedingt mit dem Bauherren geredet werden muss, da er ja das Haus vielleicht kleiner planen würde. Anton Preißl, dritter Bürgermeister, sieht hier ein dickes Problem, aber da die Gemeinde keinen Nachbarschaftsstreit provozieren will, muss man sich umsehen, wo Platz für entsprechende Häuser vorhanden seit. „Wir wollen ja junge Familien hier ansiedeln, aber das darf nicht zu Beeinträchtigungen der Nachbarn führen und der Neubau muss zum Ort passen“, so Preißl.

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